Branchen · Ingenieur- & Planungsbüros

    Ingenieurbüro verkaufen: Nachfolge für Planungs- und Ingenieurgesellschaften

    Ingenieur- und Planungsbüros stehen mitten in einer Konsolidierungswelle: Große Planungsgruppen und Beteiligungsgesellschaften kaufen Büros für Tragwerksplanung, TGA-Planung, Infrastruktur, Vermessung und Umwelttechnik zu — weil qualifizierte Ingenieure der eigentliche Engpass der Branche sind und Aufträge aus Energiewende, Infrastruktur und Sanierung auf zu wenige Kapazitäten treffen. Gleichzeitig erreicht eine ganze Gründergeneration das Übergabealter, oft ohne Nachfolger im eigenen Büro. Wer ein eingespieltes Team und einen soliden Auftragsbestand übergibt, findet heute mehr ernsthafte Käufer als je zuvor.

    Wer Ingenieur- und Planungsbüros kauft

    • Überregionale und internationale Planungsgruppen, die Fachdisziplinen, Regionen und vor allem Ingenieurteams zukaufen.
    • Beteiligungsgesellschaften mit Buy-and-Build-Ansatz, die aus spezialisierten Büros Multi-Disziplin-Plattformen formen.
    • Größere Büros aus Nachbardisziplinen, die ihr Leistungsspektrum erweitern — vom Statiker bis zum Generalplaner.
    • Führungskräfte aus dem eigenen Büro (MBO): In der Branche traditionell verbreitet und mit Verkäuferdarlehen gut finanzierbar.

    Was Ihr Büro wert ist

    Zur Orientierung die KMU-Marktdaten von NIMBO (Stand Juni 2026) für Dienstleistungsunternehmen: Österreich rund 5,3–6,6x EBIT je nach Größe (Deutschland 4,5–5,6x). Bei Planungsbüros entscheiden diese Treiber über das Ende der Spanne:

    • Team und Schlüsselpersonen: Das Büro wird über seine Ingenieure gekauft — Größe, Qualifikationen, Altersstruktur und Bindung des Teams sind der wichtigste Werttreiber überhaupt.
    • Inhaberabhängigkeit: Hängen Akquise, Kundenbeziehungen und Projektverantwortung am Inhaber, drückt das die Bewertung; eine zweite Führungsebene mit eigener Kundenbindung hebt sie.
    • Auftragsbestand: Reichweite und Qualität des Orderbooks — laufende Projekte, Rahmenverträge und wiederkehrende Auftraggeber (öffentliche Hand, Industrie, Wohnbauträger) tragen die Bewertung.
    • Spezialisierung: Gefragte Disziplinen wie TGA-Planung, Brandschutz, Infrastruktur oder Umwelttechnik erzielen strategische Aufschläge gegenüber austauschbarer Generalplanung.
    • Projektrisiken: Saubere Verträge, Nachtragsmanagement und Haftpflicht-Historie — unerledigte Gewährleistungs- und Haftungsthemen werden eingepreist.

    Eine seriöse Unternehmensbewertung ersetzt diese Orientierungswerte nicht — sie ergibt sich aus Zahlen, Teamstruktur und Käufersituation im Einzelfall.

    Was Käufer bei Planungsbüros prüfen

    An erster Stelle steht das Team: Qualifikationen und Befugnisse, Altersstruktur, Fluktuation, Gehaltsniveau und die Frage, wer nach dem Verkauf bleibt — Bindungskonzepte für Schlüsselingenieure sind fester Bestandteil der Verhandlung. Dazu kommen der Auftragsbestand samt Margenqualität je Projekt, die Struktur der Auftraggeber (öffentlich vs. privat, Konzentration), offene Nachträge und Gewährleistungsthemen, die Berufshaftpflicht (Deckung, Schadenhistorie, Nachhaftung) sowie die berufsrechtlichen Rahmenbedingungen: In Österreich brauchen Ziviltechniker- und Ingenieurbüro-Leistungen die entsprechende Befugnis — bei einem Verkauf ist zu klären, wer die Befugnis künftig trägt; in der Praxis wird das über befugte Geschäftsführer oder Gesellschafterstrukturen gelöst. Beim Share Deal laufen Projektverträge grundsätzlich weiter; einzelne öffentliche Auftraggeber haben Change-of-Control-Klauseln, die früh identifiziert werden sollten.

    Wie IGCP Inhaber von Ingenieurbüros begleitet

    IGCP Capital Partners begleitet seit über 20 Jahren Unternehmensverkäufe und Nachfolgen — über 100 abgeschlossene Transaktionen, 100 % unabhängig, ohne Bindung an Banken oder Beteiligungsgesellschaften.

    Während am Markt für einen Unternehmensverkauf üblicherweise 6–12 Monate veranschlagt werden, führen wir strukturierte Prozesse in der Regel in 3–6 Monaten zum Abschluss — diskret, ohne dass Mitarbeiter, Auftraggeber oder Wettbewerber vorzeitig davon erfahren.

    Häufige Fragen

    Welcher Multiple ist für mein Büro realistisch?
    Dienstleistungsunternehmen wurden zuletzt mit rund 5,3–6,6x EBIT (AT) bzw. 4,5–5,6x (DE) bewertet (Quelle: NIMBO, Juni 2026). Teamstärke, Auftragsbestand und Inhaberunabhängigkeit entscheiden über das Ende der Spanne; für gefragte Disziplinen zahlen strategische Käufer teils darüber.
    Mein Büro hängt stark an mir — ist es trotzdem verkäuflich?
    Ja, aber der Übergang wird länger geplant: üblich sind 12–24 Monate Mitwirkung des Inhabers plus Aufbau oder Stärkung einer zweiten Führungsebene. Wer damit zwei bis drei Jahre vor dem Verkauf beginnt, verbessert Preis und Käuferauswahl deutlich.
    Was passiert mit meinen Ingenieuren?
    Sie sind das zentrale Kaufmotiv — Käufer kaufen Kapazität und Know-how. Beim Share Deal laufen alle Dienstverhältnisse unverändert weiter; für Schlüsselpersonen werden Bindungspakete verhandelt, nicht Kündigungen.
    Wie wird mit der Ziviltechniker- bzw. Ingenieurbefugnis umgegangen?
    Die Befugnisfrage wird in der Dealstruktur gelöst — über befugte Geschäftsführer, Gesellschafterkonstruktionen oder die Struktur des Käufers. Das ist in der Branche Standard und in der Praxis gut lösbar, sollte aber früh geklärt werden.
    Erfahren Auftraggeber und Mitarbeiter vom Verkaufsprozess?
    Bei einem professionell geführten Prozess nicht vorzeitig. Ansprache erfolgt anonymisiert, Interessenten unterzeichnen Vertraulichkeitsvereinbarungen; das Team wird zum richtigen Zeitpunkt koordiniert informiert — nicht über Gerüchte.

    Wenn Sie den Verkauf Ihres Ingenieur- oder Planungsbüros durchdenken möchten, sprechen Sie vertraulich mit uns — eine erste Einschätzung ist unverbindlich.