Unternehmensnachfolge · Bayern

    Unternehmensnachfolge in Bayern

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    Bayern ist wirtschaftlich einer der stärksten Räume Europas: technologiegetrieben um München, industriell in Franken und Schwaben, familiengeführt geprägt in Ostbayern und im Allgäu. Für die Nachfolge bedeutet das einen ungewöhnlich breiten und aktiven Käufermarkt – national wie international. IGCP Capital Partners begleitet bayerische Familienunternehmen vertraulich und unabhängig, mit Sitz in Wien.

    Oberbayern und München: Technologie, Elektronik, industrielle Dienstleistung

    Der Großraum München ist der wichtigste Hightech-Cluster Deutschlands – von Automotive und Luft- und Raumfahrt über Elektronik, Halbleiter, Medizintechnik bis zu Softwaredienstleistungen. Familienunternehmen mit Alleinstellung in diesen Feldern erreichen im Verkaufsprozess regelmäßig strategische Käufer aus Europa, den USA und Asien.

    Für die lokale Perspektive im Detail: Unternehmensnachfolge München. Anonyme Angebote und Suchprofile finden Sie unter Inserate aus Bayern in der Nachfolgebörse Deutschland.

    Franken und Schwaben: Automotive, Elektro, Maschinenbau

    Mittelfranken um Nürnberg, Erlangen und Fürth ist geprägt durch Elektrotechnik, Medizintechnik und Automotive-Zulieferung; Unterfranken um Würzburg und Schweinfurt durch Werkzeugmaschinen, Wälzlager und Präzisionstechnik; Schwaben um Augsburg durch Mechatronik, Faserverbund und Umwelttechnik. Diese Cluster produzieren viele der bayerischen Weltmarktführer – und stellen im Nachfolgeprozess besondere Anforderungen an Käuferauswahl, IP-Schutz und Vertraulichkeit.

    Ostbayern, Niederbayern und Allgäu: familiengeführte Unternehmen in der Fläche

    In der Oberpfalz, in Niederbayern und im Allgäu prägen inhabergeführte Zulieferer, Handwerksbetriebe mit Industrieanteil, Lebensmittel- und Holzverarbeitung sowie Tourismus- und Gesundheitsbetriebe die Wirtschaft. Systematik zu den Optionen: Nachfolge ohne Familie.

    Nachrangkapital für Übernahmen: die BayBG mit Tickets von 1 bis 10 Millionen Euro

    Bürgschaften und Kredite lösen nicht jede Übernahmefinanzierung; für den Eigenkapital-Teil gibt es in Bayern die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH. Sie unterstützt nach eigenen Angaben seit 1972 mittelständische Unternehmen bei Wachstum, Nachfolge und besonderen Finanzierungssituationen und setzt auf langfristige Beteiligungen ohne Exit-Druck. Ihre Gesellschafter sind die LfA Förderbank Bayern (23,5 Prozent), UniCredit/HVB (22,5 Prozent), Sparkassen und BayernLB (22,3 Prozent), die DZ Bank (9,4 Prozent), weitere Geschäftsbanken (9,4 Prozent) und Sonstige (12,9 Prozent).

    TicketArtWofür
    bis 500.000 €stille Beteiligung (bei Gründungen unter fünf Jahren bis 250.000 €)kleine und junge Unternehmen, ausdrücklich auch die Übernahme bestehender Unternehmen
    1 bis 10 Mio. €Nachrangkapital (stille Beteiligung) und/oder Minderheitsbeteiligung, branchenunabhängig, auch in Kombination mit anderen nachrangigen Investoren, etwa einem Verkäuferdarlehen (Vendor Note)Nachfolgen: Management-Buy-in, Management-Buy-out, Owner-Buy-out sowie Übernahmen durch Private-Equity-Sponsoren und Family Offices; keine Projektfinanzierungen im Immobilien- und Infrastrukturbereich

    Bei sponsorengeführten Übernahmen bietet die BayBG eigenkapitalnahes Nachrangkapital ohne Covenants an, bis zum 1,5-Fachen des EBITDA und bis zu einer Gesamtverschuldung vom 4,5- bis 5,0-Fachen des EBITDA. Als Minderheitsgesellschafterin verlangt sie eine klare Exit-Strategie sowie marktübliche Tag-and-Drag-Rechte und Minderheitenschutzrechte.

