Branchen · SHK, Elektro & TGA

    SHK-, Elektro- und TGA-Betrieb verkaufen: Nachfolge in der Gebäudetechnik (HVAC)

    Kein Feld im Handwerk konsolidiert derzeit so schnell wie die Gebäudetechnik: Sanitär, Heizung, Klima (international: HVAC), Elektroinstallation und technische Gebäudeausrüstung stehen im Zentrum von Energiewende und Fachkräftemangel — und damit im Zentrum der Buy-and-Build-Strategien von Beteiligungsgesellschaften und Energiekonzernen. Wärmepumpe, Photovoltaik und Gebäudeautomation treiben eine planbare Nachfrage, für die es zu wenige Betriebe gibt. Für Inhaber von SHK-, Elektro- und TGA-Unternehmen ist das die beste Verkäuferposition seit Jahren.

    Wer in der Gebäudetechnik kauft

    • Handwerks-Rollups: Beteiligungsgesellschaften bauen gewerkeübergreifende Gruppen aus SHK-, Elektro- und Kältetechnik-Betrieben — die aktivste Käufergruppe im Feld. Betriebe laufen meist unter eigenem Namen mit eigenem Team weiter.
    • Energieversorger und Energiekonzerne, die sich Installationskapazität für Wärmepumpen, Photovoltaik und Ladeinfrastruktur sichern.
    • TGA-Gruppen und größere Anlagenbauer, die regionale Präsenz und Wartungsverträge zukaufen.
    • Regionale Wettbewerber und Übernehmer von außen (MBI) mit Meisterhintergrund.

    Auch Energieberatungen sind Teil dieses Markts: Sie werden von Gebäudetechnik-Gruppen und Ingenieurdienstleistern als vorgelagerte Kundenzugangs-Stufe zugekauft.

    Was Ihr Betrieb wert ist

    Zur Orientierung die KMU-Marktdaten von NIMBO (Stand Juni 2026) für Handwerk/Bau:

    • Österreich: rund 4,0x EBIT bei 2–5 Mitarbeitern, 4,8x bei 6–25 und 5,0x bei 26–99 Mitarbeitern (EBITDA 3,8–4,6x).
    • Deutschland: rund 3,4x bis 4,3x EBIT je nach Größenklasse (EBITDA 3,2–3,9x).

    Gut positionierte Gebäudetechnik-Betriebe liegen im Rollup-Umfeld regelmäßig am oberen Ende dieser Spannen — entscheidend sind:

    • Wartungs- und Serviceverträge: Wiederkehrende Erlöse aus Anlagenwartung sind der stärkste Werttreiber der Branche.
    • Zukunftsgewerke: Wärmepumpen-, PV-, Kälte- und MSR-Kompetenz wird höher bewertet als klassisches Bestandsgeschäft.
    • Team: Monteure, Techniker und Meister sind das eigentliche Kaufobjekt — Größe und Stabilität des Teams bestimmen, was ein Rollup zahlen kann.
    • Inhaber- und Meisterabhängigkeit: Kalkulation, Kundenbeziehungen und Gewerbeberechtigung brauchen eine Lösung neben dem Inhaber.
    • Auftragsbestand und Kundenmix (privat, gewerblich, öffentlich; Neubau vs. Sanierung).

    Eine seriöse Unternehmensbewertung ersetzt diese Orientierungswerte nicht — sie ergibt sich aus Zahlen, Vertragsbasis und Käufersituation im Einzelfall.

    Was Käufer in der Gebäudetechnik prüfen

    Im Zentrum stehen die Serviceverträge (Anzahl, Laufzeiten, Margen) und der Anteil wiederkehrender Erlöse am Umsatz, die Qualifikationsstruktur des Teams (Zertifizierungen für Wärmepumpe, Kälte, PV, Gebäudeautomation) und der Auftragsbestand samt Kalkulationsqualität. Dazu kommen Gewährleistungsrisiken, der Zustand von Fuhrpark und Werkstatt sowie die gewerberechtliche Situation: In Österreich sind SHK und Elektrotechnik reglementierte Gewerbe — der Käufer braucht einen Befähigungsnachweis bzw. gewerberechtlichen Geschäftsführer, was in der Praxis über Übergangslösungen gut lösbar ist (Verkäufer oder Meister aus dem Team bleibt übergangsweise gewerberechtlicher GF).

    Wie IGCP Inhaber von Gebäudetechnik-Betrieben begleitet

    IGCP Capital Partners begleitet seit über 20 Jahren Unternehmensverkäufe und Nachfolgen — über 100 abgeschlossene Transaktionen, 100 % unabhängig, ohne Bindung an Banken oder Beteiligungsgesellschaften. Gerade im Rollup-Umfeld zahlt sich ein strukturierter Prozess aus: Wer nur mit einer einzigen Plattform spricht, verschenkt den Wettbewerbseffekt mehrerer Bieter.

    Während am Markt für einen Unternehmensverkauf üblicherweise 6–12 Monate veranschlagt werden, führen wir strukturierte Prozesse in der Regel in 3–6 Monaten zum Abschluss — diskret, ohne dass Kunden, Mitarbeiter oder Wettbewerber vorzeitig davon erfahren.

    Häufige Fragen

    Welcher Multiple ist für meinen Gebäudetechnik-Betrieb realistisch?
    In Österreich je nach Größe rund 4–5x EBIT, in Deutschland 3,4–4,3x (Quelle: NIMBO, Stand Juni 2026) — gut positionierte Betriebe mit hohem Wartungsanteil liegen im Rollup-Umfeld am oberen Ende oder darüber. Serviceverträge, Team und Zukunftsgewerke entscheiden.
    Rollup-Plattformen sprechen mich direkt an — soll ich verhandeln?
    Nicht exklusiv. Direktansprachen sind Einladungen, keine Marktpreise. Erst ein strukturierter Prozess mit mehreren qualifizierten Bietern zeigt, was Ihr Betrieb wirklich wert ist — und verbessert neben dem Preis auch die Bedingungen.
    Was wird aus meinem Team und meinem Firmennamen?
    Bei Rollups bleiben Name, Standort und Team in aller Regel erhalten — genau das ist das Modell. Die Mitarbeiter sind das zentrale Kaufmotiv; Bindungskonzepte für Schlüsselkräfte sind Teil der Verhandlung.
    Es gibt keinen Meister für die Nachfolge — kann ich trotzdem verkaufen?
    Ja. Die gewerberechtliche Lösung ist Standardthema jeder Übergabe: Übergangsweise bleibt der Verkäufer oder ein Meister aus dem Team gewerberechtlicher Geschäftsführer, oder der Käufer bringt die Befähigung mit.
    Erfahren meine Kunden und Mitarbeiter vom Verkaufsprozess?
    Bei einem professionell geführten Prozess nicht. Ansprache erfolgt anonymisiert, Interessenten unterzeichnen Vertraulichkeitsvereinbarungen, sensible Daten werden erst spät und gestuft offengelegt.

    Wenn Sie den Verkauf Ihres SHK-, Elektro- oder TGA-Betriebs durchdenken möchten, sprechen Sie vertraulich mit uns — eine erste Einschätzung ist unverbindlich.