Unternehmensleitung bewältigt eine Sondersituation
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    Sondersituationen — Unternehmensverkauf und Investorensuche unter Druck

    Zuletzt aktualisiert:

    • Erstgespräch kostenfrei, unverbindlich und streng vertraulich
    • Geschwindigkeit vor Perfektion — belastbare Optionen in Tagen, nicht Monaten
    • Klare Rollentrennung: wir ersetzen weder Sanierungsberater noch Anwalt
    • Über 15 Jahre Transaktionserfahrung im DACH-Raum

    Nicht jede Krise ist das Ende. Ein Ergebniseinbruch, der Verlust eines Großkunden, eine auslaufende Finanzierung oder ein Gesellschafterkonflikt setzen ein Unternehmen unter Druck — sie machen es aber nicht wertlos. Was in dieser Lage zählt, ist Geschwindigkeit und eine ehrliche Darstellung.

    In Sondersituationen läuft ein M&A-Prozess anders als im Normalfall: kürzere Fristen, mehr Beteiligte, ein anderer Käuferkreis. Wer zu spät beginnt, verliert nicht Verhandlungsspielraum, sondern Optionen.

    Was eine Sondersituation ausmacht

    Liquidität

    Die härteste Nebenbedingung: Sie bestimmt, wie viel Zeit der Prozess überhaupt hat. Jeder Schritt des Zeitplans wird aus der Liquiditätsvorschau abgeleitet — nicht umgekehrt.

    Ergebnis und Planung

    Ein Einbruch ist verhandelbar, eine Planung, die niemand belegen kann, nicht. Käufer in Sondersituationen bepreisen das Problem und prüfen, ob der Weg heraus plausibel ist.

    Finanzierung

    Auslaufende Linien, Covenant-Bruch, eine zurückhaltende Hausbank: Finanzierungsfragen laufen neben der Transaktion her und müssen mit den Banken beantwortet werden, nicht gegen sie.

    Gesellschafter und Führung

    Konflikt, Krankheit, der plötzliche Wegfall des Inhabers — operativ haben sie dieselbe Wirkung wie eine wirtschaftliche Krise, und sie lassen sich ebenso durch einen strukturierten Prozess lösen.

    Der Prozess unter Zeitdruck

    Ein beschleunigter Prozess ist kein verkürzter Normalprozess. Er verändert die Reihenfolge: erst Optionen, dann Unterlagen, dann die parallele Ansprache.

    Standortbestimmung in Tagen

    Welche Optionen bestehen, wie lange die Liquidität reicht, was belegbar ist. Aus diesen drei Antworten folgt alles Weitere.

    Die Geschichte, die belegbar ist

    Kein Schönreden: Käufer in Sondersituationen erwarten Probleme und misstrauen Darstellungen, die keine enthalten. Überzeugt eine nüchterne Erklärung, wie die Lage entstanden ist und warum sie mit der Transaktion endet.

    Parallele statt serielle Ansprache

    Mehrere Interessenten werden gleichzeitig angesprochen, weil für Nachverhandlungsrunden keine Zeit bleibt. Wettbewerb ersetzt die lange Verhandlung.

    Prüfung mit klarem Fokus

    Die Due Diligence konzentriert sich auf wenige Punkte: Liquidität, Verbindlichkeiten, Verträge, Haftungsrisiken. Alles andere wird eingepreist statt untersucht.

    Abschluss

    Signing und Closing erfolgen möglichst in einem Schritt; Kaufpreisbausteine wie Verkäuferdarlehen und Earn-out sind hier Regel, nicht Ausnahme.

    Wer in Sondersituationen kauft

    Strategische Käufer

    Zugang zu Kunden, Mitarbeitern, Standorten, Technologie — sie zahlen für das, was sie selbst nicht schnell aufbauen können, und können am schnellsten entscheiden, weil sie die Branche kennen.

    Spezialisierte Investoren

    Auf Restrukturierung ausgerichtet, entscheiden sie schnell und verlangen dafür Abschläge und klare Strukturen. Für tragfähige Geschäftsmodelle mit Liquiditätsproblem sind sie häufig der richtige Adressat.

    Wettbewerber

    Der heikelste Fall, weil die Information selbst Wert hat: Gestufte Offenlegung und belastbare Vertraulichkeitsvereinbarungen sind hier Pflicht, und der Zugang zu sensiblen Daten kommt zuletzt.

    Management

    Ein Management-Buy-out ist in Sondersituationen oft die schnellste Lösung, weil die Käuferseite das Unternehmen bereits kennt und die Prüfung entsprechend kurz ausfällt.

