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Die Berliner Wirtschaft ist 2025 preisbereinigt um 1,1 Prozent gewachsen, die gesamtdeutsche um 0,2 Prozent; nur zwei Länder legten stärker zu. In jeweiligen Preisen erreichte das Bruttoinlandsprodukt der Stadt 218,3 Milliarden Euro. Den größten Beitrag lieferte die Informations- und Kommunikationsbranche mit einem Plus der Wertschöpfung von 2,7 Prozent, während Finanz- und Versicherungsdienstleister um 2,1 Prozent zurückgingen. Wer ein Software-, Daten- oder Digitalunternehmen verkauft, verkauft damit in einen Teil der Berliner Wirtschaft, der zuletzt gewachsen ist; bei Finanzdienstleistern ist das Umfeld enger. Von Wien aus begleitet IGCP Capital Partners Berliner Inhaber und Gründer, die verkaufen, übergeben oder Kapital aufnehmen wollen. Ein erstes Gespräch bleibt vertraulich, eine Verpflichtung entsteht daraus nicht.
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 45 vom 30.03.2026 „Wirtschaftsleistung wächst weiter“ (erste Berechnungen), abgerufen am 28.09.2026.
Berlin ist Deutschlands führender Standort für Startups, Software und digitale Geschäftsmodelle. Nirgendwo sonst im Land ist die Dichte an skalierenden Tech-Unternehmen und an spezialisierten Wachstumsinvestoren so hoch – vom Frühphasen-VC bis zu internationalen Growth-Fonds und Buy-and-Build-Plattformen.
Für Verkäufer bedeutet das: Der typische Berliner Deal ist eher ein Tech- oder Digital-Exit als eine klassische Industrienachfolge. Käufer sind häufig strategische Konsolidierer aus dem SaaS-, E-Commerce- oder Plattformbereich, internationale Konzerne mit Interesse an deutschem Digitaltalent oder Private-Equity-Häuser, die um eine Berliner Plattform herum eine Buy-and-Build-Strategie fahren.
Gleichzeitig gibt es in Berlin und Brandenburg einen unterschätzten Bestand inhabergeführter Unternehmen, für den klassische Nachfolgeregelungen sinnvoll sind. In beiden Fällen entscheidet die Prozessführung – nicht die erste Ansprache – über das Ergebnis.
Berlin erhebt einen Gewerbesteuer-Hebesatz von 410 Prozent. Das ist im Vergleich der großen deutschen Wirtschaftszentren ein moderater Wert und seit 1999 unverändert. Bei einer Steuermesszahl von 3,5 Prozent ergibt sich daraus eine effektive Gewerbesteuerbelastung von 14,35 Prozent. Für die Strukturierung eines Unternehmensverkaufs ist dieser Satz kein Nebenschauplatz, sondern eine der wenigen Stellschrauben, die den Nettoerlös zweistellig beeinflussen können.
Quelle Hebesatz Berlin: Senatsverwaltung für Finanzen Berlin, FAQ Gewerbesteuer („Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt seit 1999 unverändert 410 %“), und IHK Berlin, „Gewerbesteuer und Grundsteuer“ („seit dem 01. Januar 1999 410 %“), beide abgerufen am 24.09.2026.
Entscheidend ist die Frage Share Deal oder Asset Deal. Verkauft eine natürliche Person Anteile an ihrer GmbH aus dem Privatvermögen (siehe GmbH verkaufen), greift bei einer Beteiligung ab einem Prozent das Teileinkünfteverfahren nach § 17 EStG – 60 Prozent des Gewinns sind einkommensteuerpflichtig, Gewerbesteuer fällt nicht an. Hält dagegen eine Holding-Kapitalgesellschaft die Anteile, sind nach § 8b KStG 95 Prozent des Veräußerungsgewinns steuerfrei; nur die verbleibenden fünf Prozent gelten als nicht abziehbare Betriebsausgabe und unterliegen Körperschaft- und Gewerbesteuer. Beim Asset Deal dagegen – wenn die GmbH ihr Betriebsvermögen verkauft statt der Gesellschafter seine Anteile – ist der gesamte Veräußerungsgewinn auf Ebene der Gesellschaft körperschaft- und gewerbesteuerpflichtig. Genau hier schlägt der Berliner Hebesatz voll durch.
