M&A Beratung · Berlin

    M&A Berater Berlin – Unternehmensverkauf in der Hauptstadtregion mit Zugang zur Tech- und Wachstumsinvestoren-Landschaft

    IGCP Capital Partners begleitet Unternehmer und Gründer in Berlin beim Verkauf, bei der Nachfolge und bei der Suche nach Investoren – überregional tätig, mit Sitz in Wien. Wir arbeiten diskret, mit klarem Prozess und ohne Berater-Jargon. Ein Erstgespräch ist vertraulich und unverbindlich.

    Berlin als M&A-Standort: Was das für Verkäufer bedeutet

    Berlin ist Deutschlands führender Standort für Startups, Software und digitale Geschäftsmodelle. Nirgendwo sonst im Land ist die Dichte an skalierenden Tech-Unternehmen und an spezialisierten Wachstumsinvestoren so hoch – vom Frühphasen-VC bis zu internationalen Growth-Fonds und Buy-and-Build-Plattformen.

    Für Verkäufer bedeutet das: Der typische Berliner Deal ist eher ein Tech- oder Digital-Exit als eine klassische Industrienachfolge. Käufer sind häufig strategische Konsolidierer aus dem SaaS-, E-Commerce- oder Plattformbereich, internationale Konzerne mit Interesse an deutschem Digitaltalent oder Private-Equity-Häuser, die um eine Berliner Plattform herum eine Buy-and-Build-Strategie fahren.

    Gleichzeitig gibt es in Berlin und Brandenburg einen unterschätzten Bestand inhabergeführter Unternehmen, für den klassische Nachfolgeregelungen sinnvoll sind. In beiden Fällen entscheidet die Prozessführung – nicht die erste Ansprache – über das Ergebnis.

    Steuerliche Rahmenbedingungen am Standort Berlin

    Berlin erhebt einen Gewerbesteuer-Hebesatz von 410 Prozent. Das ist im Vergleich der großen deutschen Wirtschaftszentren ein moderater Wert und seit 1999 unverändert. Bei einer Steuermesszahl von 3,5 Prozent ergibt sich daraus eine effektive Gewerbesteuerbelastung von 14,35 Prozent. Für die Strukturierung eines Unternehmensverkaufs ist dieser Satz kein Nebenschauplatz, sondern eine der wenigen Stellschrauben, die den Nettoerlös zweistellig beeinflussen können.

    Entscheidend ist die Frage Share Deal oder Asset Deal. Verkauft eine natürliche Person Anteile an ihrer GmbH aus dem Privatvermögen (siehe GmbH verkaufen), greift bei einer Beteiligung ab einem Prozent das Teileinkünfteverfahren nach § 17 EStG – 60 Prozent des Gewinns sind einkommensteuerpflichtig, Gewerbesteuer fällt nicht an. Hält dagegen eine Holding-Kapitalgesellschaft die Anteile, sind nach § 8b KStG 95 Prozent des Veräußerungsgewinns steuerfrei; nur die verbleibenden fünf Prozent gelten als nicht abziehbare Betriebsausgabe und unterliegen Körperschaft- und Gewerbesteuer. Beim Asset Deal dagegen – wenn die GmbH ihr Betriebsvermögen verkauft statt der Gesellschafter seine Anteile – ist der gesamte Veräußerungsgewinn auf Ebene der Gesellschaft körperschaft- und gewerbesteuerpflichtig. Genau hier schlägt der Berliner Hebesatz voll durch.

    Die zweite Größe ist die Grunderwerbsteuer. Berlin liegt mit 6,0 Prozent im oberen Drittel der Bundesländer. Relevant wird das, sobald zum Unternehmen Grundbesitz gehört: Seit der Reform zum 1. Juli 2021 löst bereits der Übergang von 90 Prozent der Anteile innerhalb von zehn Jahren Grunderwerbsteuer aus. Bei einer Betriebsimmobilie mit drei Millionen Euro Grundbesitzwert sind das 180.000 Euro, die im Kaufpreis oder in der Struktur abgebildet werden müssen. Wer das erst in der Due Diligence entdeckt, verhandelt aus der schwächeren Position.

