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Die Industriebetriebe im Stadtkreis Stuttgart haben 2024 rund 40,7 Milliarden Euro umgesetzt, 32,8 Milliarden Euro davon im Ausland. Mit einer Exportquote von 80,6 Prozent lag die Landeshauptstadt an der Spitze aller Stadtkreise Baden-Württembergs; im Land insgesamt waren es 58,8 Prozent. Der Käuferkreis eines Stuttgarter Zulieferers oder Maschinenbauers sollte deshalb von Anfang an über Deutschland hinaus gedacht werden. IGCP Capital Partners führt Verkaufs-, Nachfolge- und Investorenprozesse für Inhaber in Stuttgart und Baden-Württemberg; unser Sitz ist Wien. Den Einstieg macht ein vertrauliches Gespräch ohne Auftrag.
Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Pressemitteilung „Südwestindustrie im Jahr 2024 – überwiegend negative Beschäftigtenentwicklung in den Kreisen“ (Juli 2025, Korrektur vom 15.07.2025), Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten, abgerufen am 24.09.2026.
Die Region Stuttgart ist einer der industriellsten Wirtschaftsräume Europas. Mercedes-Benz und Porsche führen hier ihre globalen Zentralen, Bosch und IBM unterhalten eigene Zentren, und in Maschinenbau und Automatisierung sitzt eine ungewöhnliche Dichte an Unternehmen, die in ihrer Nische weltweit führend sind. Weit über 6.000 kleine und mittlere IT-Unternehmen in der Region (Standortportal Region Stuttgart) ergänzen das Bild, dazu Energie- und Umwelttechnik einschließlich Wasserstofftechnologie sowie eine Kreativwirtschaft mit Schwerpunkt Film und Musik.
Die Forschungsintensität ist der eigentliche Kern des Standorts: Unternehmen der Region investieren rund acht Prozent des regionalen Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung. Für einen Unternehmensverkauf ist das mehr als eine Standortkennzahl – ein erheblicher Teil des Unternehmenswerts steckt in dieser Region in Entwicklungsleistung, Fertigungs-Know-how und Schutzrechten, also in Positionen, die eine Bilanz nur unvollständig abbildet.
Zugleich steht die Region unter Transformationsdruck. Für Zulieferer entscheidet die Frage, wie viel des Geschäfts an einzelnen Herstellern und am Verbrennungsmotor hängt, über die Käuferliste und den Preis. Verkäufer, die darauf eine belegbare Antwort haben, verhandeln aus einer anderen Position als solche, die die Frage dem Käufer überlassen.
Die Gewerbeanzeigenstatistik des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg erfasst auch, wenn bestehende Betriebe den Inhaber wechseln. Im Stadtkreis Stuttgart wurden 2024 insgesamt 458 Übernahmen bestehender Betriebe angezeigt (durch Rechtsformwechsel, Gesellschaftereintritt, Erbfolge, Kauf oder Pacht) und 431 Übergaben abgemeldet (durch Rechtsformwechsel, Gesellschafteraustritt, Erbfolge, Verkauf oder Verpachtung). Dazu kamen 456 Betriebsaufgaben, bei denen ein eingetragenes oder mit Beschäftigten arbeitendes Unternehmen vollständig aufgegeben wurde.
| Stadt- bzw. Landkreis | Übernahmen (Anmeldungen) | Übergaben (Abmeldungen) |
|---|---|---|
| Stuttgart, Landeshauptstadt | 458 | 431 |
| Esslingen | 316 | 265 |
| Ludwigsburg | 296 | 298 |
| Böblingen | 238 | 185 |
| Rems-Murr-Kreis | 235 | 213 |
| Göppingen | 73 | 91 |
| Region Stuttgart insgesamt | 1.616 | 1.483 |
Zwei Dinge lassen sich daraus lesen. Erstens liegt der Stadtkreis mit 458 von 1.616 Übernahmen (28 Prozent) vorn, 72 Prozent der Fälle spielen sich aber in den fünf umliegenden Landkreisen ab. Esslingen und Ludwigsburg kommen zusammen auf mehr Übernahmen (612) als die Landeshauptstadt. Eine Käufer- oder Verkäuferrecherche, die an der Stadtgrenze endet, sieht damit weniger als ein Drittel des Geschehens. Zweitens ist die Statistik keine M&A-Statistik: Sie enthält auch Erbfolgen, Pachtverhältnisse und Rechtsformwechsel und deckt Kleinstbetriebe ab. Für Transaktionen im Mittelstand ist sie eine Obergrenze, kein Zähler.
