Eigenkapitalpartner besprechen Wachstumskapital
    Leistungen · Eigenkapitalbeschaffung

    Eigenkapitalbeschaffung — Wachstumskapital in das Unternehmen holen

    Zuletzt aktualisiert:

    • Erstgespräch kostenfrei, unverbindlich und streng vertraulich
    • Unabhängig von Banken, Fonds und Investoren
    • Zugang zu strategischen Investoren, Family Offices und Beteiligungsgesellschaften
    • Über 100 abgeschlossene Transaktionen in über 15 Jahren

    Eigenkapital aufzunehmen ist etwas anderes, als Anteile zu verkaufen. Bei einer Kapitalerhöhung fließt das Geld in das Unternehmen; beim Anteilsverkauf fließt es an den Gesellschafter. Die Struktur, die Bewertung und die Erwartungshaltung des Kapitalgebers unterscheiden sich in beiden Fällen erheblich.

    Wer Wachstumskapital sucht, verkauft deshalb nicht sein Lebenswerk, sondern gibt einen Teil der künftigen Wertsteigerung ab — gegen Mittel, die Fremdkapital in dieser Höhe oder zu diesem Risiko nicht darstellen kann.

    Wann Eigenkapital die richtige Antwort ist

    Eigenkapital ist nicht die günstigere Alternative zum Kredit. Es ist in drei Situationen die richtige Antwort.

    Wachstum, das Fremdkapital nicht trägt

    Übersteigt der Bedarf die Verschuldungskapazität, die sich aus Ergebnis und freiem Cashflow ableitet, verschiebt weiteres Fremdkapital das Problem nur.

    Vorhaben mit hoher Unsicherheit

    Entwicklungsarbeit, neue Märkte, ein neues Geschäftsmodell: Risiko, das eine Bank nicht finanziert, weil es dafür keinen Tilgungsplan gibt.

    Bilanzstruktur

    Eine dünne Eigenkapitalquote begrenzt jede weitere Fremdfinanzierung. Frisches Eigenkapital hebt den Rahmen, den die Bank überhaupt erst zeichnen kann.

    Die Formen im Überblick

    Zwischen stiller Beteiligung und echter Gesellschafterstellung liegt eine Reihe von Formen, die sich in den Folgen erheblich unterscheiden.

    Minderheitsbeteiligung

    Echte Gesellschafterstellung mit Stimm- und Informationsrechten, meist begleitet von einem Beirat.

    Stille Beteiligung

    Kapital ohne Gesellschafterstellung, vergütet über einen festen und einen erfolgsabhängigen Anteil und nach außen nicht sichtbar. Siehe stillen Gesellschafter aufnehmen.

    Genussrechte und Mezzanine

    Eine Zwischenform: eigenkapitalähnlich in der Bilanzwirkung, fremdkapitalähnlich in der Vergütung. Siehe Genussrechte und Mezzanine-Kapital.

    Wachstumskapital

    Eigenkapital für einen definierten Wachstumsschritt in einem etablierten Unternehmen. Siehe Wachstumskapital.

    Wer Eigenkapital gibt

    Der Typ des Kapitalgebers bestimmt die Spielregeln stärker als die Höhe des Betrags.

    Family Offices und Privatinvestoren

    Langer Horizont, unternehmerisch im Zugang, oft ohne festen Exit-Zeitpunkt.

    Beteiligungsgesellschaften

    Professionell, mit Renditeerwartung und definiertem Ausstiegshorizont, in der Regel mit Berichtspflichten und einem Beiratsmandat.

    Strategische Investoren

    Branchenkenntnis und Marktzugang, dafür Nähe zum eigenen Geschäft — eine Minderheitsbeteiligung des Wettbewerbers ist nie nur Kapital.

    Ein Kapitalgeber, der nicht zur Eigentümerkultur passt, kostet später mehr, als er an Bewertung gebracht hat.

    Bewertung, Verwässerung und Spielregeln

    Der Anteil ergibt sich aus Kapitalbedarf und Bewertung vor der Erhöhung. Eine höhere Bewertung ist dabei nicht automatisch das bessere Ergebnis, wenn sie mit Vorzugsrechten erkauft wird, die im späteren Verkauf wirken.

    Die Gesellschaftervereinbarung muss die Punkte regeln, auf die es in den nächsten Jahren ankommt: Informations- und Zustimmungsrechte, die Besetzung des Beirats, Mitverkaufsrechte und -pflichten, Vorkaufsrechte, Regelungen für weitere Finanzierungsrunden und Ausstiegsszenarien.

    Zur Bewertungsgrundlage siehe Unternehmensbewertung.

    Abgrenzung: Kapitalerhöhung, Anteilsverkauf, Investorensuche

    Drei Fälle werden regelmäßig verwechselt.

    Eigenkapitalbeschaffung ist die Kapitalerhöhung: Die Mittel fließen in die Gesellschaft und stehen für ihre Vorhaben zur Verfügung.

    Anteilsverkauf heißt, ein Gesellschafter veräußert bestehende Anteile; die Mittel fließen an ihn. Siehe Beteiligung verkaufen.

    Investorensuche ist der Prozess, in dem ein passender Kapitalgeber gefunden und ausgewählt wird. Siehe Investor finden.

    Reicht Fremdkapital, ist es fast immer der günstigere Weg — siehe Unternehmensfinanzierung.

    Häufige Fragen

    Wie viel Anteil muss ich abgeben?
    Der Anteil ergibt sich rechnerisch aus Kapitalbedarf und Bewertung vor der Erhöhung. Entscheidend ist aber nicht der Prozentsatz allein, sondern welche Rechte daran hängen.
    Verliere ich die Kontrolle über mein Unternehmen?
    Bei einer Minderheitsbeteiligung bleibt die Mehrheit bei Ihnen. Kontrolle geht in der Praxis ohnehin nicht über Prozente verloren, sondern über Zustimmungskataloge in der Gesellschaftervereinbarung.
    Was ist der Unterschied zwischen stiller Beteiligung und Minderheitsbeteiligung?
    Die stille Beteiligung ist Kapital ohne Gesellschafterstellung und ohne Stimmrecht und nach außen nicht sichtbar. Die Minderheitsbeteiligung macht den Kapitalgeber zum echten Gesellschafter mit Rechten und Pflichten.
    Muss ich einen Exit versprechen?
    Beteiligungsgesellschaften arbeiten mit einem definierten Ausstiegshorizont, Family Offices und Privatinvestoren oft nicht. Das gehört zu den ersten Fragen bei der Auswahl des Kapitalgebers.
    Wie lange dauert eine Eigenkapitalrunde?
    In der Regel mehrere Monate: Aufbereitung, Ansprache, Prüfung durch den Investor, Verhandlung der Verträge.
    Können Eigenkapital und Fremdkapital kombiniert werden?
    Ja, das ist der Regelfall. Frisches Eigenkapital erweitert den Rahmen, den eine Bank zusätzlich finanzieren kann.

    Wenn Sie Kapital für Wachstum brauchen, klären wir im Erstgespräch kostenfrei, welche Beteiligungsform passt und welche Kapitalgeber dafür in Frage kommen.

    Anfrage senden