    Wer in Berlin kauft – und was das für den Prozess bedeutet

    Die Berliner Käuferlandschaft unterscheidet sich strukturell von der in München oder Stuttgart. Dominierend sind vier Gruppen: internationale Software- und Plattformkonzerne, die über einen Zukauf Zugang zu deutschem Entwicklungstalent und zum europäischen Markt suchen; Buy-and-Build-Plattformen von Private-Equity-Häusern, die um ein Berliner Kernunternehmen herum konsolidieren; Wachstumsinvestoren, die Minderheiten mit Exit-Perspektive zeichnen statt vollständig zu übernehmen; und ein oft übersehener Bestand inhabergeführter Unternehmen in Berlin und Brandenburg, für den klassische Nachfolge das Thema ist.

    Für die Prozessführung heißt das zweierlei. Erstens sind Bewertungsmaßstäbe im Berliner Tech-Umfeld häufig umsatz- statt ertragsbasiert – ARR-Multiples bei wiederkehrenden Erlösen statt EBITDA-Multiples. Das erfordert eine andere Aufbereitung der Zahlen: Kohortenanalysen, Net Revenue Retention, Churn und Customer Acquisition Cost werden zu bewertungsrelevanten Größen. Zweitens erwarten internationale Käufer einen englischsprachigen Datenraum und eine Dokumentation, die einer angelsächsischen Due Diligence standhält. Beides lässt sich vorbereiten – aber nicht erst, wenn der erste Interessent anklopft.

    Die Industrie- und Handelskammer zu Berlin ist erste Anlaufstelle für die formale Seite einer Nachfolge und vermittelt über die bundesweite Nachfolgebörse nexxt-change auch Kontakte. Für einen strukturierten Verkaufsprozess mit mehreren konkurrierenden Bietern ersetzt das keine Mandatsführung, ist aber ein sinnvoller erster Schritt für Unternehmer, die noch am Anfang der Überlegungen stehen.

    Wobei wir Sie unterstützen

    Unternehmen verkaufen

    Strukturierter Verkaufsprozess von der Vorbereitung bis zum Closing. In Berlin heißt das regelmäßig eine Käuferansprache über den DACH-Raum hinaus, weil internationale Strategen und beteiligungsnahe Erwerber hier überdurchschnittlich aktiv sind.

    Investor finden

    Berlin ist der Standort mit der höchsten Dichte an Wachstums- und Beteiligungskapital in Deutschland. Wir strukturieren Minderheitsbeteiligungen und Wachstumsfinanzierungen – von Growth-Fonds über Family Offices bis zu strategischen Minderheitsinvestoren mit späterer Übernahmeperspektive. Beteiligungshöhe, Mitspracherechte und Exit-Klauseln gehören vor die erste Ansprache, nicht ins Term Sheet.

    Unternehmensnachfolge

    Berlin hat einen jüngeren Unternehmensbestand als der Westen Deutschlands – daneben aber zahlreiche Betriebe aus den Neunzigerjahren, deren Gründer jetzt übergeben. Wir begleiten beide Ausgangslagen: familieninterne Übergabe, MBO und MBI ebenso wie den Verkauf an externe Erwerber.

    So läuft die Zusammenarbeit ab

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      Erstgespräch

      Vertraulich, unverbindlich, ohne vorbereitete Unterlagen. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob Ihr Unternehmen im aktuellen Berliner Käuferumfeld verkäuflich ist – und in welcher Größenordnung.

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      Vorbereitung & Bewertung

      Zahlenwerk, Bewertungslogik und Equity Story. Bei Berliner Technologie- und Dienstleistungsmodellen gehören Kohortendaten, Kundenbindung und Akquisitionskosten in die Unterlagen, nicht nur die betriebswirtschaftliche Auswertung.

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      Käufersuche & Verhandlung

      Longlist aus strategischen Käufern, Beteiligungsgesellschaften und internationalen Erwerbern. In Berlin führen wir Prozesse regelmäßig zweisprachig, weil ein relevanter Teil der Käuferseite nicht deutschsprachig ist.

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      Abschluss & Übergabe

      Begleitung durch Due Diligence, Kaufvertragsverhandlung, Signing und Closing. Für Verhandlungen und Notartermine sind wir in Berlin persönlich vor Ort.

    Transparenz: Unser Sitz ist Wien

    Wir unterhalten kein Büro in Berlin und halten es für redlicher, das offen zu sagen, statt eine Repräsentanz zu behaupten. IGCP Capital Partners sitzt in Wien. Für Managementpräsentationen, Verhandlungsrunden und Notartermine reisen wir an – bei einer Flugverbindung von rund anderthalb Stunden ist das eine Frage der Terminplanung, nicht der Machbarkeit.

