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    Nachfolgebörse oder M&A-Berater? Was den Kaufpreis wirklich hebt

    IGCP Capital Partners · Veröffentlicht am · Aktualisiert am

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    Nachfolgebörsen sind ein guter Einstieg — aber ein strukturierter, vertraulicher Prozess mit M&A-Berater kann den Kaufpreis deutlich erhöhen. Der ehrliche Vergleich.

    Eine Nachfolgebörse bringt Angebot und Nachfrage zusammen. Ein strukturierter, vertraulicher M&A-Prozess bringt ausgewählte Käufer gleichzeitig an den Tisch. Der Unterschied zeigt sich dort, wo es zählt: bei der Verhandlungsposition und damit beim Kaufpreis.

    Nachfolgebörsen sind ein sinnvoller Einstieg — kostenlos oder günstig, mit breiter Reichweite. Aber sie sind ein Marktplatz, kein Prozess. Wie eine externe Nachfolge mit strukturierter Käuferansprache aussieht, beschreibt unsere Leistungsseite.

    Wann reicht eine Nachfolgebörse, wann braucht es einen M&A-Berater?

    Eine Nachfolgebörse reicht, wenn der Betrieb klein und gut übertragbar ist und ein einzelner passender Interessent genügt; ein begleiteter Prozess lohnt sich, sobald Wert, Komplexität oder Vertraulichkeit so hoch sind, dass mehrere Käufer parallel angesprochen und Angebote verglichen werden müssen. Entscheidend ist nicht das Werkzeug, sondern ob Sie auf Zuschriften warten oder den Käuferkreis selbst bestimmen.

    Die Ausgangslage am Markt spricht für Sorgfalt bei der Wahl des Wegs:

    KennzahlWertQuelle, Stand
    Aktuelle, anonymisierte Inserate auf nexxt-changerund 8.000DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025, Juli 2025
    Unternehmen, für die nexxt-change seit 2006 Vermittlungen angestoßen hatmehr als 21.000DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025, Juli 2025
    IHK-Beratungen von Alt-Inhabern 2024fast 10.000DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025, Juli 2025
    IHK-Beratungen von Übernahmeinteressierten 2024gut 4.000DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025, Juli 2025
    Alt-Inhaber mit überhöhter Kaufpreisforderung laut IHKs36 %DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025, Juli 2025
    Mittelständler, die geeignete Nachfolger als Hemmnis sehen69 %KfW Research, Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025, 09.01.2026
    Übernahmen in Österreich 20258.202WKO, 27.08.2026

    Quellen: DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025; KfW Research, Fokus Volkswirtschaft Nr. 526; WKO, Rekordjahr für Betriebsnachfolgen; alle abgerufen am 28.09.2026.

    Rechnerisch kommen in der IHK-Beratung auf jeden Übernahmeinteressierten mehr als zwei Unternehmen. Wer verkaufen will, konkurriert also mit anderen Verkäufern um Aufmerksamkeit — ein Inserat allein beantwortet diese Konkurrenz nicht.

    Was ist eine Nachfolgebörse?

    Eine Nachfolgebörse ist eine Online-Plattform, auf der Inhaber ihr Unternehmen anonymisiert zum Verkauf anbieten und Übernahmeinteressierte Kaufgesuche einstellen. Die bekanntesten sind in Deutschland nexxt-change — getragen unter anderem vom Bundeswirtschaftsministerium, der KfW, dem DIHK, dem ZDH sowie den Sparkassen- und Genossenschaftsverbänden — und in Österreich die WKO-Nachfolgebörse, die die WKO als kostenloses Service für Übergeber und Übernehmer beschreibt. Einen Überblick über die Plattformen gibt Unternehmensbörsen im Vergleich.

    Betrifft Sie dieses Thema selbst? IGCP begleitet Inhaber unabhängig — das Erstgespräch ist kostenfrei, unverbindlich und streng vertraulich.

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    Was eine Nachfolgebörse leistet — und wo sie an Grenzen stößt

    Börsen senken die Einstiegshürde: Sie kosten wenig, sind schnell erstellt und erreichen viele Suchende. Für kleine, gut übertragbare Betriebe finden sie regelmäßig den passenden Nachfolger — die mehr als 21.000 angestoßenen Vermittlungen auf nexxt-change belegen das.

