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Nicht jede Krise ist das Ende. Ein Ergebniseinbruch, der Verlust eines Großkunden, eine auslaufende Finanzierung oder ein Gesellschafterkonflikt setzen ein Unternehmen unter Druck — sie machen es aber nicht wertlos. Was in dieser Lage zählt, ist Geschwindigkeit und eine ehrliche Darstellung.
In Sondersituationen läuft ein M&A-Prozess anders als im Normalfall: kürzere Fristen, mehr Beteiligte, ein anderer Käuferkreis. Wer zu spät beginnt, verliert nicht Verhandlungsspielraum, sondern Optionen.
Die härteste Nebenbedingung: Sie bestimmt, wie viel Zeit der Prozess überhaupt hat. Jeder Schritt des Zeitplans wird aus der Liquiditätsvorschau abgeleitet — nicht umgekehrt.
Ein Einbruch ist verhandelbar, eine Planung, die niemand belegen kann, nicht. Käufer in Sondersituationen bepreisen das Problem und prüfen, ob der Weg heraus plausibel ist.
Auslaufende Linien, Covenant-Bruch, eine zurückhaltende Hausbank: Finanzierungsfragen laufen neben der Transaktion her und müssen mit den Banken beantwortet werden, nicht gegen sie.
Konflikt, Krankheit, der plötzliche Wegfall des Inhabers — operativ haben sie dieselbe Wirkung wie eine wirtschaftliche Krise, und sie lassen sich ebenso durch einen strukturierten Prozess lösen.
Ein beschleunigter Prozess ist kein verkürzter Normalprozess. Er verändert die Reihenfolge: erst Optionen, dann Unterlagen, dann die parallele Ansprache.
Welche Optionen bestehen, wie lange die Liquidität reicht, was belegbar ist. Aus diesen drei Antworten folgt alles Weitere.
Kein Schönreden: Käufer in Sondersituationen erwarten Probleme und misstrauen Darstellungen, die keine enthalten. Überzeugt eine nüchterne Erklärung, wie die Lage entstanden ist und warum sie mit der Transaktion endet.
Mehrere Interessenten werden gleichzeitig angesprochen, weil für Nachverhandlungsrunden keine Zeit bleibt. Wettbewerb ersetzt die lange Verhandlung.
Die Due Diligence konzentriert sich auf wenige Punkte: Liquidität, Verbindlichkeiten, Verträge, Haftungsrisiken. Alles andere wird eingepreist statt untersucht.
Signing und Closing erfolgen möglichst in einem Schritt; Kaufpreisbausteine wie Verkäuferdarlehen und Earn-out sind hier Regel, nicht Ausnahme.
Zugang zu Kunden, Mitarbeitern, Standorten, Technologie — sie zahlen für das, was sie selbst nicht schnell aufbauen können, und können am schnellsten entscheiden, weil sie die Branche kennen.
Auf Restrukturierung ausgerichtet, entscheiden sie schnell und verlangen dafür Abschläge und klare Strukturen. Für tragfähige Geschäftsmodelle mit Liquiditätsproblem sind sie häufig der richtige Adressat.
Der heikelste Fall, weil die Information selbst Wert hat: Gestufte Offenlegung und belastbare Vertraulichkeitsvereinbarungen sind hier Pflicht, und der Zugang zu sensiblen Daten kommt zuletzt.
Ein Management-Buy-out ist in Sondersituationen oft die schnellste Lösung, weil die Käuferseite das Unternehmen bereits kennt und die Prüfung entsprechend kurz ausfällt.
Bevor angesprochen wird, stellen wir fest, welche Handlungsoptionen überhaupt bestehen — Verkauf, Investor, Finanzierung — und wie viel Zeit für jede bleibt. Erst dann wird ein Prozess strukturiert.
Banken, Gesellschafter, Berater, Interessenten: In Sondersituationen ist Koordination die eigentliche Leistung. Wir bündeln die Kommunikation, damit kein Beteiligter gegen den Zeitplan der anderen handelt.
Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter dürfen nicht aus dem Markt erfahren, dass ein Prozess läuft — ein Vertrauensverlust beschleunigt die Krise. Deshalb arbeiten wir mit gestufter Offenlegung und anonymisierten Kurzprofilen.
Manchmal ist die Lösung Kapital statt Verkauf: siehe Unternehmensfinanzierung und Eigenkapitalbeschaffung. Und ist die Lage stabil, ist der reguläre Weg der bessere: Unternehmen verkaufen.
Wenn Ihr Unternehmen unter Druck steht, klären wir im Erstgespräch kostenfrei und vertraulich, welche Optionen realistisch sind — und wie viel Zeit dafür bleibt.