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München erwirtschaftet 19,0 Prozent des bayerischen Bruttoinlandsprodukts, obwohl nur 11,4 Prozent der Bevölkerung Bayerns hier leben. Je Erwerbstätigen sind das 122.227 Euro, deutlich vor Hamburg und Berlin. Das stärkste Beschäftigungswachstum der vergangenen zehn Jahre hatte die Informations- und Kommunikationstechnik: plus 57 Prozent oder 40.418 Beschäftigte. Für einen Verkauf setzt diese Produktivität einen hohen Vergleichsmaßstab – Käufer, die selbst am Standort arbeiten, rechnen genau nach, ob ein Zielunternehmen damit mithält. IGCP Capital Partners begleitet Inhaber aus der Landeshauptstadt und dem Umland bei Verkauf, Nachfolge und Investorensuche, mit Sitz in Wien; über ein erstes Gespräch entscheiden Sie ohne jede Bindung.
Quelle: Landeshauptstadt München, Münchner Jahreswirtschaftsbericht 2026, veröffentlicht in der Rathaus Umschau 136/2026 vom 21.07.2026, abgerufen am 28.09.2026.
Der Großraum München ist nach Angaben der Stadt der zweitwichtigste Bankenplatz Deutschlands; zahlreiche Venture-Capital- und Private-Equity-Firmen sind vertreten. Hier ballen sich Konzernzentralen aus Automotive, Versicherung, Tech und Medizintechnik – und mit ihnen die Corporate-Development-Teams, die strategische Zukäufe bei inhabergeführten Unternehmen aktiv suchen. Gleichzeitig ist München nach Frankfurt einer der wichtigsten Standorte für Private-Equity-Fonds, wachstumsorientierte Investoren und Family Offices in Deutschland.
Rund um die Metropole liegt eine industrielle Unternehmenslandschaft mit hoher Spezialisierung: Maschinen- und Anlagenbau, Automobilzulieferer, Medizintechnik, Elektronik sowie ein wachsendes Software- und Deep-Tech-Ökosystem. Für einen Unternehmensverkauf heißt das: Sie treffen auf strategische Käufer direkt vor der Haustür und auf Finanzinvestoren, die aktiv nach Nachfolge- und Wachstumsbeteiligungen bei süddeutschen Familienunternehmen suchen.
Für Verkäufer entsteht daraus eine ungewöhnlich breite Käuferbasis. Ob daraus ein belastbares Angebot wird, entscheidet die Prozessführung – nicht die erste Ansprache.
München erhebt mit 490 Prozent den höchsten Gewerbesteuer-Hebesatz unter Deutschlands großen Wirtschaftszentren – unverändert seit 1997. Bei einer Steuermesszahl von 3,5 Prozent entspricht das einer effektiven Gewerbesteuerbelastung von 17,15 Prozent. Im Vergleich zu Berlin mit 14,35 Prozent sind das 2,8 Prozentpunkte Unterschied. Bei einem Veräußerungsgewinn von zehn Millionen Euro im Asset Deal reden wir über 280.000 Euro.
Ob dieser Satz überhaupt zur Anwendung kommt, entscheidet die Transaktionsstruktur. Verkauft ein Gesellschafter Anteile an seiner GmbH aus dem Privatvermögen (siehe GmbH verkaufen), greift ab einem Prozent Beteiligung das Teileinkünfteverfahren nach § 17 EStG mit 60 Prozent steuerpflichtigem Anteil – Gewerbesteuer fällt nicht an. Liegen die Anteile in einer Holding, sind nach § 8b KStG 95 Prozent des Gewinns steuerfrei. Beim Asset Deal hingegen versteuert die verkaufende GmbH den gesamten Gewinn mit Körperschaft- und Gewerbesteuer, und der Münchner Hebesatz wirkt in voller Höhe. Käufer bevorzugen aus Abschreibungsgründen oft den Asset Deal, Verkäufer aus Steuergründen fast immer den Share Deal. Dieser Interessenkonflikt ist verhandelbar – wenn er früh auf dem Tisch liegt.
