Herauslösung eines Geschäftsbereichs im Carve-out
    Leistungen · Carve-out

    Carve-out — einen Unternehmensteil herauslösen und verkaufen

    Zuletzt aktualisiert:

    • Erstgespräch kostenfrei, unverbindlich und streng vertraulich
    • Belastbare Zahlenbasis für den Bereich statt Umlageschlüssel
    • Diskrete Ansprache ohne Unruhe im Rest des Unternehmens
    • Über 100 abgeschlossene Transaktionen in über 15 Jahren

    Ein Carve-out ist kein kleiner Unternehmensverkauf. Der schwierige Teil ist nicht der Käufer, sondern die Frage, was genau verkauft wird: welche Verträge, welche Mitarbeiter, welche Maschinen, welche Software — und welche Leistungen der Bereich bisher von der Zentrale bezogen hat, ohne dass sie je einzeln bepreist wurden.

    Wer diese Abgrenzung erst in der Verhandlung vornimmt, verhandelt über einen Gegenstand, den beide Seiten unterschiedlich verstehen. Deshalb beginnt ein Carve-out mit der Rekonstruktion: Wie sähe dieser Bereich aus, wenn er ein eigenes Unternehmen wäre?

    Wann ein Carve-out sinnvoll ist

    Fokus auf das Kerngeschäft

    Bereiche, die Führungsaufmerksamkeit binden, ohne strategisch zu tragen.

    Ein Teil ohne Nachfolge

    Im Gesamtunternehmen ist die Nachfolge geregelt, in einem Bereich nicht.

    Ein Bereich, der woanders mehr wert ist

    Für einen Wettbewerber oder einen spezialisierten Käufer kann derselbe Bereich deutlich mehr wert sein, weil er dort Synergien hebt.

    Kapitalfreisetzung

    Der Erlös finanziert das Kerngeschäft — siehe Unternehmensfinanzierung.

    Die Abgrenzung: was genau verkauft wird

    Im Detail zuzuordnen sind: Kunden- und Lieferantenverträge, Mitarbeiter und deren Verträge, Maschinen und Betriebsausstattung, Vorräte, Miet- und Leasingverträge, Marken, Lizenzen, Software und Daten sowie Genehmigungen.

    Der eigentliche Knackpunkt sind gemeinsam genutzte Ressourcen — Geschäftsführung, Buchhaltung, IT, Lager, Einkauf. Sie lassen sich nicht teilen, sondern nur ersetzen oder übergangsweise weiterliefern.

    Zahlen, die ohne den Rest des Unternehmens Bestand haben

    Für den Bereich wird eine eigenständige Ergebnisrechnung aufgebaut — mit realistischen Kosten für Leistungen, die bisher die Zentrale erbracht hat, und marktüblichen Verrechnungspreisen für interne Lieferbeziehungen.

    Ein Bereich, dessen Ergebnis nur durch günstige Konzernumlagen entsteht, verliert diesen Vorteil mit dem Verkauf — das wird in der Prüfung gefunden. Mehr unter Unternehmensbewertung.

    Struktur und Übergang

    Asset Deal oder vorherige Ausgliederung

    Entweder werden die Vermögensgegenstände und Verträge direkt übertragen, oder der Bereich wird zuerst in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert und diese dann verkauft. Die zweite Variante braucht Vorlauf, macht die Transaktion aber einfacher.

    Zustimmungen

    Viele Kunden-, Miet- und Lizenzverträge lassen sich nicht ohne Zustimmung übertragen — diese Liste bestimmt den Zeitplan.

    Mitarbeiter

    Beim Betriebsübergang gehen die Arbeitsverhältnisse kraft Gesetzes über — in Deutschland nach § 613a BGB, in Österreich nach dem AVRAG. Die Zuordnung der betroffenen Personen gehört vorher geklärt.

    Übergangsleistungen

    Befristete Weiterlieferung von IT, Buchhaltung, Einkauf oder Logistik gegen Entgelt, mit Laufzeit und Ausstiegsplan.

    Zur Rollenklärung: Gesellschafts-, arbeits- und steuerrechtliche Gestaltung gehört zu Anwalt und Steuerberater; wir strukturieren die Transaktion und führen den Prozess. Keine Rechtsberatung.

    Der Verkaufsprozess

    Der Käuferkreis umfasst Wettbewerber, spezialisierte Strategen, Beteiligungsgesellschaften mit Plattformstrategie — und das Management des Bereichs selbst (siehe Management-Buy-out).

    Diskretion ist beim Carve-out besonders heikel, weil Mitarbeiter und Kunden des Bereichs weiterarbeiten sollen, während verhandelt wird. Der reguläre Prozess ist unter Unternehmen verkaufen beschrieben.

    Häufige Fragen

    Was ist ein Carve-out?
    Die Herauslösung eines Geschäftsbereichs, Standorts oder einer Tochtergesellschaft aus einem Unternehmen, um ihn eigenständig aufzustellen oder zu verkaufen.
    Wie wird ein Unternehmensteil bewertet?
    Auf Basis einer eigenständigen Ergebnisrechnung für den Bereich, bereinigt um konzerninterne Vorteile und ergänzt um die Kosten, die er künftig selbst tragen muss.
    Was passiert mit den Mitarbeitern?
    Beim Betriebsübergang gehen die dem Bereich zugeordneten Arbeitsverhältnisse kraft Gesetzes auf den Erwerber über. Welche Personen zugeordnet sind, gehört vorher geklärt.
    Was sind Übergangsleistungen?
    Leistungen wie IT, Buchhaltung oder Logistik, die der Verkäufer dem Käufer nach dem Abschluss befristet weiterliefert, damit der Bereich arbeitsfähig bleibt — mit Entgelt, Laufzeit und Ausstiegsplan.
    Wie lange dauert ein Carve-out?
    Länger als ein normaler Verkauf, weil Abgrenzung, Zahlenbasis und Zustimmungen vorbereitet werden müssen.
    Muss der Bereich vorher in eine eigene Gesellschaft?
    Nicht zwingend. Ein Asset Deal ist möglich; eine vorherige Ausgliederung vereinfacht den Verkauf, braucht aber Vorlauf und ist steuerlich zu prüfen.

    Wenn Sie einen Bereich abgeben wollen, klären wir im Erstgespräch kostenfrei, wie er abzugrenzen ist und welcher Käuferkreis dafür in Frage kommt.

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