IGCP Capital Partners begleitet Unternehmer in Frankfurt und der Rhein-Main-Region beim Verkauf, bei der Nachfolge und bei der Suche nach Investoren – überregional tätig, mit Sitz in Wien. Wir arbeiten diskret, mit klarem Prozess und ohne Berater-Jargon. Ein Erstgespräch ist vertraulich und unverbindlich.
Frankfurt am Main ist der Finanzplatz Kontinentaleuropas. Europäische Zentralbank, Deutsche Bundesbank, BaFin und die europäische Versicherungsaufsicht EIOPA sitzen hier, seit 2024 auch die neue EU-Geldwäschebehörde AMLA. Deutsche Bank, Commerzbank, KfW und DZ Bank haben ihren Sitz in der Stadt, ebenso die Deutschlandzentralen der großen Ratingagenturen. Die Deutsche Börse wickelt den ganz überwiegenden Teil des deutschen Aktienhandels ab.
Dazu kommen zwei Cluster, die den Standort ebenso prägen: der Flughafen Frankfurt, mit rund 80.000 Beschäftigten die größte lokale Arbeitsstätte Deutschlands und Ankerpunkt einer breiten Logistikwirtschaft, sowie die digitale Infrastruktur rund um den Internetknoten DE-CIX, den weltweit größten seiner Art. Um diese Cluster liegt ein von Familienunternehmen geprägtes Rhein-Main-Umland aus Industrie, technischen Dienstleistern und Zulieferern.
Für Verkäufer folgt daraus vor allem eine Konsequenz: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein professioneller Finanzinvestor am Prozess teilnimmt, ist hier höher als in den meisten anderen deutschen Regionen. Das verändert die Bewertungslogik, die Vertragsstruktur und die Anforderungen an das Zahlenwerk – und es eröffnet die Chance auf echten Bieterwettbewerb, wenn der Prozess entsprechend geführt wird.
Frankfurt erhebt einen Gewerbesteuer-Hebesatz von 460 Prozent, unverändert für 2025 und 2026. Bei einer Steuermesszahl von 3,5 Prozent ergibt das eine effektive Belastung von 16,10 Prozent. Innerhalb des IHK-Bezirks streuen die Hebesätze erheblich; mehrere Umlandkommunen liegen deutlich darunter. Für Unternehmen mit mehreren Betriebsstätten ist das kein akademischer Punkt, weil die Zerlegung des Messbetrags auf die laufende Steuerlast durchschlägt – und damit auf das Ergebnis, aus dem ein Käufer seinen Multiple ableitet.
Für die Transaktion entscheidet die Struktur, ob der Hebesatz überhaupt greift. Beim Verkauf von Anteilen aus dem Privatvermögen gilt ab einem Prozent Beteiligung das Teileinkünfteverfahren nach § 17 EStG, Gewerbesteuer fällt nicht an. Über eine Holding sind nach § 8b KStG 95 Prozent des Veräußerungsgewinns steuerfrei. Beim Asset Deal versteuert die verkaufende Gesellschaft den vollen Gewinn mit Körperschaft- und Gewerbesteuer. Wer eine GmbH verkaufen möchte, entscheidet über die Struktur den Nettoerlös stärker als über den Verhandlungspreis.
Die hessische Grunderwerbsteuer beträgt 6,0 Prozent und liegt damit knapp unter Nordrhein-Westfalen, aber über Hamburg mit 5,5 und Bayern mit 3,5 Prozent. Seit dem 1. Juli 2021 genügt der Übergang von 90 Prozent der Anteile innerhalb von zehn Jahren. Bei drei Millionen Euro Grundbesitzwert sind 180.000 Euro fällig. In einer Region mit hohen Gewerbeimmobilienwerten ist das regelmäßig der größte einzelne Nebenposten der Transaktion.
Am Finanzplatz trifft man auf eine Käufergruppe, die anderswo seltener am Tisch sitzt: professionelle Finanzinvestoren mit eigenem Deal-Team, festen Prüfprozessen und einer klaren Renditeerwartung. Ein solcher Erwerber rechnet vom Exit her. Er bewertet in EBITDA-Multiples, korrigiert um Nettoverschuldung und normalisiertes Working Capital, finanziert einen Teil des Kaufpreises fremd und erwartet häufig, dass der Verkäufer rückbeteiligt bleibt.
