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Wenn der Nachfolger schon im Haus ist, fehlt selten das Vertrauen — es fehlt das Geld. Ein Management-Buy-out scheitert fast nie an der Frage, ob die Führungskräfte das Unternehmen können, sondern daran, wie der Kaufpreis dargestellt wird, ohne den Betrieb zu überlasten.
Die zweite Schwierigkeit ist die Doppelrolle: Verkäufer und Käufer kennen sich seit Jahren und müssen plötzlich über Preis, Haftung und Sicherheiten verhandeln. Ohne klare Struktur beschädigt diese Verhandlung ein Verhältnis, das nach dem Abschluss noch gebraucht wird.
Die vorhandene Führung übernimmt. Der Käufer kennt Zahlen, Kunden und Risiken bereits — das verkürzt die Prüfung und macht den Informationsvorsprung selbst zum Verhandlungsthema.
Eine externe Führungskraft kauft und führt selbst; höherer Prüfaufwand, dafür frischer Blick — häufig bei fehlender interner Nachfolge. Mehr zur Abgrenzung unter MBO oder MBI.
Die Führung übernimmt eine Minderheit, ein Beteiligungspartner trägt den größeren Teil des Kaufpreises — der übliche Weg, wenn der Kaufpreis die Eigenmittel deutlich übersteigt.
Anteilserwerb in Tranchen über mehrere Jahre, oft mit Option. Verwandte Strukturen beschreibt Beteiligung verkaufen.
Der Kaufpreis wird typischerweise aus vier Bausteinen dargestellt: Eigenmittel des Managements, Bankfinanzierung — getragen von der Ertragskraft des Unternehmens —, Verkäuferdarlehen und erfolgsabhängige Bestandteile.
Die tragbare Fremdfinanzierung leitet sich aus dem nachhaltigen Ergebnis und dem freien Cashflow ab. Ein Unternehmen, das nach der Übernahme jede freie Liquidität in den Kapitaldienst gibt, kann nicht mehr investieren — das ist der häufigste Fehler. Mehr unter Unternehmensfinanzierung und Management-Buy-out finanzieren.
Die Bewertung ist im MBO heikler als im offenen Verkauf: Es gibt keinen Bieterwettbewerb, der den Preis bestimmt, und beide Seiten kennen dieselben Zahlen unterschiedlich gut.
Empfehlenswert ist eine nachvollziehbar hergeleitete Bewertung als gemeinsame Grundlage, ergänzt um die Frage, was das Unternehmen im offenen Markt erzielen würde. Ein MBO-Preis liegt häufig unter dem Marktpreis — das darf eine bewusste Entscheidung des Verkäufers sein, aber eine bewusste. Mehr unter Unternehmensbewertung.
Fälligkeiten, Verzinsung des gestundeten Teils und Sicherheiten für den Verkäufer.
Bemessungsgröße, Zeitraum, Einfluss des Käufers auf die Größe und eine Streitregelung.
Übergangsphase, Beirat, Wettbewerbsverbot — mit Enddatum.
Was geschieht, wenn der Käufer nicht zahlen kann: Rückübertragung, Verpfändung der Anteile, Nachschussregelungen.
Wir mandatiert entweder die Verkäufer- oder die Käuferseite und machen die Rolle von Anfang an transparent.
Bewertung, Tragfähigkeitsprüfung, Finanzierungsgespräche, Vertragsverhandlung, Closing.
Dann ist der offene Prozess der bessere Weg — beschrieben unter Unternehmensnachfolge und Unternehmen verkaufen.
Wenn eine Übergabe an die eigene Führung im Raum steht, klären wir im Erstgespräch kostenfrei, ob sie finanzierbar ist — und zu welchen Bedingungen.