    Quellen: BayBG, Onepager Unternehmensnachfolge (PDF, https://a.storyblok.com/f/285997904567137/x/5ad5b5db18/baybg_onepager_unternehmensnachfolge.pdf, verlinkt von https://baybg.com/de/loesungen/unternehmensnachfolge/) und Seite „Kleine und junge Unternehmen“ (https://baybg.com/de/loesungen/kleine-junge-unternehmen/), abgerufen am 29.09.2026. Angaben der BayBG; die Konditionen werden im Einzelfall vereinbart.

    Für Verkäufer heißt das: Wie viel ein Käufer zahlen kann, hängt auch davon ab, welches Nachrangkapital seine Finanzierung trägt. Ob und in welcher Höhe die BayBG oder ein Verkäuferdarlehen im Käuferkonzept stehen, gehört deshalb früh in die Bonitätsprüfung des Bieters und in die Kaufpreismechanik. Bei bayerischen Familienunternehmen läuft die Nachfolge häufig als Anteilsverkauf einer GmbH (siehe GmbH verkaufen) mit notarieller Anteilsabtretung und Besteuerung nach § 17 EStG. Eine erste Wertindikation liefert unser Unternehmenswert-Rechner. Für die inhaltliche Systematik: Unternehmensnachfolge, MBO vs. MBI und Unternehmensnachfolge Deutschland.

    52.500 Übergaben bis 2031: Wie sie sich im Freistaat verteilen und welche Landesinstrumente greifen

    Im April 2026 hat das Bayerische Wirtschaftsministerium eine neue Nachfolgestudie vorgelegt. Danach gibt es in Bayern 647.475 Unternehmen, rund 556.840 davon sind Familienunternehmen. Zwischen 2027 und 2031 wollen etwa 179.600 Inhaber übergeben. Rund 52.500 dieser Betriebe erwirtschaften dauerhaft mindestens 50.000 Euro Gewinn, sie beschäftigen zusammen etwa 668.000 Menschen. Das sind rund 16.000 Unternehmen mehr als im Zeitraum 2022 bis 2026. Setzt man die Schwelle bei 100.000 Euro Gewinn an, bleiben 33.100 Unternehmen. Das IfM Bonn rechnet mit einer anderen Methode und kommt für 2026 bis 2030 auf 34.500 Übergaben in Bayern, 51 je 1.000 Unternehmen bei einem Bundesschnitt von 52.

    Nach Regierungsbezirken entfallen 21.750 der wirtschaftlich attraktiven Übergaben auf Oberbayern. Es folgen Schwaben mit 7.200, Mittelfranken mit 6.350, Niederbayern mit 4.800, Unterfranken mit 4.750, die Oberpfalz mit 4.100 und Oberfranken mit 3.550. Das Verhältnis ist dabei überall ähnlich: In jedem Bezirk erreichen rechnerisch nur 29 bis 31 Prozent der übergabereifen Familienunternehmen die Gewinnschwelle. Die Studie nennt dafür vor allem Betriebe mit weniger als 250.000 Euro Jahresumsatz. Nach der Studie bevorzugen die Übergeber in allen Regierungsbezirken die Übergabe innerhalb der Familie.

    Politisch läuft das Thema über die Offensive „Unternehmensnachfolge.Bayern“. Getragen wird sie vom Wirtschaftsministerium, dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag und der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern. Unter dem Dach des BIHK arbeiten neun IHKs mit rund einer Million Mitgliedsfirmen, dazu kommen sechs Handwerkskammern. Die IHKs richten gemeinsam jährlich den Bayerischen Nachfolgetag aus. Nachfolger erhalten in Bayern grundsätzlich dieselben Förderkonditionen wie Gründer.

    Eine Besonderheit gibt es bei den Bürgschaften. Die Bürgschaftsbank Bayern verbürgt nur Kredite für Unternehmen aus Handel, Handwerk, Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Garten- und Landschaftsbau. Industrie- und Dienstleistungsbetrieben mit bis zu 500 Millionen Euro Jahresumsatz bleibt die Staatsbürgschaft der LfA Förderbank Bayern. Sie deckt höchstens 80 Prozent des Kredits und maximal 5 Millionen Euro ab und steht ausdrücklich auch für den Kauf eines bestehenden Betriebs offen. Wird ein Betriebsgrundstück mit übertragen, fällt in Bayern regelmäßig 3,5 Prozent Grunderwerbsteuer an.

