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Nordrhein-Westfalen ist der bevölkerungsreichste und wirtschaftlich vielfältigste Standort Deutschlands. Zwischen Rheinschiene, Ruhrgebiet, Bergischem Land, Sauerland, Münsterland und Ostwestfalen-Lippe steht eine große Zahl inhabergeführter Unternehmen in den kommenden Jahren vor der Nachfolge. IGCP Capital Partners begleitet Eigentümerinnen und Eigentümer in NRW unabhängig und vertraulich – mit Sitz in Wien.
NRW verbindet Schwerindustrie, Chemie und Metallverarbeitung mit einer sehr breiten Unternehmenslandschaft aus Maschinenbau, Automobilzulieferern, Bau, Handel, Logistik und unternehmensnahen Dienstleistungen. In Ostwestfalen und im Sauerland sitzen weltweit tätige Nischenführer, im Rheinland ballen sich Konsumgüter, Medien und IT, im Ruhrgebiet vollziehen sich Strukturwandel und Energiewende sichtbar.
Für die Nachfolge heißt das: der Käuferkreis ist je nach Branche und Standort sehr unterschiedlich – vom regionalen Handwerks-MBI bis zum internationalen Strategen. Eine belastbare Positionierung vor Prozessstart entscheidet, wer angesprochen wird.
Die drei stärksten M&A-Standorte in NRW sind Köln, Düsseldorf und Dortmund. Wir haben für jede dieser Städte eine eigene Seite mit lokalem Fokus: Unternehmensnachfolge Köln, Unternehmensnachfolge Düsseldorf und Unternehmensnachfolge Dortmund. In Düsseldorf sind Beteiligungsgesellschaften und Corporates besonders präsent, Köln ist stark in Konsum, Handel, Medien und Versicherung, Dortmund führt den Strukturwandel im Ruhrgebiet an – heute mit Schwerpunkt IT, Logistik und industrienahe Dienstleistung.
Neben der Zählung der Familienunternehmen enthält der IHK-Nachfolgereport NRW eine Praxisumfrage vom Frühjahr bis Sommer 2024 mit 1.796 Unternehmerinnen und Unternehmern, von denen rund 73 Prozent 55 Jahre und älter sind. Gefragt nach der wahrscheinlichen Übergabevariante nannten 33 Prozent Eigentum und Leitung in der Familie und weitere 7 Prozent Eigentum in der Familie mit externer Geschäftsführung, zusammen 40 Prozent familienintern. Externe Lösungen planen 47 Prozent: 16 Prozent die Übernahme durch externe Nachfolgende, 15 Prozent durch ein externes Unternehmen, 14 Prozent durch Mitarbeitende und 2 Prozent durch einen Finanzinvestor. Zehn Prozent rechnen mit Stilllegung oder Liquidation, drei Prozent nennen Sonstiges.
| Wahrscheinliche Übergabevariante | Anteil der Befragten |
|---|---|
| Eigentum und Leitung in der Familie | 33 % |
| Eigentum in der Familie, externe Geschäftsführung | 7 % |
| Übernahme durch externe Nachfolgende | 16 % |
| Übernahme durch ein externes Unternehmen | 15 % |
| Übernahme durch Mitarbeitende | 14 % |
| Übernahme durch einen Finanzinvestor | 2 % |
| Stilllegung oder Liquidation | 10 % |
| Sonstiges | 3 % |
Von den Befragten ab 55 Jahren haben 72 Prozent eine Vorstellung, wann das Unternehmen ganz oder teilweise übergeben werden soll; 56 Prozent von ihnen wollen das innerhalb von fünf Jahren tun, 16 Prozent später. Von denjenigen, die einen Zeitpunkt im Kopf, aber noch keine konkreten Schritte unternommen haben, wissen 27 Prozent nicht, wie sie beginnen sollen, und 26 Prozent haben keine Zeit. Unter den Befragten ab 70 Jahren haben 44 Prozent noch nicht recherchiert oder geplant.
Den größten Beratungsbedarf nennen die Befragten bei der Unternehmensbewertung (46 Prozent), dem Ablauf des Nachfolgeprozesses (44 Prozent), dem Steuerrecht (39 Prozent) und der Suche nach potenziellen Kaufinteressenten (35 Prozent). Mehr als 75 Prozent binden ihre Steuerberatung in die Planung ein, 36 Prozent ziehen eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt zurate.