Die zweite Größe ist die Grunderwerbsteuer. Berlin erhebt 6,0 Prozent – gleichauf mit Hessen und Mecklenburg-Vorpommern, hinter den vier Ländern mit 6,5 Prozent. Für Grundstücke in Brandenburg gelten 6,5 Prozent. Relevant wird das, sobald zum Unternehmen Grundbesitz gehört: Seit der Reform zum 1. Juli 2021 löst bereits der Übergang von 90 Prozent der Anteile innerhalb von zehn Jahren Grunderwerbsteuer aus. Bei einer Betriebsimmobilie mit drei Millionen Euro Grundbesitzwert sind das 180.000 Euro, die im Kaufpreis oder in der Struktur abgebildet werden müssen. Wer das erst in der Due Diligence entdeckt, verhandelt aus der schwächeren Position.
Die Berliner Käuferlandschaft unterscheidet sich strukturell von der in München oder Stuttgart. Dominierend sind vier Gruppen: internationale Software- und Plattformkonzerne, die über einen Zukauf Zugang zu deutschem Entwicklungstalent und zum europäischen Markt suchen; Buy-and-Build-Plattformen von Private-Equity-Häusern, die um ein Berliner Kernunternehmen herum konsolidieren; Wachstumsinvestoren, die Minderheiten mit Exit-Perspektive zeichnen statt vollständig zu übernehmen; und ein oft übersehener Bestand inhabergeführter Unternehmen in Berlin und Brandenburg, für den klassische Nachfolge das Thema ist.
Für die Prozessführung heißt das zweierlei. Erstens sind Bewertungsmaßstäbe im Berliner Tech-Umfeld häufig umsatz- statt ertragsbasiert – ARR-Multiples bei wiederkehrenden Erlösen statt EBITDA-Multiples. Das erfordert eine andere Aufbereitung der Zahlen: Kohortenanalysen, Net Revenue Retention, Churn und Customer Acquisition Cost werden zu bewertungsrelevanten Größen. Zweitens erwarten internationale Käufer einen englischsprachigen Datenraum und eine Dokumentation, die einer angelsächsischen Due Diligence standhält. Beides lässt sich vorbereiten – aber nicht erst, wenn der erste Interessent anklopft.
Die Industrie- und Handelskammer zu Berlin ist erste Anlaufstelle für die formale Seite einer Nachfolge und vermittelt über die bundesweite Nachfolgebörse nexxt-change auch Kontakte. Für einen strukturierten Verkaufsprozess mit mehreren konkurrierenden Bietern ersetzt das keine Mandatsführung, ist aber ein sinnvoller erster Schritt für Unternehmer, die noch am Anfang der Überlegungen stehen.
Strukturierter Verkaufsprozess von der Vorbereitung bis zum Closing. In Berlin heißt das regelmäßig eine Käuferansprache über den DACH-Raum hinaus, weil internationale Strategen und beteiligungsnahe Erwerber hier überdurchschnittlich aktiv sind.
Berlin ist der Standort mit den meisten Startup-Finanzierungsrunden Deutschlands (2025: 218); beim Volumen lag 2025 Bayern vorn (EY Startup-Barometer). Wir strukturieren Minderheitsbeteiligungen und Wachstumsfinanzierungen – von Growth-Fonds über Family Offices bis zu strategischen Minderheitsinvestoren mit späterer Übernahmeperspektive. Beteiligungshöhe, Mitspracherechte und Exit-Klauseln gehören vor die erste Ansprache, nicht ins Term Sheet.
Berlin hat einen jüngeren Unternehmensbestand als der Westen Deutschlands – daneben aber zahlreiche Betriebe aus den Neunzigerjahren, deren Gründer jetzt übergeben. Wir begleiten beide Ausgangslagen: familieninterne Übergabe, MBO und MBI ebenso wie den Verkauf an externe Erwerber.
Erstgespräch
Vertraulich, unverbindlich, ohne vorbereitete Unterlagen. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob Ihr Unternehmen im aktuellen Berliner Käuferumfeld verkäuflich ist – und in welcher Größenordnung.
Vorbereitung & Bewertung
Zahlenwerk, Bewertungslogik und Equity Story. Bei Berliner Technologie- und Dienstleistungsmodellen gehören Kohortendaten, Kundenbindung und Akquisitionskosten in die Unterlagen, nicht nur die betriebswirtschaftliche Auswertung.
Käufersuche & Verhandlung
Longlist aus strategischen Käufern, Beteiligungsgesellschaften und internationalen Erwerbern. In Berlin führen wir Prozesse regelmäßig zweisprachig, weil ein relevanter Teil der Käuferseite nicht deutschsprachig ist.
Abschluss & Übergabe
Begleitung durch Due Diligence, Kaufvertragsverhandlung, Signing und Closing. Für Verhandlungen und Notartermine sind wir in Berlin persönlich vor Ort.
