Wer in Düsseldorf über die Abgabe seines Unternehmens nachdenkt, hat es selten mit einer reinen Preisfrage zu tun. IGCP Capital Partners führt Verkaufs-, Nachfolge- und Beteiligungsprozesse für Inhaber in der Landeshauptstadt und am Niederrhein – gesteuert von Wien aus. Das erste Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts.
Kaum eine andere deutsche Stadt versammelt so viele Konzernzentralen auf so wenig Fläche. Henkel, Metro, Rheinmetall, ARAG und die ERGO Versicherungsgruppe steuern ihr Geschäft von hier aus, Vodafone Deutschland führt seine Konzernzentrale ebenfalls in der Stadt, und rund 170 Banken sind vertreten. Die Messe Düsseldorf holt mit ihren Weltleitmessen die Entscheidungsträger ganzer Branchen an den Rhein.
Die städtische Wirtschaftsförderung nennt Informations- und Telekommunikationstechnik als erste Schlüsselbranche. Daneben stehen Mode, Beauty und Lifestyle, ein dichtes Feld an Beratungs- und Werbehäusern – die Stadt gilt als Beraterstandort Nummer eins in Deutschland – sowie klassische Industrie. Hinzu kommt eine Konstellation ohne zweites Beispiel: Düsseldorf ist seit Jahrzehnten der zentrale Sitz japanischer Unternehmen hierzulande, ergänzt um eine gewachsene chinesische und koreanische Präsenz.
Zwischen diesen Polen arbeiten die eigentlichen Familienunternehmen: Zulieferer, technische Dienstleister, Spezialisten für Instandhaltung, IT-Betrieb und Kommunikation. Weil ihr Kundenstamm konzernnah ist, ist ihr wahrscheinlichster Erwerber es ebenfalls.
In jedem Kaufvertrag stehen zwei Zahlen: der Preis, über den geredet wird, und der Betrag, der tatsächlich fließt. Dazwischen liegt die Kaufpreismechanik. Zwei Modelle stehen zur Wahl, und die Entscheidung fällt sinnvollerweise bei der Vorbereitung.
Bei der Locked Box einigen sich die Parteien auf einen festen Betrag, abgeleitet aus einem vorliegenden Abschluss. Dieser Stichtag liegt vor der Unterzeichnung. Ab ihm wirtschaftet der Erwerber rechnerisch auf eigene Rechnung: Gewinne bis zum Vollzug gehören ihm, Verluste ebenso. Die Kiste ist verschlossen, daher der Name.
Damit diese Zusage trägt, braucht es Schutz vor Wertabfluss. Leakage bezeichnet jede Zahlung oder Vermögensverschiebung aus der Gesellschaft an den Verkäufer oder ihm nahestehende Personen nach dem Stichtag: Gewinnausschüttungen, Sonderboni, Forderungsverzichte, überhöhte Mieten an eine Besitzgesellschaft. Wird so etwas später entdeckt, ist der Betrag zu erstatten, üblicherweise ohne Haftungshöchstgrenze. Was weiterlaufen darf, zählt der Vertrag als Permitted Leakage auf.
Das Gegenmodell arbeitet mit Closing Accounts. Zum Vollzugstag wird ein Zwischenabschluss aufgestellt und der vorläufige Preis anhand zweier Größen korrigiert. Die erste ist die Nettofinanzverschuldung: Bankverbindlichkeiten, Gesellschafterdarlehen, Leasing- und Pensionsverpflichtungen, abzüglich liquider Mittel – jeder Euro Schulden mindert den Preis, jeder Euro Kasse erhöht ihn. Die zweite ist das Working Capital aus Vorräten und Forderungen abzüglich Lieferantenverbindlichkeiten, gemessen an einem vorab definierten Referenzwert: Liegt der Istwert darüber, gibt es einen Aufschlag, darunter einen Abzug. So bekommt der Erwerber ein normal ausgestattetes Unternehmen. Das Risiko geht hier erst am Vollzugstag über, nicht Monate zuvor.
Wem welche Variante nützt, hängt vom Zwischenzeitraum ab. Läuft das Geschäft stabil, sammelt die Locked Box dessen Erträge beim Erwerber ein, während der Verkäufer sie mit dem festen Preis abgibt – dafür trägt er kein Rückschlagsrisiko. Bei schwankenden Beständen oder einem Carve-out bestehen Erwerber auf Closing Accounts.
Gestritten wird am Ende fast immer über dieselbe Stelle: die Working-Capital-Referenz. Einen objektiv richtigen Wert hat sie nicht. Man kann über zwölf Monate mitteln oder über vierundzwanzig, Ausreißermonate herausnehmen oder stehen lassen. Jede Festlegung verschiebt den Betrag, der beim Vollzug fließt. Deshalb gehören Definitionskatalog, Herleitung und Rechenbeispiel in den Vertrag – samt einem Verfahren für den Streitfall.
Der Gewerbesteuer-Hebesatz der Stadt liegt bei 440 Prozent, zuletzt unverändert fortgeschrieben; mit der Steuermesszahl von 3,5 Prozent ergibt das 15,40 Prozent effektive Belastung. Innerhalb Nordrhein-Westfalens ist das günstig – Köln liegt bei 475, Dortmund bei 485 Prozent. Wer mehrere Betriebsstätten im Land unterhält, sollte wissen, wie sich der Messbetrag auf die Gemeinden verteilt: Das verändert das ausgewiesene Ergebnis, und daraus leitet jeder Erwerber seinen Preis ab.