Für Inhaber ist das ein nüchterner Referenzrahmen: Übergaben sind in der Region ein regelmäßiger Vorgang, aber der einzelne Eigentümer erlebt ihn nur einmal. Deshalb lohnt es sich, Vorbereitung und Ansprache professionell zu führen, auch wenn der Betrieb kein Konzern ist.
Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Statistischer Bericht D I 2 – j/24 (2) „Gewerbeanzeigen in den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs 2024“, Tabellen 1 und 3, herausgegeben am 19.03.2025, abgerufen am 05.10.2026. Berichtsjahr 2024, der jüngste zum Abrufzeitpunkt aufgefundene Bericht.
Die Käufergruppen in der Region unterscheiden sich klarer voneinander als anderswo. Erstens strategische Erwerber aus Maschinenbau, Automatisierung und Fahrzeugtechnik, die eine konkrete Fertigungs- oder Technologielücke schließen wollen. Zweitens industriell verankerte Family Offices, in Baden-Württemberg eine eigenständige und finanzstarke Gruppe, die in Jahrzehnten statt in Fondslaufzeiten denkt. Drittens Beteiligungsgesellschaften mit ausdrücklichem Industriefokus. Für Nischenanbieter mit Technologievorsprung kommen zusätzlich ausländische Erwerber in Frage, die genau diese Fertigungskompetenz im Markt nicht finden.
Zwei Themen bestimmen fast jede Verhandlung. Das erste ist die Abhängigkeit: Wie viel Umsatz hängt an wie wenigen Herstellern, mit welchen Laufzeiten, und wie viel des Geschäfts ist an Komponenten gebunden, die vom Verbrennungsmotor abhängen. Das zweite ist die Personenabhängigkeit: In technisch geprägten Familienunternehmen sitzen Konstruktionsentscheidungen, Einkäuferbeziehungen und Fertigungswissen oft bei sehr wenigen Personen. Beides wird als Risiko bewertet und vom Preis abgezogen, wenn es unvorbereitet auf den Tisch kommt.
Beides lässt sich vor dem Prozess bearbeiten – und beides ist damit einer der wenigen echten Werthebel, die ein Inhaber noch selbst in der Hand hat. Eine dokumentierte Übergabe an eine zweite Führungsebene und eine belegbare Analyse der Umsatzstruktur nach Kunden und Technologie verändern die Verhandlung mehr als jede Taktik am Verhandlungstisch. Die IHK Region Stuttgart ist die zuständige Kammer und berät zur Unternehmensnachfolge.
Vom Erstgespräch bis zum Closing aus einer Hand. Bei Zulieferern und Maschinenbauern entscheidet die Antwort auf die Transformationsfrage über den Preis: Wie viel Geschäft hängt am Verbrennungsmotor, wie viel an einzelnen Herstellern? Wir beantworten das mit Zahlen, bevor ein Käufer die Frage stellt.
Übergabe innerhalb der Familie, an Mitarbeiter oder an Externe. Viele Weltmarktführer der Region sind technisch geprägte Familienunternehmen, deren Wissen an wenigen Personen hängt. Wir klären früh, ob eine zweite Führungsebene den Betrieb trägt – davon hängen Struktur und Preis ab.
Kapitalpartner für Minderheits- oder Mehrheitsbeteiligungen. In Baden-Württemberg ist industriell verankertes Familienvermögen eine eigenständige Käufergruppe – sie denkt in Jahrzehnten statt in Fondslaufzeiten und ist für technologiegetriebene Nischenanbieter oft der passendere Partner.
Erstgespräch
Ein vertrauliches Gespräch ohne Unterlagen und ohne Verpflichtung. Wir klären, wie stark Ihr Geschäft an einzelnen Herstellern und am Antriebsstrang hängt – diese beiden Größen bestimmen bei Stuttgarter Zulieferern die Käuferliste stärker als die Umsatzhöhe.
Vorbereitung & Bewertung
Zahlenwerk, Bewertung und Equity Story werden aufgebaut. Bei technologiegetriebenen Unternehmen gehört die Aufbereitung von Entwicklungsleistung, Schutzrechten und Fertigungstiefe dazu – das ist der Teil des Werts, der nicht in der Bilanz steht und den ein Käufer sonst nicht bezahlt.
