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    Tierarztpraxis und Tierklinik verkaufen: Nachfolge in der Tiermedizin

    Die Tiermedizin gehört europaweit zu den am intensivsten konsolidierenden Gesundheitsbranchen: Internationale Klinikgruppen und Beteiligungsgesellschaften kaufen seit Jahren Kleintierpraxen, Tierkliniken und Fachzentren zu — getrieben vom wachsenden Heimtiermarkt, steigenden Ansprüchen der Tierhalter und dem Engpass an Tierärztinnen und Tierärzten. Gleichzeitig sucht eine große Zahl niedergelassener Praxisinhaber eine Nachfolge, die klassisch — durch Übergabe an eine Kollegin oder einen Kollegen — immer seltener gelingt. Für Inhaber gut geführter Praxen und Kliniken bedeutet das eine breite, zahlungskräftige Käuferlandschaft.

    Wer Tierarztpraxen und Tierkliniken kauft

    • Internationale und überregionale Tierklinik-Gruppen, die Standorte, Teams und Fallzahlen zukaufen.
    • Beteiligungsgesellschaften, die regionale Gruppen und Fachzentren (Chirurgie, Innere, Notdienst) aufbauen.
    • Größere Kliniken und Praxen aus der Region, die Kapazität und Einzugsgebiet erweitern.
    • Angestellte Tierärztinnen und Tierärzte (MBO/MBI), klassisch mit Verkäuferdarlehen — wo die Finanzierung gelingt, oft die kulturell naheliegendste Lösung.

    Was Ihre Praxis oder Klinik wert ist

    Zur Orientierung die KMU-Marktdaten von NIMBO (Stand Juni 2026) für Dienstleistungsunternehmen: Österreich rund 5,3–6,6x EBIT je nach Größe (Deutschland 4,5–5,6x). In der Tiermedizin entscheiden diese Treiber über das Ende der Spanne — professionelle Gruppen bewerten etablierte Kliniken mit stabilen Teams teils darüber:

    • Team: Angestellte Tierärztinnen und Tierärzte sowie qualifizierte Assistenz sind der Engpassfaktor der Branche — Teamgröße, Spezialisierungen und Bindung tragen die Bewertung mehr als jede andere Größe.
    • Inhaberabhängigkeit: Eine Praxis, deren Fallzahlen ohne den Inhaber stabil bleiben, wird deutlich höher bewertet als eine inhaberzentrierte Einzelpraxis.
    • Leistungsspektrum: Bildgebung, Chirurgie, Zahnheilkunde, stationäre Kapazität und Notdienst-Fähigkeit erweitern Fallwert und strategische Attraktivität.
    • Standort und Einzugsgebiet: Kaufkraft, Heimtierdichte und Wettbewerbssituation im Umfeld werden genau analysiert.
    • Praxisstruktur: Moderne Ausstattung, digitales Praxismanagement und saubere Kennzahlen (Fallzahlen, Durchschnittsumsätze je Fall) beschleunigen Prozess und Preisfindung.

    Eine seriöse Unternehmensbewertung ersetzt diese Orientierungswerte nicht — sie ergibt sich aus Zahlen, Teamstruktur und Käufersituation im Einzelfall.

    Was Käufer bei Tierarztpraxen prüfen

    An erster Stelle steht das Personal: Verträge, Gehaltsniveau, Spezialisierungen und die Frage, wer nach der Übergabe bleibt — in einem Markt, in dem Tierärzte schwerer zu finden sind als Patienten, ist das Team das eigentliche Kaufobjekt. Dazu kommen die Fallzahlen- und Umsatzentwicklung je Behandlungsbereich, die Abrechnungsstruktur, Mietvertrag oder Immobilie (Standortsicherheit!), der Investitionszustand von Geräten und Räumen sowie die berufsrechtlichen Rahmenbedingungen: In Österreich ist die tierärztliche Berufsausübung standesrechtlich geregelt — bei Gesellschaftsstrukturen ist zu klären, wie Eigentum und fachliche Leitung getrennt organisiert werden; professionelle Käufer kennen die zulässigen Modelle und bringen erprobte Strukturen mit. Beim Share Deal laufen Dienstverhältnisse und Verträge unverändert weiter.

    Wie IGCP Inhaber von Tierarztpraxen und Tierkliniken begleitet

    IGCP Capital Partners begleitet seit über 20 Jahren Unternehmensverkäufe und Nachfolgen — über 100 abgeschlossene Transaktionen, 100 % unabhängig, ohne Bindung an Banken oder Beteiligungsgesellschaften.

    Während am Markt für einen Unternehmensverkauf üblicherweise 6–12 Monate veranschlagt werden, führen wir strukturierte Prozesse in der Regel in 3–6 Monaten zum Abschluss — diskret, ohne dass Team, Tierhalter oder Wettbewerber vorzeitig davon erfahren.

    Häufige Fragen

    Welcher Multiple ist für meine Praxis realistisch?
    Dienstleistungsunternehmen wurden zuletzt mit rund 5,3–6,6x EBIT (AT) bzw. 4,5–5,6x (DE) bewertet (Quelle: NIMBO, Juni 2026). Teamstärke, Inhaberunabhängigkeit und Leistungsspektrum entscheiden über das Ende der Spanne; Klinikgruppen bewerten etablierte Standorte mit stabilen Teams teils darüber.
    Muss ich nach dem Verkauf weiterarbeiten?
    Meist ja, aber befristet und bezahlt: Üblich sind 1–3 Jahre als angestellte Tierärztin bzw. angestellter Tierarzt oder fachliche Leitung, mit klar geregeltem Pensum. Für viele Inhaber ist genau das attraktiv — Medizin ohne Verwaltungslast.
    Was passiert mit meinem Team?
    Das Team ist das zentrale Kaufmotiv — Käufer übernehmen es vollständig und investieren in Bindung, Fortbildung und oft bessere Dienstmodelle. Beim Share Deal laufen alle Dienstverhältnisse unverändert weiter.
    Verliert meine Praxis nach dem Verkauf ihr Gesicht?
    In der Regel nicht: Die meisten Gruppen führen Standorte unter dem etablierten Namen und mit dem bestehenden Team weiter, weil die lokale Bindung der Tierhalter das eigentliche Asset ist. Wie viel Integration stattfindet, ist Verhandlungssache — und ein Kriterium bei der Käuferauswahl.
    Erfahren Team und Tierhalter vom Verkaufsprozess?
    Bei einem professionell geführten Prozess nicht vorzeitig. Ansprache erfolgt anonymisiert, Interessenten unterzeichnen Vertraulichkeitsvereinbarungen; das Team wird zum richtigen Zeitpunkt koordiniert informiert.

    Wenn Sie den Verkauf Ihrer Tierarztpraxis oder Tierklinik durchdenken möchten, sprechen Sie vertraulich mit uns — eine erste Einschätzung ist unverbindlich.