    Asset Deal, Share Deal und die Grenzen

    In Sondersituationen wird häufiger über einen Asset Deal — den Erwerb einzelner Vermögensgegenstände und Verträge — gesprochen als über einen Share Deal, den Erwerb der Anteile. Der Grund ist einfach: Der Käufer will Altlasten nicht mitübernehmen.

    Zwei Dinge bestimmen den Zeitplan. Beim Betriebsübergang gehen die Arbeitsverhältnisse kraft Gesetzes auf den Erwerber über — in Deutschland nach § 613a BGB, in Österreich nach dem AVRAG. Und Zustimmungserfordernisse in Kunden-, Miet- und Finanzierungsverträgen bestimmen, wie schnell eine Übertragung tatsächlich vollzogen werden kann.

    Ein klarer Hinweis zur Rollentrennung: Sanierungskonzept, Insolvenzrecht und Haftungsfragen gehören zu Sanierungsberatern, Steuerberatern und Anwälten. Wir führen den Transaktionsprozess und arbeiten mit diesen zusammen. Rechtsberatung leisten wir nicht.

    Wie wir arbeiten

    Erst Optionen, dann Prozess

    Bevor angesprochen wird, stellen wir fest, welche Handlungsoptionen überhaupt bestehen — Verkauf, Investor, Finanzierung — und wie viel Zeit für jede bleibt. Erst dann wird ein Prozess strukturiert.

    Ein Ansprechpartner für alle Beteiligten

    Banken, Gesellschafter, Berater, Interessenten: In Sondersituationen ist Koordination die eigentliche Leistung. Wir bündeln die Kommunikation, damit kein Beteiligter gegen den Zeitplan der anderen handelt.

    Diskretion

    Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter dürfen nicht aus dem Markt erfahren, dass ein Prozess läuft — ein Vertrauensverlust beschleunigt die Krise. Deshalb arbeiten wir mit gestufter Offenlegung und anonymisierten Kurzprofilen.

    Wenn Verkauf nicht die Antwort ist

    Manchmal ist die Lösung Kapital statt Verkauf: siehe Unternehmensfinanzierung und Eigenkapitalbeschaffung. Und ist die Lage stabil, ist der reguläre Weg der bessere: Unternehmen verkaufen.

    Häufige Fragen

    Ab wann ist es zu spät für einen Verkauf?
    Solange die Liquidität für den Prozess reicht und der Betrieb läuft, gibt es Optionen. Mit jeder Woche sinkt allerdings ihre Zahl — wer wartet, bis der letzte Kreditrahmen ausgeschöpft ist, verkauft nicht mehr, sondern lässt verwerten.
    Verliere ich in einer Sondersituation den gesamten Wert?
    Nein. Bewertet wird, was der Käufer weiterführen kann: Kunden, Mitarbeiter, Technologie, Marktzugang. Abschläge auf den Kaufpreis sind üblich — der Wert ist aber selten null, solange das Geschäft als Ganzes fortgeführt werden kann.
    Muss ich die Lage offenlegen?
    Ja. Käufer in Sondersituationen erwarten Probleme und rechnen mit ihnen. Verschwiegene Risiken kommen in der Prüfung ans Licht und beenden den Prozess — oder führen nach dem Abschluss zu Haftung.
    Erfahren Kunden und Mitarbeiter davon?
    Nicht durch uns. Wir arbeiten mit gestufter Offenlegung, belastbaren Vertraulichkeitsvereinbarungen und sprechen Interessenten nur über anonymisierte Kurzprofile an. Erst kurz vor dem Abschluss erhält ein Interessent den Unternehmensnamen.
    Ersetzt das eine Sanierungsberatung?
    Nein. Wir führen den Transaktions- oder Investorenprozess und arbeiten dabei mit Ihren Sanierungs-, Steuer- und Rechtsberatern zusammen. Sanierungskonzept, Insolvenzrecht und Haftungsfragen bleiben Aufgabe dieser Berater.
    Wie schnell kann ein solcher Prozess laufen?
    Deutlich schneller als ein regulärer Verkauf, weil Käuferkreis und Prüfumfang enger gefasst werden. Der Zeitplan wird dabei von der Liquidität bestimmt, nicht vom Wunsch — deshalb steht am Anfang immer die Frage, wie viel Zeit überhaupt bleibt.

    Wenn Ihr Unternehmen unter Druck steht, klären wir im Erstgespräch kostenfrei und vertraulich, welche Optionen realistisch sind — und wie viel Zeit dafür bleibt.

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