Käufersuche & Verhandlung
Die Longlist umfasst Strategen aus Maschinenbau und Automatisierung, industriell verankerte Family Offices und Beteiligungsgesellschaften mit Industriefokus. Für Nischenanbieter mit Technologievorsprung kommen auch ausländische Erwerber in Frage, die genau diese Fertigungskompetenz suchen.
Abschluss & Übergabe
Wir begleiten Due Diligence, Kaufvertragsverhandlung, Signing und Closing. Bei inhabergeprägten Technologieunternehmen verhandeln wir die Übergangsphase mit: Wie lange bleibt der Inhaber, in welcher Rolle, und woran misst sich ein etwaiger Earn-out.
Am Arbeitsort Stuttgart waren zum 30. Juni 2025 insgesamt 443.058 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 98.310 davon im Produzierenden Gewerbe und 75.248 im Verarbeitenden Gewerbe. Seit 2022 ist die Gesamtbeschäftigung um rund 7.600 gestiegen, während das Verarbeitende Gewerbe im selben Zeitraum gut 4.200 Stellen verloren hat. Wie eng die Stadt an ihrer Industrie hängt, zeigt der Haushalt: Die Gewerbesteuereinnahmen sind nach Angaben der Landeshauptstadt von 1,3 Milliarden Euro (2024) auf geschätzt 750 Millionen Euro (2025) gesunken.
Getragen wird die Industrie hier von Großunternehmen. Nach einer Auswertung des Statistischen Landesamts arbeiteten 2023 im Stadtkreis 54,5 Prozent der Erwerbstätigen des Produzierenden Gewerbes in Unternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten. Mit einem Industrieanteil von 24,4 Prozent an allen Erwerbstätigen lag Stuttgart unter den 15 größten deutschen Städten an der Spitze, vor Duisburg (23,8 Prozent) und deutlich vor München (17,7) oder Frankfurt (12,6). Neben Mercedes-Benz und Porsche nennt das Standortportal der Region Stuttgart Mahle, Eberspächer, Mann+Hummel und Vector Informatik als Automobilunternehmen mit Hauptsitz in der Region, im Maschinenbau unter anderem Trumpf, Festo, Dürr, Stihl und Kärcher.
Für einen Verkauf folgt daraus: Der typische Zielbetrieb ist Zulieferer oder Ausrüster eines dieser Großunternehmen, und die naheliegenden Käufer sitzen oft in derselben Lieferkette. Die Stadtgrenze ist dabei kaum die richtige Suchgrenze. Mehr als 60 Prozent der in Stuttgart sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pendelten 2023 von außerhalb ein; über 29.000 Unternehmen haben zwar ihren Sitz in der Stadt (Umsatz 2022: über 308 Milliarden Euro), doch mehrere der genannten Industrieunternehmen – etwa Festo in Esslingen oder Dürr in Bietigheim-Bissingen – sitzen in den umliegenden Landkreisen. Eine Longlist, die nur Stuttgarter Adressen enthält, greift deshalb zu kurz.
Für die registerrechtliche Seite einer Transaktion – Anmeldung eines Geschäftsführerwechsels, Satzungsänderungen, Umwandlungen – ist das Amtsgericht Stuttgart zuständig. Es führt das Handelsregister nicht nur für die Stadt, sondern für 35 Amtsgerichtsbezirke, die von Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall bis Tübingen, Rottweil und Tuttlingen reichen. Der Amtsgerichtsbezirk Göppingen gehört nicht dazu: Obwohl der Landkreis Göppingen Teil der Region Stuttgart ist, wird dort ein anderes Registergericht tätig. Das ist für die Recherche zu Käufern und Wettbewerbern im Registerportal ebenso relevant wie für die Zeitplanung der Eintragung.
Wir unterhalten kein Büro in Stuttgart und geben auch keines vor. IGCP Capital Partners sitzt in Wien. Für Managementpräsentationen, Verhandlungsrunden und Notartermine sind wir vor Ort – zwischen den Terminen arbeiten wir überregional. In einer Region, in der Zulieferer, Wettbewerber und gemeinsame Kunden eng verflochten sind, ist ein Mandatsführer ohne lokale Verflechtung zudem ein Vorteil für die Vertraulichkeit.
Eine erste Größenordnung, noch vor der Aufbereitung von Entwicklungsleistung und Schutzrechten, liefert unser Unternehmenswert-Rechner. Den deutschen Nachfolgemarkt insgesamt haben wir in unserem Leitfaden Unternehmensnachfolge Deutschland eingeordnet. Einen bundesweiten Überblick finden Sie unter M&A Berater Deutschland.
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