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Sachsen ist das wirtschaftlich stärkste der ostdeutschen Flächenländer und hat sich seit 1990 zu einem international sichtbaren Industrieland mit Schwerpunkten in Mikroelektronik, Automobil- und Maschinenbau entwickelt. Viele Unternehmen, die in den 1990er Jahren gegründet oder reprivatisiert wurden, stehen jetzt vor der ersten geordneten Nachfolge. IGCP Capital Partners begleitet sächsische Eigentümerinnen und Eigentümer vertraulich und unabhängig, mit Sitz in Wien.
Dresden und Umgebung bilden mit "Silicon Saxony" den größten Halbleiter- und Mikroelektronik-Cluster Europas. Ergänzt wird das Feld durch Photovoltaik, Sensorik, Softwaredienstleistungen und Präzisionsmechanik. Für inhabergeführte Zulieferer und Systemhäuser in diesem Umfeld ist der Käuferkreis international; strategische Investoren aus Deutschland, Europa, den USA und Asien sind regelmäßig aktiv.
Die Region Chemnitz/Zwickau ist ein traditionsreicher Automobil- und Maschinenbaustandort. Familienbetriebe aus Metallverarbeitung, Werkzeugmaschinen, Sondermaschinen und Automotive-Zulieferung prägen die Region. Für die Nachfolge stellt die Transformation zur E-Mobilität besondere Anforderungen an Positionierung und Käuferauswahl. Eine erste Wertindikation liefert unser Unternehmenswert-Rechner. Anonyme Angebote und Suchprofile finden Sie unter Inserate aus Sachsen in der Nachfolgebörse Deutschland.
Leipzig hat sich zu einem der dynamischsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands entwickelt – mit großen Automotive-Werken, dem Frachtdrehkreuz am Flughafen Leipzig/Halle und einem wachsenden Sektor unternehmensnaher Dienstleistungen. Für inhabergeführte Zulieferer und Dienstleister im Umland ist der Käuferkreis breit; für ausgewählte Nischen sind auch Finanzinvestoren aktiv.
Das Gutachten „Unternehmensnachfolge im Freistaat Sachsen, 2017–2030“ des Wirtschaftsministeriums (Redaktionsschluss 1. September 2023) wertet auch den Mikrozensus aus. Danach waren 2021 in Sachsen 37,3 Prozent der Selbstständigen 55 Jahre oder älter, 2017 waren es 32,5 Prozent. Jeder Fünfte (20,1 Prozent) war 60 oder älter, 9,5 Prozent waren 65 oder älter. Im Bundesdurchschnitt lag der Anteil der ab 55-Jährigen 2021 bei 42,4 Prozent und der ab 60-Jährigen bei 28,1 Prozent; das Durchschnittsalter der sächsischen Selbstständigen betrug 49,7 Jahre, das der bundesweiten 50,9 Jahre. Sachsens Unternehmerschaft altert also, ist aber jünger als im Bund. Das passt zur niedrigeren Übergabequote des IfM Bonn, ist aber eine andere Messgröße: Der Mikrozensus zählt auch Solo-Selbstständige, 54 Prozent der sächsischen Selbstständigen hatten keine Beschäftigten.
Für das Handwerk liegt eine Auswertung der Kammerdatenbanken aller drei sächsischen Handwerkskammern vor (Stand 2022). Von 55.463 gelisteten Betrieben werden 21.653 von Inhaberinnen und Inhabern ab 55 Jahren geführt: 39 Prozent. Die Kammern liegen nah beieinander (Chemnitz 41, Leipzig 40, Dresden 37 Prozent), die Kreise weniger: Im Landkreis Leipzig sind es 44 Prozent, in Nordsachsen und im Vogtlandkreis 42, in der Stadt Dresden dagegen 33 Prozent. Nach Gewerken führt das Elektro- und Metallgewerbe mit 52 Prozent.
| Gewerbegruppe | Betriebe | Inhaber ab 55 Jahren | Anteil |
|---|---|---|---|
| Elektro- und Metallgewerbe | 15.748 | 8.124 | 52 % |
| Nahrungsmittelgewerbe | 1.935 | 819 | 42 % |
| Bau- und Ausbaugewerbe | 15.681 | 5.721 | 36 % |
| Holzgewerbe | 5.979 | 2.113 | 35 % |
| Gesundheits- und Körperpflege, chemische Reinigung | 10.038 | 3.102 | 31 % |
| Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe | 3.234 | 814 | 25 % |
| Alle drei Handwerkskammern | 55.463 | 21.653 | 39 % |
Wer übernimmt, zeigt die Nachfolgerbefragung des Gutachtens (2023): 238 Nachfolgerinnen und Nachfolger, die seit 2017 ein sächsisches Unternehmen übernommen haben. Die Stichprobe ist nicht repräsentativ und enthält nur gelungene Übernahmen. Die übernommenen Unternehmen hatten im Mittel 12 Beschäftigte (Median 6) und 1,4 Mio. Euro Umsatz (Median 600.000 Euro). Acht von zehn Nachfolgenden kamen aus demselben Landkreis oder derselben kreisfreien Stadt wie das Unternehmen. Bei den externen Nachfolgern lernten nur 28 Prozent ihren Übergeber über eine Börse oder Vermittlungsstelle kennen, 72 Prozent über andere Kanäle, überwiegend private und berufliche Netzwerke. Unsere Einordnung: Für Betriebe oberhalb dieser Größenordnung reicht die Suche im eigenen Landkreis meist nicht; dort lohnt eine überregionale, diskrete Käuferansprache.