Bei der Grunderwerbsteuer ist Bayern der günstigste Standort Deutschlands: 3,5 Prozent, der bundesweit niedrigste Satz. Für Unternehmen mit Betriebsimmobilien ist das ein realer Vorteil. Seit der Reform zum 1. Juli 2021 löst bereits der Übergang von 90 Prozent der Anteile binnen zehn Jahren die Steuer aus. Bei drei Millionen Euro Grundbesitzwert sind in München 105.000 Euro fällig – in Köln wären es bei 6,5 Prozent 195.000 Euro. Diskutiert wird in Bayern eine Entlastung für Erstkäufer von Wohneigentum; beschlossen ist sie nicht, der Regelsatz bleibt bei 3,5 Prozent.
Quelle: IHK für München und Oberbayern, Gewerbesteuerhebesätze der oberbayerischen Kommunen, Stand 2025, abgerufen am 22.09.2026.
Bayern ist nach Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit den meisten anstehenden Unternehmensnachfolgen. Für den Großraum München heißt das: Der Wettbewerb um übernahmefähige Betriebe findet nicht in einem dünnen Markt statt, sondern in einem der dichtesten Nachfolgemärkte Deutschlands.
| Kennzahl | Wert | Bezug |
|---|---|---|
| Zur Übergabe anstehende Unternehmen in Bayern | 34.500 | Schätzzeitraum 2026 bis 2030 |
| Rang unter den 16 Bundesländern | Platz 2, hinter Nordrhein-Westfalen mit 38.300 | Schätzzeitraum 2026 bis 2030 |
| Baden-Württemberg zum Vergleich | 26.200 | Schätzzeitraum 2026 bis 2030 |
| Zur Übergabe anstehende Unternehmen in Deutschland insgesamt | rund 186.000 | Schätzzeitraum 2026 bis 2030 |
Quelle: Institut für Mittelstandsforschung Bonn, „Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030", Daten und Fakten Nr. 37, Bonn, November 2025, abgerufen am 22.09.2026.
Der zweite Standortfaktor ist die Gewerbesteuer. Zwischen der Landeshauptstadt und den Gemeinden im Landkreis München liegen mehr als 250 Prozentpunkte Hebesatz — auf so engem Raum ist dieses Gefälle in Deutschland selten.
| Gebietskörperschaft | Gewerbesteuer-Hebesatz 2025 |
|---|---|
| Landeshauptstadt München | 490 % |
| Kreisfreie Städte Ingolstadt und Rosenheim | je 400 % |
| Landkreis Erding (höchster Landkreisdurchschnitt in Oberbayern) | 364 % |
| Bayern insgesamt (Durchschnitt) | 347 % |
| Oberbayern (Durchschnitt) | 343 % |
| Landkreis München (niedrigster Landkreisdurchschnitt in Oberbayern) | 303 % |
| Gemeinde Grünwald, Landkreis München | 240 % |
| Gemeinde Baierbrunn, Landkreis München (niedrigster Hebesatz in Oberbayern) | 230 % |
Quelle: IHK für München und Oberbayern, Gewerbesteuerhebesätze der oberbayerischen Kommunen, Stand 2025, abgerufen am 22.09.2026. Der oberbayerische Durchschnitt liegt 2025 bei 343 Prozent und damit einen Prozentpunkt über dem Vorjahr; die Spannweite reicht von 230 bis 490 Prozent.
Für einen Unternehmensverkauf ist dieses Gefälle kein Nebenschauplatz, sondern eine Frage danach, wo Betriebsvermögen, Grundbesitz und eine etwaige Holding tatsächlich sitzen. Wie sich das im Einzelfall auswirkt, gehört in die Hand des steuerlichen Beraters — wir sorgen dafür, dass die Frage früh genug gestellt wird und die Antwort in die Transaktionsstruktur einfließt. Zuständige Kammer für den Standort ist die IHK für München und Oberbayern.