    Ihre Grenzen liegen in der Natur des Marktplatzes:

    • Anonym heißt nicht unerkennbar. Inserate erscheinen ohne Firmennamen. Branche, Region, Umsatzgröße und Mitarbeiterzahl reichen in einem regionalen Markt aber oft aus, damit Wettbewerber, Lieferanten oder Mitarbeiter das Unternehmen wiedererkennen.
    • Der Prozess ist passiv. Man wartet, wer sich meldet, statt gezielt die Käufer anzusprechen, für die das Unternehmen den höchsten strategischen Wert hat.
    • Anfragen kommen nacheinander, nicht gleichzeitig. Ohne parallele Gespräche fehlt der Vergleich — und damit die Grundlage, ein Angebot als gut oder schwach einzuordnen.
    • Die Vorprüfung fehlt. Ob ein Interessent die Übernahme finanzieren kann, zeigt sich oft spät. Laut DIHK berichten fast vier von zehn Übernahmeinteressierten den IHKs von Finanzierungsproblemen.

    Warum der Käuferkreis über den Preis entscheidet

    Der wichtigste Hebel für den Preis ist nicht die Formel, sondern der Wettbewerb. Wer nur auf Meldungen aus einer Börse wartet, hat oft ein oder zwei Interessenten. Wer strukturiert vorgeht, spricht gezielt eine kuratierte Auswahl potenzieller Käufer an — strategische Erwerber aus der Branche, Finanzinvestoren, MBO- und MBI-Kandidaten.

    Mehrere ernsthafte Interessenten, die parallel prüfen, erzeugen genau den Wettbewerb, der den Preis schützt. Eine belastbare, allgemeingültige Zahl, um wie viel Prozent ein begleiteter Prozess den Kaufpreis gegenüber einer Börse erhöht, gibt es nicht — veröffentlichte Werte stammen aus Einzelbeobachtungen und sind nicht vergleichbar erhoben. Was sich belegen lässt, ist die Ausgangslage: Mehr Angebote als Nachfrage und verbreitet überhöhte Preiserwartungen machen einen Verkauf ohne Vergleichsangebote schwer. Welcher Käufertyp zu Ihren Zielen passt, ordnet „Strategischer Käufer oder Finanzinvestor?" ein.

    Der strukturierte, vertrauliche Prozess

    Ein geführter Prozess beginnt nicht mit dem Inserat, sondern mit Vorbereitung:

    1. Bewertung: eine realistische Wertspanne, bevor ein Käufer angesprochen wird.
    2. Unterlagen: Kurzprofil (Teaser) ohne Namen, Informationsmemorandum, später ein Datenraum.
    3. Käuferliste: kuratiert nach Branche, Strategie und Finanzierungskraft.
    4. Vertraulichkeit: Vertraulichkeitsvereinbarung vor jeder Offenlegung von Namen und Zahlen.
    5. Bieterverfahren: vom breiten Markttest zu wenigen ernsthaften Interessenten, mit indikativen und verbindlichen Angeboten.
    6. Verhandlung und Vertrag: Kaufpreis, Struktur, Garantien, Übergang.

    Wie dieser Ablauf im Detail aussieht, zeigt „Der Ablauf eines Unternehmensverkaufs". Einen vertraulichen Verkaufsprozess mit mehreren Bietern führen wir für Inhaber in Österreich und Deutschland.

    Die Entscheidung im Überblick

    KriteriumNachfolgebörseBegleiteter M&A-Prozess
    Kostenkostenlos oder geringHonorar, meist mit erfolgsabhängigem Anteil
    Käuferansprachepassiv, wer sich meldetaktiv, kuratierte Liste
    Vertraulichkeitanonymisiertes Inserat, Wiedererkennung möglichTeaser ohne Namen, Offenlegung erst nach Vertraulichkeitsvereinbarung
    Vergleich von Angebotenselten, Anfragen einzelnZiel des Verfahrens
    Vorprüfung der Käuferdurch den Inhaber selbstvor Offenlegung
    Geeignet fürkleine, gut übertragbare Betriebewerthaltige, komplexere Unternehmen

    Was ein Berater kostet und wie Honorare aufgebaut sind, zeigt Was kostet ein M&A-Berater?.