Quellen: Wirtschaftsministerium Sachsen (SMWA), Gutachten Unternehmensnachfolge im Freistaat Sachsen, 2017–2030 (Redaktionsschluss 01.09.2023), Abschnitt 4.1.1.3 (Mikrozensus des Statistischen Landesamts Sachsen und des Statistischen Bundesamts), Abschnitt 4.1.2 (Datenbankauswertung der Handwerkskammern Chemnitz, Dresden und Leipzig, 2022, Tabelle 5) und Abschnitt 4.3 (Nachfolgerbefragung 2023), https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/42876 (PDF: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/42876/documents/65064), abgerufen am 29.09.2026. Die Daten stammen aus den Jahren 2021 bis 2023.
Wo die Übergabe als Anteilsverkauf einer GmbH läuft, gelten eigene Regeln zu notarieller Beurkundung und Steuern; wir führen GmbH verkaufen deshalb als eigenständige Leistung. Zur weiteren Systematik: Unternehmensnachfolge, MBO vs. MBI und Nachfolge ohne Familie.
Nach der Schätzung des IfM Bonn vom November 2025 stehen in Sachsen von 2026 bis 2030 rund 7.400 Unternehmen zur Übergabe an. Bezogen auf den Unternehmensbestand sind das 47 Übergaben je 1.000 Unternehmen. Das liegt unter dem Bundesdurchschnitt von 52 und deutlich unter Niedersachsen mit 61. Das IfM erklärt solche Unterschiede mit der Branchen- und Größenstruktur. Ein Gutachten des sächsischen Wirtschaftsministeriums (SMWA, Stand 2023) zeigt, was das konkret heißt: Mehr als sieben von zehn übergabereifen Familienunternehmen erzielen weniger als 250.000 Euro Jahresumsatz, nur rund 2 % mehr als 5 Mio. Euro. Größere Übernahmeobjekte sind in Sachsen also vergleichsweise selten.
Innerhalb des Landes unterscheidet sich die Lage stark. Laut der im Gutachten ausgewerteten IHK-Daten (2022) sind im Kammerbezirk Leipzig 25 % der Unternehmerinnen und Unternehmer 55 Jahre oder älter, im Bezirk Dresden 32 % und im Bezirk Chemnitz 43 %. In der Stadt Leipzig sind es 21 %, im Erzgebirgskreis und in Plauen jeweils 45 %, in Bautzen, Meißen, Mittelsachsen und Zwickau jeweils 44 %. Im Südwesten und Osten des Landes ist der Generationswechsel damit deutlich drängender als in der Messestadt.
Für die Finanzierung einer Übernahme gibt es mehrere Landesinstrumente. Die Sächsische Aufbaubank (SAB) fördert die Beratung von Übernehmern mit 500 Euro je Tagwerk für bis zu 10 Tagwerke. Der SAB Sachsenkredit "Universal" deckt ausdrücklich auch die Übernahme eines Unternehmens durch natürliche Personen im Rahmen einer Nachfolge ab. Darlehen sind bis 20 Mio. Euro möglich, seit 13. Mai 2026 mit einem Tilgungszuschuss von maximal 6 % auf bis zu 2,5 Mio. Euro. Die Bürgschaftsbank Sachsen verbürgt bis zu 80 % und bis 2,5 Mio. Euro, darüber übernimmt das SAB-Bürgschaftsprogramm (2,5 bis 20 Mio. Euro). Die MBG Sachsen beteiligt sich in ihrem Programm "Gründung und Nachfolge" still mit 25.000 Euro bis 1,0 Mio. Euro, auch bei MBO und MBI. 2025 sicherte die Bürgschaftsbank 82 Nachfolgen ab, nach 49 im Jahr davor. Gehen Betriebsgrundstücke mit über, fällt seit 1. Januar 2023 Grunderwerbsteuer von 5,5 % an.
Die drei IHKs und drei Handwerkskammern führen 2026 gemeinsam mit dem SMWA eine landesweite Veranstaltungsreihe durch. Die IHK Chemnitz bietet unter anderem Nachfolge-Sprechtage in Freiberg, Zwickau und Plauen an. Regionale Projekte wie FOLGERICHTIG (Region Dresden) und NachfolgeWerk (Region Chemnitz) kommen hinzu. Seit 2011 zeichnen Bürgschaftsbank und MBG gelungene Übergaben mit dem "Sächsischen Meilenstein" aus, 2026 mit 76 Bewerbungen.
Wir arbeiten mit Mandanten in Sachsen persönlich und überregional, ohne ein eigenes Büro in Dresden, Leipzig oder Chemnitz zu unterhalten. Für die entscheidenden Termine sind wir vor Ort.
Sprechen wir vertraulich über Ihre Nachfolge in Sachsen.