München ist der einzige deutsche Standort, an dem Industrie, Technologie, Versicherungswirtschaft und Medien in vergleichbarer Dichte nebeneinander bestehen. Für Verkäufer bedeutet das eine ungewöhnlich breite Käuferbasis: strategische Konzerne aus Automotive, Maschinenbau und Elektrotechnik im Umland; ein dichtes Feld an Private-Equity-Häusern und Family Offices, das in Deutschland nur Frankfurt vergleichbar ist; Technologie-Käufer rund um die Forschungslandschaft; und internationale Investoren, die München als Brücke in den DACH-Raum nutzen.
Die hohe Dichte an Finanzinvestoren hat eine praktische Konsequenz, die viele Unternehmer unterschätzen: Wer in München verkauft, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit von professionellen Käufern geprüft, die jährlich dutzende Transaktionen bearbeiten. Die Asymmetrie zwischen einem Unternehmer, der einmal im Leben verkauft, und einem Investment-Team, das monatlich verhandelt, ist am Münchner Markt besonders ausgeprägt. Sie lässt sich nur durch Vorbereitung ausgleichen – belastbare Zahlen, ein aufgeräumter Datenraum, geklärte Gesellschafterverhältnisse und ein Prozess, der mehrere Interessenten parallel hält statt exklusiv mit einem zu sprechen.
Zuständige Kammer ist die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, mit über 400.000 Mitgliedsunternehmen die größte IHK Deutschlands. Sie bietet kostenlose Erstberatung, die vertrauliche IHK-Nachfolgebörse und Zugang zu nexxt-change. Für die formale Orientierung ist das ein guter Ausgangspunkt; die Führung eines wettbewerblichen Verkaufsprozesses mit internationalen Bietern ersetzt es nicht.
Strukturierter Verkaufsprozess bis zum Closing. München ist das dichteste Konzern- und Investorenumfeld Deutschlands: Strategen und Beteiligungsgesellschaften sitzen oft im Umkreis weniger Kilometer. Das beschleunigt Prozesse – und verschärft den Wettbewerb um gute Unternehmen.
München ist nach Angaben der Stadt der zweitwichtigste Bankenplatz Deutschlands; zahlreiche Venture-Capital- und Private-Equity-Firmen sind vertreten. Für Wachstumsfinanzierungen und Minderheitsbeteiligungen ist das ein Vorteil – vorausgesetzt, Sie wissen vor dem ersten Gespräch, welche Beteiligungshöhe, welche Mitspracherechte und welchen Zeithorizont Sie akzeptieren.
Die oberbayerischen Familienunternehmen übergeben derzeit in großer Zahl. Wir strukturieren die Übergabe an die Familie, an das eigene Management oder an externe Erwerber – und sagen früh, welcher Weg tatsächlich trägt, statt alle drei Optionen parallel offenzuhalten.
Erstgespräch
Vertraulich, unverbindlich, ohne vorbereitete Unterlagen. Wir ordnen Ihr Unternehmen realistisch in das Münchner Bewertungsumfeld ein, statt Ihnen eine Zahl zu nennen, die im Prozess nicht haltbar wäre.
Vorbereitung & Bewertung
Zahlenwerk, Bewertungslogik und Equity Story. In München trifft ein Verkäufer auf Investment-Teams, die mehrere Transaktionen im Jahr abwickeln. Diese Asymmetrie gleicht man vor der ersten Ansprache aus, nicht während der Verhandlung.
Käufersuche & Verhandlung
Longlist aus Strategen, Beteiligungsgesellschaften und Family Offices. In einem so dichten Markt entscheidet die Reihenfolge der Ansprache mit über den Preis – wer zuerst weiß, dass verkauft wird, verhandelt anders.
Abschluss & Übergabe
Begleitung durch Due Diligence, Kaufvertragsverhandlung, Signing und Closing. Für Verhandlungen und Notartermine sind wir in München persönlich vor Ort.