    Transparenz: Unser Sitz ist Wien

    Wir betreuen bayerische Mandanten überregional und persönlich, ohne ein eigenes Büro in München zu unterhalten. Für die entscheidenden Termine sind wir vor Ort – bei Managementpräsentationen, Verhandlungen und Notarterminen.

    Häufige Fragen

    Was macht Bayern als Nachfolgestandort besonders?
    Bayern verbindet einen technologiestarken Ballungsraum um München mit einer außergewöhnlichen Dichte an Weltmarktführern in der Fläche – vom Allgäu über Ober- und Niederbayern, Franken bis zur Oberpfalz. Diese Kombination aus Hightech und Industrie macht bayerische Familienunternehmen für strategische Käufer und Beteiligungsgesellschaften besonders interessant.
    Welche Regionen und IHK-Bezirke sind für die Nachfolge relevant?
    Neun Industrie- und Handelskammern decken Bayern ab, darunter München und Oberbayern, Schwaben (Augsburg), Nürnberg für Mittelfranken, Regensburg für Oberpfalz/Kelheim, Würzburg-Schweinfurt für Unterfranken, Bayreuth für Oberfranken, Passau für Niederbayern und Coburg. Die Nachfolgesituation unterscheidet sich zwischen dem Großraum München (Technologie), Franken (Automotive, Elektro) und dem ostbayerischen Grenzraum (Zulieferer, Handwerk) erheblich.
    Wie wirkt sich die Nähe zur Automobilindustrie auf Nachfolgen aus?
    Bayerische Zulieferer stehen im Zentrum der Transformation zur E-Mobilität. Für Nachfolge heißt das: Bewertung und Käuferansprache müssen die Zukunftsfähigkeit des Produktportfolios sauber adressieren. Betriebe mit tragfähigem Übergang in E-Antrieb, Software oder benachbarte Industrien finden Käufer; reine ICE-Zulieferer benötigen früh eine strategische Neupositionierung.
    Wir sind Familienunternehmen in Franken – ist München der einzige Käufermarkt?
    Nein. Für Franken sind auch Baden-Württemberg (Automotive), Rhein-Main (Chemie, Industrie) und Sachsen (Elektronik, Maschinenbau) relevante Käufermärkte. Für weltweit tätige Nischenführer aus Ober- und Unterfranken ist zudem internationaler Käuferwettbewerb Standard. Der Prozess wird deshalb selten rein regional gedacht.
    Warum nennen Studien für Bayern so unterschiedliche Nachfolgezahlen?
    Die Studien zählen unterschiedlich. Das Bayerische Wirtschaftsministerium kommt für 2027 bis 2031 auf 52.500 Übergaben. Es zählt Familienunternehmen mit nachhaltig mindestens 50.000 Euro Gewinn. Das IfM Bonn nennt für 2026 bis 2030 34.500 Übergaben und legt eigene Kriterien für die Übernahmewürdigkeit an. Setzt das Ministerium die Gewinnschwelle bei 100.000 Euro an, sinkt seine Zahl auf 33.100. Alle Zahlen sind Schätzungen. Für Ihr Unternehmen zählt, ob der Ertrag für einen Käufer und dessen Finanzierung trägt.
    Gibt es in Bayern Eigenkapital für den Käufer, wenn Kredit und Bürgschaft nicht reichen?
    Ja. Die BayBG beteiligt sich bei Übernahmen nachrangig (stille Beteiligung) oder als Minderheitsgesellschafterin mit 1 bis 10 Millionen Euro; für kleinere Übernahmen nennt sie stille Beteiligungen bis 500.000 Euro. Sie begleitet unter anderem Management-Buy-outs und Management-Buy-ins (BayBG, abgerufen am 29.09.2026).

    Aktuelle Inserate und Gesuche

    Aktuell stehen zwei bayerische Softwareunternehmen zur Nachfolge in der Nachfolgebörse.

    Nachfolgeinserate aus Bayern

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