Branchen · Transport & Logistik

    Spedition und Logistikunternehmen verkaufen: Nachfolge in Transport und Logistik

    Transport und Logistik konsolidieren seit Jahren: Größere Logistikgruppen kaufen Netzabdeckung und Kapazität zu, Beteiligungsgesellschaften bauen Plattformen, und der Fahrer- und Fachkräftemangel macht eingespielte Betriebe mit stabilem Personal zum gesuchten Gut. Gleichzeitig steht in vielen Speditionen die Nachfolge an. Wer einen ordentlich geführten Betrieb übergibt, verhandelt heute mit mehreren Käufergruppen gleichzeitig — wenn der Prozess professionell aufgesetzt ist.

    Wer in Transport und Logistik kauft

    • Größere Logistik- und Speditionsgruppen, die Netzabdeckung, Kapazität und Kundenverträge zukaufen.
    • Beteiligungsgesellschaften mit Plattformstrategie, die aus mehreren Mittelständlern Gruppen formen.
    • Industrie- und Handelsunternehmen, die Logistik insourcen oder absichern wollen.
    • Übernehmer von außen (MBI) mit Branchenhintergrund.

    Was Ihr Unternehmen wert ist

    Zur Orientierung: Speditionen werden aktuell mit rund 3,9–5,6x bereinigtem EBITDA bewertet, im Durchschnitt etwa 4,8x (Quelle: Exit Coach, Stand 2026). Bei Transport und Logistik kommt eine Besonderheit dazu: Die Bewertung kombiniert Ertragswert und Substanzwert — Fuhrpark und Immobilien machen oft einen erheblichen Teil des Unternehmenswerts aus.

    • Asset-light vs. Asset-heavy: Disponierende Speditionen ohne eigenen Fuhrpark erzielen tendenziell höhere Multiples (weniger Kapitalbindung); Betriebe mit eigener Flotte punkten dafür mit Substanzwert.
    • Langfristige Kundenverträge: Planbare Umsätze mit Industriekunden sind der stärkste Werttreiber.
    • Spezialisierung: Gefahrgut, Kühltransporte, Schwertransport oder Kontraktlogistik heben die Bewertung gegenüber austauschbarem Ladungsverkehr.
    • Personal: Fahrer und Disponenten sind knapp — ein stabiler Stamm ist ein eigenständiges Kaufargument.
    • Fuhrparkzustand: Alter, Wartungsstand und Finanzierungsstruktur (Eigentum/Leasing) werden genau geprüft; Investitionsstau wird eingepreist.

    Eine seriöse Unternehmensbewertung ersetzt diese Orientierungswerte nicht — sie ergibt sich aus Zahlen, Vertragsbasis und Käufersituation im Einzelfall.

    Was Käufer in Transport und Logistik prüfen

    Im Zentrum stehen die Kundenverträge (Laufzeiten, Preisgleitklauseln für Diesel und Personal, Kündigungsfristen, Klumpenrisiken), die Margenqualität je Verkehr bzw. je Kunde und der Fuhrpark samt Finanzierung. Dazu kommen Lenkzeiten- und Compliance-Themen, Subunternehmerstrukturen und deren vertragliche Absicherung sowie — wie überall — die Personenabhängigkeit: Hängen Disposition und Kundenbeziehungen am Inhaber, wird das eingepreist. Bei Betriebsimmobilien (Umschlaghalle, Werkstatt) gehört die Frage Mitverkauf oder langfristige Miete früh auf den Tisch.

    Wie IGCP Inhaber von Transport- und Logistikunternehmen begleitet

    IGCP Capital Partners begleitet seit über 20 Jahren Unternehmensverkäufe und Nachfolgen — über 100 abgeschlossene Transaktionen, 100 % unabhängig, ohne Bindung an Banken oder Beteiligungsgesellschaften.

    Während am Markt für einen Unternehmensverkauf üblicherweise 6–12 Monate veranschlagt werden, führen wir strukturierte Prozesse in der Regel in 3–6 Monaten zum Abschluss — diskret, ohne dass Kunden, Mitarbeiter oder Wettbewerber vorzeitig davon erfahren.

    Häufige Fragen

    Welcher Multiple ist für meine Spedition realistisch?
    Aktuell rund 3,9–5,6x bereinigtes EBITDA, im Schnitt etwa 4,8x (Quelle: Exit Coach, 2026). Kundenverträge, Spezialisierung und Fuhrparkzustand entscheiden, wo in der Spanne Ihr Betrieb landet.
    Wie fließt mein Fuhrpark in den Kaufpreis ein?
    Über eine kombinierte Betrachtung: Der Ertragswert bildet die Basis, der Substanzwert von Flotte und Immobilien wird dagegen gespiegelt. Geleaste Fahrzeuge und Finanzierungen werden in der Kaufpreisformel (cash and debt free) berücksichtigt.
    Mein Geschäft hängt an wenigen Großkunden — ist das ein Problem?
    Es drückt die Bewertung, verhindert den Verkauf aber nicht. Langfristige Verträge mit den Ankerkunden und ein sauberer Übergabeplan entschärfen das Klumpenrisiko in der Verhandlung.
    Was passiert mit meinen Fahrern und Disponenten?
    Sie sind regelmäßig ein zentrales Kaufmotiv — im Fahrermangel kauft der Erwerber vor allem ein funktionierendes Team. Die Übernahme der Dienstverhältnisse ist die Regel.
    Erfahren Kunden und Wettbewerber vom Verkaufsprozess?
    Bei einem professionell geführten Prozess nicht. Ansprache erfolgt anonymisiert, Interessenten unterzeichnen Vertraulichkeitsvereinbarungen, sensible Daten werden erst spät und gestuft offengelegt.

    Wenn Sie den Verkauf Ihres Transport- oder Logistikunternehmens durchdenken möchten, sprechen Sie vertraulich mit uns — eine erste Einschätzung ist unverbindlich.