Branchen · Schadensanierung

    Sanierungsunternehmen verkaufen: Nachfolge in der Brand- und Wasserschadensanierung

    Die Schadensanierung — Brand-, Wasser- und Schimmelschäden, Leckortung, Trocknung, Wiederherstellung — ist ein ausgeprägter Buy-and-Build-Markt: Internationale Sanierungsgruppen und Beteiligungsgesellschaften kaufen regionale Betriebe zu, weil das Geschäft von Versicherungsaufträgen, schneller Verfügbarkeit und regionaler Präsenz lebt — und sich diese drei Faktoren am schnellsten über Zukäufe skalieren lassen. Für Inhaber etablierter Sanierungsbetriebe mit Versicherungsanbindung bedeutet das eine der aktivsten Käuferlandschaften im gesamten Dienstleistungssektor.

    Wer Sanierungsunternehmen kauft

    • Internationale und überregionale Sanierungsgruppen, die Regionen, Gewerke und Versicherungsbeziehungen zukaufen.
    • Beteiligungsgesellschaften mit Buy-and-Build-Ansatz, die aus regionalen Betrieben flächendeckende Anbieter formen.
    • Gebäudedienstleistungs- und Handwerksgruppen, die Sanierung als margenstarkes Zusatzgewerk aufnehmen.
    • Regionale Wettbewerber und Managementteams (MBO), oft mit Verkäuferdarlehen finanzierbar.

    Was Ihr Unternehmen wert ist

    Zur Orientierung die KMU-Marktdaten von NIMBO (Stand Juni 2026) für Dienstleistungsunternehmen: Österreich rund 5,3–6,6x EBIT je nach Größe (Deutschland 4,5–5,6x). In der Schadensanierung entscheiden diese Treiber über das Ende der Spanne:

    • Versicherungsbeziehungen: Rahmenvereinbarungen und gelebte Zuweisungsbeziehungen zu Versicherern und Schadenregulierern sind der wertvollste Vermögenswert — ihre Stabilität und Streuung werden genau geprüft.
    • Reaktionsfähigkeit: 24/7-Bereitschaft, Einsatzradius und dokumentierte Reaktionszeiten — die operative Schlagkraft ist ein direktes Kaufargument.
    • Gewerketiefe: Wer neben Trocknung und Reinigung auch Wiederherstellung (Bau-, Maler-, Bodenleger-Leistungen) aus einer Hand anbietet, hält mehr Wertschöpfung und wird höher bewertet.
    • Team: Zertifizierte Techniker, Projektleiter mit Versicherungserfahrung und geringe Fluktuation — das Personal ist neben den Versicherungsbeziehungen das eigentliche Kaufobjekt.
    • Abrechnungsqualität: Saubere, prüffeste Abrechnung gegenüber Versicherern (Dokumentation, Fotodokumentation, Nachweise) — Beanstandungsquoten sind ein Preisfaktor.

    Eine seriöse Unternehmensbewertung ersetzt diese Orientierungswerte nicht — sie ergibt sich aus Zahlen, Versicherungsanbindung und Käufersituation im Einzelfall.

    Was Käufer bei Sanierungsbetrieben prüfen

    Im Zentrum stehen die Auftragsquellen: Wie viel Umsatz kommt über Versicherer und Regulierer, wie viel über Hausverwaltungen, öffentliche Auftraggeber und Private — und wie stabil sind diese Zuweisungswege beim Eigentümerwechsel? Rahmenvereinbarungen mit Versicherern enthalten teils Change-of-Control- oder Qualitätsklauseln, die früh identifiziert werden sollten. Dazu kommen die Margen je Schadenart und Gewerk, die Auslastungssteuerung zwischen Großschadenereignissen und Normalbetrieb, der Zustand von Trocknungsgeräten und Fuhrpark, Subunternehmer-Abhängigkeiten in der Wiederherstellung sowie die Abhängigkeit vom Inhaber in den Versicherungsbeziehungen — gerade hier hängen Zuweisungen oft an persönlichem Vertrauen, das strukturiert übergeben werden muss.

    Wie IGCP Inhaber von Sanierungsunternehmen begleitet

    IGCP Capital Partners begleitet seit über 20 Jahren Unternehmensverkäufe und Nachfolgen — über 100 abgeschlossene Transaktionen, 100 % unabhängig, ohne Bindung an Banken oder Beteiligungsgesellschaften.

    Während am Markt für einen Unternehmensverkauf üblicherweise 6–12 Monate veranschlagt werden, führen wir strukturierte Prozesse in der Regel in 3–6 Monaten zum Abschluss — diskret, ohne dass Versicherungspartner, Mitarbeiter oder Wettbewerber vorzeitig davon erfahren.

    Häufige Fragen

    Welcher Multiple ist für mein Unternehmen realistisch?
    Dienstleistungsunternehmen wurden zuletzt mit rund 5,3–6,6x EBIT (AT) bzw. 4,5–5,6x (DE) bewertet (Quelle: NIMBO, Juni 2026). Versicherungsanbindung, Gewerketiefe und Teamstärke entscheiden über das Ende der Spanne; strategische Käufer in der Flächenexpansion zahlen teils darüber.
    Meine Versicherungsbeziehungen laufen über mich persönlich — ist der Betrieb trotzdem verkäuflich?
    Ja, aber die Übergabe dieser Beziehungen wird strukturiert geplant: gemeinsame Ansprechpartner-Übergaben, eine Übergangsphase des Inhabers und der Aufbau von Projektleitern mit eigenem Draht zu den Regulierern. Käufer kennen dieses Thema — entscheidend ist ein glaubwürdiger Übergabeplan.
    Mein Umsatz schwankt mit Schadenereignissen — wie bewerten Käufer das?
    Käufer normalisieren über mehrere Jahre und unterscheiden Grundlast (laufende Klein- und Mittelschäden) von Ereignisspitzen (Unwetter, Großbrände). Eine stabile Grundlast über Versicherungszuweisungen trägt die Bewertung; Spitzenjahre werden nicht fortgeschrieben.
    Was passiert mit meinen Mitarbeitern und der Bereitschaftsorganisation?
    Beides ist zentrales Kaufmotiv — zertifizierte Techniker und eine funktionierende 24/7-Organisation sind schwer aufzubauen. Beim Share Deal laufen alle Dienstverhältnisse unverändert weiter; Bindungskonzepte für Schlüsselkräfte sind Teil der Verhandlung.
    Erfahren Versicherer und Mitarbeiter vom Verkaufsprozess?
    Bei einem professionell geführten Prozess nicht vorzeitig. Ansprache erfolgt anonymisiert, Interessenten unterzeichnen Vertraulichkeitsvereinbarungen; Versicherungspartner werden — wo Rahmenvereinbarungen es erfordern — koordiniert und so spät wie möglich eingebunden.

    Wenn Sie den Verkauf Ihres Sanierungsunternehmens durchdenken möchten, sprechen Sie vertraulich mit uns — eine erste Einschätzung ist unverbindlich.