Das hat drei praktische Folgen. Erstens muss das Zahlenwerk einer anderen Prüftiefe standhalten: Bereinigungen um einmalige und inhaberbezogene Effekte müssen begründbar sein, nicht behauptet. Zweitens rückt die zweite Führungsebene ins Zentrum – ein Investor kauft kein Unternehmen, das ohne den Inhaber nicht funktioniert. Drittens verschiebt sich Wert in die Vertragsdetails: Kaufpreisanpassung, Earn-out und Rückbeteiligung entscheiden über den tatsächlichen Erlös oft mehr als der genannte Kaufpreis.
Der zweite Effekt des Standorts ist der Wettbewerb selbst. Wo Investoren und Intermediäre dicht beieinander sitzen, lässt sich ein echtes Bieterverfahren leichter aufsetzen – und mehrere ernsthafte Bieter sind der einzige zuverlässige Preistreiber, den ein Verkäufer beeinflussen kann. Wer zu früh Exklusivität gewährt, gibt genau diesen Hebel aus der Hand. Zuständig ist die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main; sie bietet Nachfolgeberatung und Zugang zur Nachfolgebörse nexxt-change.
Strukturierter Verkaufsprozess bis zum Closing. Am Finanzplatz ist ein Wettbewerbsverfahren mit mehreren parallel geführten Bietern der Normalfall und nicht die Ausnahme – wir setzen den Prozess von Beginn an so auf, dass Ihre Verhandlungsposition aus echtem Wettbewerb entsteht.
Beteiligungslösungen mit strategischen Partnern, Family Offices oder Private-Equity-Häusern. In Frankfurt ist diese Käufergruppe besonders dicht vertreten; sie erwartet ein belastbares Zahlenwerk, eine plausible Planung und eine klare Antwort auf die Frage, wie das Unternehmen ohne den bisherigen Inhaber funktioniert.
Nachfolgeregelung für inhabergeführte Unternehmen in Rhein-Main. Wenn ein Finanzinvestor als Erwerber in Frage kommt, gehört die Frage nach der zweiten Führungsebene an den Anfang – sie entscheidet über Struktur und Preis mehr als jede Verhandlungstaktik.
Erstgespräch
Vertraulich, unverbindlich, ohne vorbereitete Unterlagen. Wir klären, ob Ihr Unternehmen für Finanzinvestoren überhaupt in Frage kommt – Ertragsstabilität, Größenordnung und Managementtiefe entscheiden das, nicht die Branche allein.
Vorbereitung & Bewertung
Zahlenwerk, Bewertungslogik und Equity Story. Für Investorenprozesse bereiten wir das EBITDA um einmalige und inhaberbezogene Effekte bereinigt auf und legen Nettoverschuldung und normalisiertes Working Capital offen – die drei Größen, an denen später der Kaufpreis hängt.
Käufersuche & Verhandlung
Longlist aus Strategen, Private-Equity-Häusern, Family Offices und Beteiligungsgesellschaften. Ziel ist ein Wettbewerbsverfahren mit mehreren indikativen Angeboten, bevor exklusiv verhandelt wird – Exklusivität zu früh zu geben, ist der teuerste Fehler im Prozess.
Abschluss & Übergabe
Begleitung durch Due Diligence, Kaufvertragsverhandlung, Signing und Closing. Bei Finanzinvestoren gehört dazu die Verhandlung von Kaufpreisanpassung, Earn-out und Rückbeteiligung – dort entstehen die Wertunterschiede, die im Angebotsschreiben noch nicht sichtbar waren.
Wir unterhalten kein Büro in Frankfurt und geben auch keines vor. IGCP Capital Partners sitzt in Wien. Für Managementpräsentationen, Verhandlungsrunden und Notartermine sind wir vor Ort – zwischen den Terminen arbeiten wir überregional. Am Finanzplatz zählt ohnehin nicht die Adresse des Beraters, sondern ob er den Prozess so führt, dass am Ende mehrere Bieter ernsthaft im Rennen sind.
Eine erste Einordnung der Größenordnung, noch vor jedem Multiple-Gespräch, liefert unser Unternehmenswert-Rechner. Den deutschen Nachfolgemarkt insgesamt haben wir in unserem Leitfaden Unternehmensnachfolge Deutschland eingeordnet.
Diese Seite ist für die Suche nach dem M&A-Berater – dem Partner, der Ihren Verkaufs-, Nachfolge- oder Investorenprozess führt. Wenn Sie konkret die geordnete Übergabe planen: Unternehmensnachfolge Frankfurt. Wenn Sie Kapital oder einen Beteiligungspartner suchen: Investor finden Frankfurt.
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