Quelle: IHK NRW, IHK-Nachfolgereport NRW 2024 „Die Lage spitzt sich zu“ (Stand Dezember 2024), Umfrageteil; Pressemitteilung vom 17.12.2024 (https://www.ihk-nrw.de/hauptnavigation/presse/medieninformationen-2022/pm-20241217-nachfolgereport-nrw-2024-6368560) und Report als PDF (https://www.ihk-bonn.de/fileadmin/dokumente/Downloads/Unternehmensfoerderung/Unternehmensnachfolge/IHK_NRW_NachfRep2024_online.pdf), abgerufen am 29.09.2026. Mehrfachnennungen bei den Fragen zu Gründen und Beratungsbedarf möglich.
Weil die meisten Nachfolgen bei inhabergeführten Unternehmen in Deutschland faktisch als Anteilsverkauf einer GmbH laufen – mit eigenen Regeln zu notarieller Beurkundung und Besteuerung – erklären wir diesen Weg gesondert auf GmbH verkaufen. Zur weiteren Systematik: MBO vs. MBI und Nachfolge ohne Familie.
Wie viele Übergaben in Nordrhein-Westfalen anstehen, hängt davon ab, wen man mitzählt. Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn zählt nur Unternehmen, deren Übernahme sich für einen Nachfolger wirtschaftlich lohnt. Für die Jahre 2026 bis 2030 kommt es in NRW auf rund 38.300 solcher Unternehmen, mehr als in jedem anderen Bundesland. Bezogen auf den Unternehmensbestand sind das 53 Übergaben je 1.000 Unternehmen und damit fast genau der Bundesdurchschnitt von 52. Der IHK-Nachfolgereport NRW von Dezember 2024 zählt dagegen alle eigentümergeführten Familienunternehmen. Von den 630.000 im Land haben 305.000 mit zusammen 1,8 Millionen Beschäftigten eine Inhaberin oder einen Inhaber über 55 Jahre. Bei 196.000 davon ist die Leitung 60 Jahre oder älter. Einen Jahresgewinn von über 61.000 Euro erzielen 74.000 dieser Familienunternehmen. Beide Zahlen sind richtig. Die kleinere zeigt, bei wie vielen Unternehmen sich ein Verkauf realistisch lohnt.
Auch innerhalb des Landes gibt es Unterschiede. Die IHK Nord Westfalen (Münsterland und Emscher-Lippe) rechnet in ihrem Bezirk mit 41.000 übergabereifen Betrieben mit rund 220.000 Beschäftigten. Bei knapp 26.000 davon ist die Inhaberin oder der Inhaber 60 Jahre oder älter. Für den Bezirk der IHK Aachen weist dieselbe Berechnung rund 5.200 wirtschaftlich attraktive Unternehmen mit 61.500 Arbeitsplätzen aus. Landesweit empfinden 80 Prozent der Befragten es als schwierig, eine externe Nachfolge zu finden. Acht Jahre zuvor waren es 56 Prozent.
Das Kammernetz ist dicht: 16 Industrie- und Handelskammern von Aachen bis Lippe zu Detmold und sieben Handwerkskammern. Zusammen mit der Bürgschaftsbank NRW vergeben die IHKs den Nachfolgepreis.NRW. Die Kapitalbeteiligungsgesellschaft NRW hat zwei Sonderprogramme aufgelegt. Das „Sonderprogramm Handwerk“ entstand mit den Handwerkskammern und schließt ein Jahr nach der Beteiligung einen kostenlosen Check durch die Betriebsberater der Kammer ein. Das „Sonderprogramm IHK-Unternehmen“ entstand mit den Industrie- und Handelskammern. Die stille Beteiligung der KBG kann ausdrücklich den Kaufpreis einer Übernahme und Auszahlungen an ausscheidende Gesellschafter finanzieren. Die Bürgschaftsbank NRW sichert sie mit einer Garantie von 70 Prozent ab, höchstens 1,05 Millionen Euro.
Beim Kauf eines Betriebsgrundstücks fallen in NRW seit dem 1. Januar 2015 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer an. Genauso hoch ist der Satz nur in Brandenburg, im Saarland und in Schleswig-Holstein. In Bayern sind es 3,5 Prozent. Übernehmer aus anderen Bundesländern kalkulieren diesen Unterschied oft zu spät ein.
Wir arbeiten mit Mandanten in NRW überregional und persönlich, ohne dort ein Büro zu unterhalten. Für Managementpräsentationen, Verhandlungen und Notartermine sind wir vor Ort. Das ist die ehrliche Aufstellung: ein spezialisiertes Team statt einer beliebigen Adresse in jeder Stadt.
Sprechen wir vertraulich über Ihre Nachfolge in Nordrhein-Westfalen.