Wichtiger als der Hebesatz ist aber, wer auf der Verkäuferseite steht. Bei einer natürlichen Person greift das Teileinkünfteverfahren nach § 17 EStG. Steht dort eine Kapitalgesellschaft, gilt etwas anderes: Nach § 8b KStG bleiben 95 Prozent des Veräußerungsgewinns bei ihr steuerfrei. Nahezu der gesamte Erlös kommt damit oberhalb des operativen Geschäfts an und arbeitet dort weiter – als Eigenkapital für die nächste Beteiligung, für Immobilien, für ein Depot. Besteuert wird erst, wenn Geld ins Privatvermögen wandert; wann und in welchen Tranchen, bestimmt der Unternehmer selbst.
Der Preis dieser Gestaltung ist Vorlauf. Eine Holding lässt sich nicht zwischen Absichtserklärung und Unterschrift einziehen; sie muss stehen, bevor ein Prozess beginnt. Bei eigener Betriebsimmobilie tritt in Nordrhein-Westfalen die Grunderwerbsteuer hinzu. Wer Anteile an einer GmbH verkaufen möchte, stellt die Strukturfrage deshalb an den Anfang.
Die Erwerberseite ist hier stärker institutionalisiert als in vergleichbar großen Städten. Neben strategischen Käufern aus dem eigenen Branchenumfeld treten vor allem Konzernbereiche mit Zukaufsmandat auf. Ein solcher Erwerber durchläuft mehrere Freigabestufen bis in den Vorstand und hat bei Garantien wenig Bewegungsspielraum. Die Finanzierung ist im Gegenzug fast nie das Hindernis. Der kritische Pfad verläuft über den Sitzungskalender der Gegenseite – wer ihn nicht kennt, verliert Monate zwischen zwei Terminen.
Ein zweites Thema kommt regelmäßig hoch: die Abhängigkeit von wenigen Auftraggebern. Hängt ein erheblicher Umsatzanteil an einer Handvoll Verträge, wird das zum bestimmenden Bewertungsthema, sobald die Prüfer Laufzeiten und Kündigungsrechte durchsehen.
Die internationale Präsenz erweitert die Erwerberliste real: Für technische Zulieferer kommen japanische, chinesische oder koreanische Häuser mit Deutschlandsitz in Betracht, die anderswo nicht auf einer Longlist stünden. Zuständig ist die Industrie- und Handelskammer Düsseldorf, deren Bezirk neben der Stadt die zehn Städte des Kreises Mettmann umfasst; sie berät zur Nachfolge und öffnet die Nachfolgebörse nexxt-change.
Vom ersten Zahlenwerk bis zur Kaufpreiszahlung. Der wahrscheinlichste Erwerber führt hier ein internes Freigabeverfahren – darauf richten wir Unterlagen und Terminplan aus.
Minderheits- und Mehrheitsbeteiligungen mit Strategen, Family Offices oder Finanzinvestoren. Mit rund 170 vertretenen Banken ist die Kapitalseite erreichbar, sobald das Zahlenwerk trägt.
Übergabe an Familie, Führungskreis oder externe Erwerber. Bei Betrieben mit wenigen großen Auftraggebern klären wir vorab, wie belastbar deren Verträge sind.
Kennenlernen
Ein Gespräch unter vier Augen, ohne Datenraum und ohne Vorbereitung Ihrerseits. Die erste Weiche: Konzernbereich, Finanzinvestor oder beides.
Aufbereitung und Wertermittlung
Zahlen, Bewertungslogik und Unternehmensgeschichte kommen in eine prüfungsfeste Form. Hier fällt die Entscheidung, ob wir mit Locked Box oder mit Closing Accounts in den Markt gehen.
Ansprache und Verhandlung
Eine Longlist aus Konzerneinheiten mit Zukaufsmandat, strategischen Käufern aus dem eigenen Branchenumfeld, Beteiligungsgesellschaften und – je nach Geschäftsmodell – Erwerbern aus Japan, China oder Korea.
Prüfung, Vertrag, Vollzug
Wir führen durch die Due Diligence, verhandeln Vertrag und Kaufpreisformel und begleiten bis zur Eigentumsübertragung. Gremiensitzungen der Gegenseite tragen wir in den Terminplan ein.
Eine Dependance an der Königsallee haben wir nicht, und wir tun auch nicht so. Das Haus IGCP Capital Partners arbeitet von Wien aus; zu Präsentationen, Verhandlungsrunden und Beurkundungen reisen wir an. Gerade dort, wo die Beraterdichte am höchsten ist, bringt das einen handfesten Vorteil: keine parallelen Mandate im selben Umfeld, keine kurzen Wege für Gerüchte.
Für eine erste Hausnummer hilft der Unternehmenswert-Rechner. Den bundesweiten Nachfolgemarkt beschreibt der Leitfaden Unternehmensnachfolge Deutschland. Überregional einordnen lässt sich unser Angebot unter M&A Berater Deutschland.
Hier geht es um die Mandatsführung selbst – um denjenigen, der Ihren Prozess steuert und verhandelt. Steht die geordnete Übergabe im Vordergrund, führt Unternehmensnachfolge Düsseldorf weiter. Geht es um frisches Kapital oder einen Partner an Bord, dann Investor finden Düsseldorf.
Erzählen Sie uns von Ihrem Unternehmen in Düsseldorf oder in NRW – diskret, ohne Verpflichtung.