Die Elektronikfertigung (EMS — Electronic Manufacturing Services) konsolidiert in ganz Europa: Größere EMS-Gruppen und Beteiligungsgesellschaften kaufen Bestücker, Baugruppen- und Gerätefertiger zu, um Kapazitäten, Kundenstämme und Technologien zu bündeln. Getrieben wird die Entwicklung vom Trend zur Fertigung in Europa, von wachsender Elektronik in praktisch jedem Produkt — und vom Engpass an Fachkräften und moderner Fertigungskapazität. Für Inhaber etablierter EMS-Betriebe mit stabilen Serienkunden bedeutet das eine aktive, strategisch motivierte Käuferlandschaft.
Als Oberkategorie für produzierende Betriebe siehe Maschinenbau & Produktion verkaufen.
Zur Orientierung die KMU-Marktdaten von NIMBO (Stand Juni 2026) für produzierende Unternehmen: Österreich rund 5,5–6,9x EBIT je nach Größe (Deutschland 4,7–5,9x). In der Elektronikfertigung entscheiden diese Treiber über das Ende der Spanne:
Eine seriöse Unternehmensbewertung ersetzt diese Orientierungswerte nicht — sie ergibt sich aus Zahlen, Kundenbasis und Käufersituation im Einzelfall.
Im Zentrum steht die Kundenbasis: Konzentration, Vertragslaufzeiten, Preisanpassungsklauseln für Material und die Frage, wie fest die Kunden technisch gebunden sind — hinterlegte Fertigungsdaten, Prüfprogramme und gemeinsame Entwicklungsarbeit schaffen Wechselbarrieren, die Käufer honorieren. Dazu kommen die Deckungsbeiträge je Kunde und Baugruppe, die Auslastung der Linien und Schichtmodelle, das Bauteil-Lager (Bewertung, Gängigkeit, kundenspezifische Bestände und deren vertragliche Absicherung), Qualitätskennzahlen (Fehlerraten, Reklamationen, Kundenaudits), die Personalstruktur — Prozessingenieure und Prüftechniker sind knapp — sowie die Abhängigkeit vom Inhaber in Vertrieb und Kundenbeziehungen. Beim Share Deal laufen Verträge grundsätzlich weiter; Rahmenverträge mit Konzernkunden enthalten teils Change-of-Control-Klauseln, die früh identifiziert werden sollten.
IGCP ist seit mehr als 20 Jahren als unabhängige Transaktionsberatung tätig und hat über 100 Verkäufe und Nachfolgen begleitet — ohne Provisionen an Banken oder Beteiligungshäuser.
Für einen Unternehmensverkauf werden am Markt üblicherweise 6–12 Monate veranschlagt; in unseren Prozessen sind 3–6 Monate der Regelfall — leise geführt, sodass Kunden, Mitarbeiter oder Wettbewerber erst dann erfahren, wenn der Zeitpunkt für Sie stimmt.
Fertigungsbetriebe sind meist Kapitalgesellschaften; was formal und steuerlich zu beachten ist, steht unter GmbH verkaufen im Detail.
Wenn Sie den Verkauf oder eine Nachfolgelösung für Ihre Elektronikfertigung ausloten möchten, sprechen wir vertraulich und unverbindlich mit Ihnen.