Die Berliner Wirtschaft ist deutlich stärker auf Dienstleistungen ausgerichtet als die meisten anderen deutschen Wirtschaftszentren. Von den 1.682.946 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort Berlin (30. Juni 2025) arbeiteten 87,5 Prozent in Dienstleistungsbereichen. Das Verarbeitende Gewerbe kam auf 107.205 Beschäftigte oder 6,4 Prozent und liegt damit sogar unter dem Abschnitt Information und Kommunikation mit 142.956 Beschäftigten. Der größte einzelne Bereich ist das Gesundheits- und Sozialwesen mit 262.673 Beschäftigten. Außerdem ist die Beschäftigung 2025 zum ersten Mal seit mindestens 2014 leicht gesunken (minus 0,2 Prozent), während sie bundesweit noch um 0,1 Prozent wuchs.
Für einen Verkauf ist vor allem die Größenstruktur wichtig. Das statistische Unternehmensregister weist für Berlin 188.834 rechtliche Einheiten aus (Berichtsjahr 2024). Davon erzielten 9.960 zwischen 2 und 10 Millionen Euro Umsatz und 2.613 zwischen 10 und 50 Millionen Euro. In der Informations- und Kommunikationsbranche liegen 1.474 Unternehmen in dieser Spanne von 2 bis 50 Millionen Euro, im Verarbeitenden Gewerbe nur 699. Das heißt: Wer in Berlin ein IT- oder Dienstleistungsunternehmen verkauft, steht im Vergleich mit vielen ähnlichen Unternehmen. Käufer können hier gut vergleichen, deshalb muss das eigene Unternehmen deutlich zeigen, was es von den anderen unterscheidet. Ein produzierendes Unternehmen hat dagegen weniger direkte Konkurrenz um die Aufmerksamkeit der Käufer.
Die Industrie ist klein, aber stark international ausgerichtet. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft beschäftigten 755 Industriebetriebe mit mindestens 20 Beschäftigten im Jahr 2024 rund 107.700 Menschen und setzten 36,3 Milliarden Euro um. 49,1 Prozent davon wurden im Ausland erzielt. Den höchsten Umsatz hat die Pharmaindustrie mit rund 6,3 Milliarden Euro, das sind etwa 11 Prozent des bundesweiten Pharmaumsatzes. Geprägt wird sie von Bayer, B. Braun, Bausch + Lomb und Berlin-Chemie sowie von kleineren Herstellern wie Klosterfrau und Dr. KADE. Siemens betreibt in Berlin einen seiner größten Produktionsstandorte weltweit. Der Industrieumsatz konzentriert sich auf die Bezirke Mitte (14,3 Milliarden Euro), Spandau (5,3 Milliarden Euro) und Reinickendorf (3,3 Milliarden Euro). Für Zulieferer, Lohnhersteller und technische Dienstleister im Umfeld dieser Unternehmen kommen als Käufer oft Unternehmen aus derselben Lieferkette infrage, die meist international tätig sind.
Für alle Handelsregistervorgänge in Berlin ist das Registergericht beim Amtsgericht Charlottenburg zuständig (Handelsregister: Hardenbergstraße 31). Das Gericht veröffentlicht laufend, bis zu welchem Eingangsdatum es Anmeldungen bearbeitet – ein Wert, den Sie für den Zeitplan bis zum Closing im Blick behalten sollten. Das Amtsgericht Charlottenburg ist außerdem das zentrale Insolvenzgericht für Berlin. Wenn Sie ein Unternehmen aus einer Insolvenz kaufen möchten, ist dieses Gericht deshalb Ihr Ansprechpartner.
Wir unterhalten kein Büro in Berlin und halten es für redlicher, das offen zu sagen, statt eine Repräsentanz zu behaupten. IGCP Capital Partners sitzt in Wien. Für Managementpräsentationen, Verhandlungsrunden und Notartermine reisen wir an – bei einer Flugverbindung von rund anderthalb Stunden ist das eine Frage der Terminplanung, nicht der Machbarkeit.
Was zählt, ist die Kenntnis des Käufermarktes und die Fähigkeit, einen Prozess zu führen – nicht eine Adresse im Briefkopf. Weiterführend: Unternehmenswert-Rechner. Den deutschen Nachfolgemarkt insgesamt haben wir in unserem Leitfaden Unternehmensnachfolge Deutschland eingeordnet. Einen bundesweiten Überblick finden Sie unter M&A Berater Deutschland.
Diese Seite ist für die Suche nach dem M&A-Berater – dem Partner, der Ihren Verkaufs-, Nachfolge- oder Investorenprozess führt. Wenn Sie konkret die geordnete Übergabe planen: Unternehmensnachfolge Berlin. Wenn Sie Kapital oder einen Beteiligungspartner suchen: Investor finden Berlin.
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