Zum 30. Juni 2025 zählte die Bundesagentur für Arbeit in München 976.230 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Davon arbeiteten 826.064 im Dienstleistungssektor, also rund 85 Prozent, und 108.145 im Verarbeitenden Gewerbe, gut 11 Prozent. Das Unternehmensregister weist für das Stadtgebiet 89.909 Unternehmen aus. 86,3 Prozent davon haben weniger als zehn Beschäftigte, 643 Unternehmen haben 250 und mehr. Mit 0,7 Prozent liegt der Anteil großer Unternehmen über dem bayerischen Wert von 0,5 Prozent. Die amtliche Industriestatistik des Landesamts weist für München 114 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes aus. Sie setzten 2025 zusammen rund 84 Milliarden Euro um, 76,7 Prozent davon im Ausland.
In der Region München haben acht DAX-Unternehmen ihren Sitz, darunter Allianz, BMW, Infineon, MTU Aero Engines, Munich Re und Siemens. Keine andere deutsche Großstadt kommt auf so viele. Stärker als anderswo prägt die Versicherungswirtschaft den Standort: Mehr als 70 Versicherer haben ihren Sitz in der Stadt, und rund 36 Prozent der Gewerbesteuervorauszahlungen kommen aus der Finanz- und Versicherungswirtschaft. Die Metropolregion zählt 456 Biotech- und Pharmaunternehmen mit 48.500 Beschäftigten, rund 30 Prozent der deutschen Biotechnologieunternehmen. Rund ein Drittel der deutschen Unternehmen aus der Sicherheits- und Verteidigungsbranche sitzt in Bayern, viele davon im Münchner Wirtschaftsraum.
Für einen Verkauf hat das zwei Folgen. Zulieferer, IT-Dienstleister und Labordienstleister dieser Branchen haben ihre naheliegenden strategischen Käufer damit direkt in der Region, bei den Ankerunternehmen selbst und in deren Lieferkette. Außerdem kaufen internationale Konzerne gezielt Münchner Technologie. So wurde im April 2026 bekannt, dass Gilead das Biotech-Unternehmen Tubulis für 5 Milliarden US-Dollar übernimmt. Die Kleinteiligkeit hat aber auch eine Kehrseite: Die meisten Münchner Unternehmen sind für Konzerne zu klein. Für sie kommen eher Unternehmer aus der Region, Beteiligungsgesellschaften mit einer Plattform im Portfolio oder Käufer aus dem Umland infrage.
Für die Umsetzung nach der Unterschrift ist das Registergericht am Amtsgericht München zuständig. Es führt die Handels-, Gesellschafts- und Partnerschaftsregister für die Amtsgerichtsbezirke München, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Starnberg, Weilheim in Oberbayern und Wolfratshausen. Die Eintragungen eines Verkaufs laufen damit auch für Unternehmen aus dem Umland über München.
Wir unterhalten kein Büro in München. IGCP Capital Partners sitzt in Wien – rund vier Zugstunden entfernt, mit direkter Verbindung. Für Managementpräsentationen, Verhandlungsrunden und Notartermine sind wir vor Ort; dazwischen arbeiten wir wie jedes moderne M&A-Team überregional.
Der österreichische Sitz ist im Übrigen kein Nachteil: Ein erheblicher Teil der Käufer für oberbayerische Familienunternehmen kommt aus Österreich, der Schweiz und Süddeutschland – ein Raum, den wir täglich bearbeiten. Weiterführend: Unternehmenswert-Rechner. Den deutschen Nachfolgemarkt insgesamt haben wir in unserem Leitfaden Unternehmensnachfolge Deutschland eingeordnet. Einen bundesweiten Überblick zu unserer Arbeit finden Sie unter M&A Berater Deutschland.
Diese Seite ist für die Suche nach dem M&A-Berater – dem Partner, der Ihren Verkaufs-, Nachfolge- oder Investorenprozess führt. Wenn Sie konkret die geordnete Übergabe planen: Unternehmensnachfolge München. Wenn Sie Kapital oder einen Beteiligungspartner suchen: Investor finden München.
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