    Was zählt, ist die Kenntnis des Käufermarktes und die Fähigkeit, einen Prozess zu führen – nicht eine Adresse im Briefkopf. Weiterführend: Unternehmenswert-Rechner. Den deutschen Nachfolgemarkt insgesamt haben wir in unserem Leitfaden Unternehmensnachfolge Deutschland eingeordnet. Einen bundesweiten Überblick finden Sie unter M&A Berater Deutschland.

    Die richtige Seite für Ihr Anliegen

    Diese Seite ist für die Suche nach dem M&A-Berater – dem Partner, der Ihren Verkaufs-, Nachfolge- oder Investorenprozess führt. Wenn Sie konkret die geordnete Übergabe planen: Unternehmensnachfolge Berlin. Wenn Sie Kapital oder einen Beteiligungspartner suchen: Investor finden Berlin.

    Weitere Standorte in Deutschland

    Häufige Fragen

    Muss mein M&A-Berater ein Büro in Berlin haben?
    Nein. Entscheidend ist, dass Ihr Berater die Berliner Tech- und Investorenlandschaft kennt und persönlich vor Ort ist, wenn es zählt – bei Managementpräsentationen, Verhandlungen und Notarterminen. Unser Sitz ist Wien, und wir begleiten Berliner Mandate überregional aus dem DACH-Raum.
    Was macht Berlin aus M&A-Sicht besonders?
    Berlin ist der führende Startup-, Tech- und Digital-Standort Deutschlands. Der Markt ist stark VC-getrieben: viele skalierende Software-, SaaS- und Plattformunternehmen mit Gründer-Exits, dazu eine dichte Community aus Wachstumsinvestoren und internationalen Käufern. Klassische Industrie spielt hier eine kleinere Rolle als Tech-M&A und Buy-and-Build-Konsolidierungen.
    Wie lange dauert ein Unternehmensverkauf in Berlin?
    Am Markt sind 6–12 Monate üblich. Unser strukturierter Prozess ist auf 3–6 Monate ausgelegt. Bei Tech- und Software-Assets in Berlin kann eine wettbewerbliche Situation die Bewertung deutlich beeinflussen – Voraussetzung sind saubere Zahlen und ein belastbarer Datenraum.
    Wie hoch ist die Gewerbesteuer beim Unternehmensverkauf in Berlin?
    Der Berliner Hebesatz beträgt 410 Prozent, was bei der Steuermesszahl von 3,5 Prozent einer effektiven Belastung von 14,35 Prozent entspricht. Ob dieser Satz überhaupt greift, hängt von der Struktur ab: Beim Verkauf von GmbH-Anteilen aus dem Privatvermögen fällt keine Gewerbesteuer an, beim Asset Deal auf Ebene der Gesellschaft dagegen in voller Höhe. Das ist einer der Gründe, warum die Strukturentscheidung vor der Käuferansprache getroffen werden sollte und nicht danach.
    Löst der Verkauf meiner Berliner GmbH Grunderwerbsteuer aus?
    Nur wenn zum Gesellschaftsvermögen Grundbesitz gehört. Dann gilt seit dem 1. Juli 2021: Gehen innerhalb von zehn Jahren mindestens 90 Prozent der Anteile auf neue Gesellschafter über, fällt Grunderwerbsteuer an – in Berlin 6,0 Prozent des Grundbesitzwerts. Bei drei Millionen Euro Immobilienwert sind das 180.000 Euro. Diese Position gehört vor der Vermarktung geklärt, nicht in der Due Diligence.
    Werden Berliner Tech-Unternehmen anders bewertet als klassische Familienunternehmen?
    In der Regel ja. Bei wiederkehrenden Softwareerlösen arbeiten Käufer häufig mit ARR-Multiples statt mit EBITDA-Multiples, weil bewusst in Wachstum investierte Unternehmen kurzfristig wenig oder keinen Gewinn ausweisen. Bewertungsrelevant werden dann Net Revenue Retention, Churn, Kohortenverläufe und die Qualität der Umsatzbasis. Für profitable, nicht skalierende Geschäftsmodelle bleibt es beim Ertragswert – auch in Berlin.

    Sprechen wir über Ihr Unternehmen in Berlin – vertraulich und unverbindlich.

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