    Muster aus der Praxis: wann der Wechsel des Wegs sinnvoll ist

    Zwei Konstellationen wiederholen sich. Sie sind hier ohne Bezug zu einzelnen Mandaten beschrieben.

    1. Das Inserat bringt Anfragen, aber keine Angebote. Ein Handwerksbetrieb steht seit Monaten in einer Börse. Es melden sich Existenzgründer ohne Eigenkapital und ein Wettbewerber, der vor allem die Kundenliste sehen will. Abhilfe: Inserat pausieren, Unterlagen aufbereiten, Interessenten nur noch nach Vertraulichkeitsvereinbarung und Finanzierungsnachweis in Gespräche nehmen.

    2. Ein einzelner Interessent diktiert den Preis. Ein Unternehmen mit solider Ertragskraft erhält über die Börse ein Angebot — das einzige. Ohne Vergleich lässt sich nicht beurteilen, ob es marktgerecht ist. Abhilfe: vor der Zusage eine unabhängige Wertspanne ermitteln und prüfen, ob eine gezielte Ansprache weiterer Käufer realistisch ist.

    Wann die Börse reicht — und wann nicht

    Ehrlich bleibt: Bei einem kleinen, einfachen Betrieb, bei dem der Aufwand eines strukturierten Prozesses nicht im Verhältnis zum Wert steht, kann eine Nachfolgebörse der richtige Weg sein.

    Bei einem werthaltigen, komplexeren Unternehmen — mit Ertragskraft, Substanz oder strategischer Attraktivität — ist der strukturierte, vertrauliche Prozess der Hebel. Wer unsicher ist, auf welcher Seite der eigene Betrieb liegt, kann zunächst die Wertspanne vor dem ersten Inserat ermitteln.

    Beides schließt sich nicht grundsätzlich aus. Die IGCP-Nachfolgebörse etwa verbindet ein wahlweise anonymes Inserat mit der Regel, dass Interessenten zuerst uns kontaktieren und nicht den Inhaber — so bleibt die Reichweite des Inserats erhalten, ohne die Kontrolle über die Offenlegung abzugeben. Zahlen zu abgeschlossenen Mandaten und typischen Unternehmensgrößen stehen im Track Record.

    Häufige Fragen

    Ist eine Nachfolgebörse sinnvoll?

    Als niederschwelliger Einstieg ja, besonders für kleine, gut übertragbare Betriebe. Sie ist kostenlos oder günstig und reichweitenstark; auf nexxt-change stehen laut DIHK rund 8.000 aktuelle Inserate. Für werthaltige oder komplexe Unternehmen fehlt ihr aber der aktive Vergleich mehrerer Käufer.

    Erhöht ein M&A-Berater wirklich den Kaufpreis?

    Eine allgemeingültige Prozentzahl gibt es nicht, und seriös garantieren lässt sich kein Ergebnis. Der Hebel liegt im Wettbewerb: Mehrere geprüfte Käufer, die parallel bieten, verbessern die Verhandlungsposition gegenüber einem einzelnen Interessenten aus einer Börse.

    Was ist der Unterschied zwischen Nachfolgebörse und M&A-Berater?

    Die Börse ist ein Marktplatz, auf dem man wartet, wer sich meldet. Der M&A-Berater führt einen aktiven, vertraulichen Prozess: Bewertung, gezielte Käuferansprache, Bieterwettbewerb und Verhandlung. Der Unterschied liegt in Diskretion, Käuferkreis und Vergleichbarkeit der Angebote.

    Kann ich beides kombinieren?

    Ja, wenn das Inserat anonym bleibt und Anfragen über einen Vermittler laufen, der Interessenten vor der Offenlegung prüft und eine Vertraulichkeitsvereinbarung einholt. Nicht sinnvoll ist ein offenes Inserat mit direkten Kontaktdaten neben einem vertraulichen Prozess — einmal aufgegebene Diskretion kommt nicht zurück.

    Zur Beraterauswahl im österreichischen Markt: M&A-Berater in Österreich. Für Verkäufe in ganz Österreich begleiten wir als M&A-Beratung in Wien.

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    Nachfolge regional begleitet

    Nachfolgeprozesse laufen regional unterschiedlich — Käuferstruktur, Bewertungsniveau und Übergabepraxis unterscheiden sich von Standort zu Standort. Wir arbeiten unter anderem in:

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