Pflege ist eine der am stärksten konsolidierenden Branchen überhaupt: Plattformgruppen, Träger und zunehmend Family Offices kaufen ambulante Dienste und stationäre Einrichtungen — getrieben von demografischem Rückenwind und stabilen Cashflows. Gleichzeitig erreicht die Gründergeneration der 1990er-Jahre das Übergabealter; Branchenschätzungen gehen von mehreren Tausend ambulanten Pflegediensten aus, die bis 2030 vor einem Eigentümerwechsel stehen. Wer verkaufen will, findet Käufer — entscheidend ist die Vorbereitung.
Zur Orientierung: Etablierte ambulante Pflegedienste werden typischerweise mit 4,5–6,5x EBITDA bewertet (Quelle: MSI Partners, 2026); gut positionierte stationäre Einrichtungen erreichen deutlich höhere Werte — in der Spitze bis zum 12-fachen EBITDA (Quelle: Care Inside). Über das obere oder untere Ende der Spanne entscheiden:
Eine seriöse Unternehmensbewertung ersetzt diese Orientierungswerte nicht — sie ergibt sich aus Zahlen, Personalstruktur und Käufersituation im Einzelfall.
In Österreich ist die Pflege stark über Länder und Träger organisiert; der private M&A-Markt ist kleiner als in Deutschland, aber vorhanden — relevant vor allem für private Anbieter: Agenturen für 24-Stunden-Betreuung, private Heimträger und mobile Dienste mit Landesverträgen. Bei Arztpraxen gilt: Kassenstellen werden über die Verfahren von Ärztekammer und Sozialversicherung nachbesetzt — klassisches M&A greift bei Wahlarztpraxen, Gruppenpraxen (OG/GmbH) und privaten Gesundheitsdienstleistern.
An erster Stelle steht das Personal: Fachkraftquote, Fluktuation, Qualifikationen und die Frage, ob die Dienstplan-Realität zur Papierlage passt. Dazu kommen Versorgungsverträge und Zulassungen — und wie sie beim Verkauf übergehen: Beim Share Deal laufen sie in der Gesellschaft weiter, beim Asset Deal sind Übertragung oder Neubeantragung nötig, was die Dealstruktur oft vorgibt. Geprüft werden außerdem Vergütungssätze und deren Verhandlungsstand, Compliance und Abrechnungsprüfungen sowie Auslastung und Warteliste.
IGCP Capital Partners begleitet seit über 20 Jahren Unternehmensverkäufe und Nachfolgen — über 100 abgeschlossene Transaktionen, 100 % unabhängig, ohne Bindung an Banken oder Beteiligungsgesellschaften.
Während am Markt für einen Unternehmensverkauf üblicherweise 6–12 Monate veranschlagt werden, führen wir strukturierte Prozesse in der Regel in 3–6 Monaten zum Abschluss — diskret, ohne dass Mitarbeiter, Patienten oder Kostenträger vorzeitig davon erfahren.
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