Software ist die Branche, in der derzeit weltweit am meisten konsolidiert wird. Serielle Käufer wie die Constellation-Software-Gruppe haben allein über 500 Softwareunternehmen übernommen — zunehmend auch im deutschsprachigen Raum. Für Inhaber von Nischensoftware-Unternehmen bedeutet das: Es gibt selten einen Zeitpunkt mit mehr qualifizierten Käufern als heute. Zugleich war der Abstand zwischen guten und schwachen Bewertungen selten so groß. Was den Unterschied macht, lesen Sie hier.
Drei Käufergruppen treiben den Markt:
Softwareunternehmen werden anders bewertet als klassische Betriebe: Bei relevanten wiederkehrenden Umsätzen (SaaS, Wartungsverträge) rechnet der Markt in Umsatz-Multiples (EV/ARR bzw. EV/Umsatz), bei lizenz- oder projektlastigen Modellen eher in Ergebnis-Multiples.
Zur Orientierung (Quelle: Aventis Advisors, Stand 2026; weltweite Transaktionsdaten):
Wichtiger als der Median ist die Spanne: Zwei Unternehmen mit identischem Umsatz können sich im Preis um den Faktor drei bis vier unterscheiden. Die Treiber sind bekannt — und teilweise vor dem Verkauf gestaltbar:
Eine seriöse Unternehmensbewertung ersetzt diese Orientierungswerte nicht — sie ergibt sich aus Zahlen, Vertragsbasis und Käufersituation im Einzelfall.
Neben der klassischen Financial Due Diligence kommt bei Software eine technische Prüfung hinzu: Code-Qualität, Architektur, Abhängigkeit von Alt-Technologien, Lizenz-Compliance bei Open-Source-Komponenten und zunehmend die Frage, wie verteidigungsfähig das Produkt gegenüber KI-basierten Lösungen ist. Wer hier vorbereitet ist — dokumentierter Code, saubere Kundenverträge, DSGVO-konforme Datenhaltung — verkürzt den Prozess spürbar und vermeidet Preisnachverhandlungen.
Üblich sind in der Branche außerdem Earn-Out-Komponenten (ein Teil des Kaufpreises hängt an künftigen Zielen) und Bindungsfristen für Schlüsselpersonen. Beides ist verhandelbar — wer die Marktusancen kennt, gestaltet hier erhebliche Teile des wirtschaftlichen Ergebnisses.
IGCP Capital Partners begleitet seit über 20 Jahren Unternehmensverkäufe und Nachfolgen — über 100 abgeschlossene Transaktionen, 100 % unabhängig, ohne Bindung an Banken oder Beteiligungsgesellschaften. Im Softwarebereich zuletzt öffentlich: die Begleitung der net-haus GmbH (Berliner Anbieter von Facility-Management-Software) beim Verkauf an die SINGU-Gruppe 2025.
Während am Markt für einen Unternehmensverkauf üblicherweise 6–12 Monate veranschlagt werden, führen wir strukturierte Prozesse in der Regel in 3–6 Monaten zum Abschluss — diskret, ohne dass Kunden, Mitarbeiter oder Wettbewerber vorzeitig davon erfahren.
Wenn Sie den Verkauf Ihres Software-Unternehmens durchdenken möchten, sprechen Sie vertraulich mit uns — eine erste Einschätzung ist unverbindlich.