Verpackung und Druck sind zwei eng verwandte Branchen mit gegensätzlicher Dynamik — und in beiden wird intensiv konsolidiert. Die Verpackungsindustrie wächst mit E-Commerce, Nachhaltigkeitsanforderungen und Spezialisierung, und größere Gruppen kaufen inhabergeführte Hersteller von Wellpappe, Etiketten, Folien- und Spezialverpackungen zu. Im klassischen Druck schrumpft der Gesamtmarkt seit Jahren — genau deshalb ist er einer der aktivsten Übernahmemärkte überhaupt: Wer Kapazität, Kundenstämme und Spezialisierungen übernimmt, gewinnt in einem kleiner werdenden Markt Marktanteile. Für Inhaber beider Branchen gilt: Der richtige Zeitpunkt und die richtige Käuferauswahl entscheiden.
Als Oberkategorie für produzierende Betriebe siehe Maschinenbau & Produktion verkaufen.
Zur Orientierung die KMU-Marktdaten von NIMBO (Stand Juni 2026) für produzierende Unternehmen: Österreich rund 5,5–6,9x EBIT je nach Größe (Deutschland 4,7–5,9x). In Verpackung und Druck entscheiden diese Treiber über das Ende der Spanne:
Eine seriöse Unternehmensbewertung ersetzt diese Orientierungswerte nicht — sie ergibt sich aus Zahlen, Segment und Käufersituation im Einzelfall.
An erster Stelle steht die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmixes: Welcher Umsatzanteil liegt in wachsenden Segmenten (Verpackung, Etiketten, Digitaldruck), welcher in strukturell schrumpfenden? Dazu kommen die Kundenverträge samt Konzentration und Preisgleitklauseln (Papier-, Folien- und Energiepreise), der Zustand und die Finanzierung des Maschinenparks (Leasing, Restwerte, anstehende Ersatzinvestitionen), die Produktivitätskennzahlen je Maschine und Schicht, Umwelt- und Genehmigungsthemen (Betriebsanlagengenehmigung, Lösemittel, Abluft) sowie die Abhängigkeit vom Inhaber in Vertrieb und Kalkulation. In Konsolidierungsmärkten prüfen Käufer außerdem Synergien konkret: Welche Aufträge lassen sich auf eigene Maschinen verlagern, welche Standorte ergänzen sich — das bestimmt oft, wer den besten Preis bezahlen kann.
IGCP ist seit über 20 Jahren als unabhängige M&A-Beratung tätig und hat mehr als 100 Verkäufe und Nachfolgen begleitet — ohne Anbindung an Banken oder Beteiligungsgesellschaften.
Für einen Unternehmensverkauf werden am Markt üblicherweise 6–12 Monate angesetzt; unsere Regelmarke sind 3–6 Monate — leise geführt, sodass Kunden, Team und Wettbewerber erst zum von Ihnen gewählten Zeitpunkt informiert werden.
Ist der Betrieb eine GmbH, entscheidet die Wahl zwischen GmbH verkaufen und Asset Deal über Haftung und Steuerlast.
Wenn Sie den Verkauf oder die Nachfolge Ihres Verpackungs- oder Druckunternehmens durchdenken, sprechen wir vertraulich und unverbindlich mit Ihnen.