Due-Diligence-Checkliste
Der vollständige Datenraum für Unternehmensverkauf und -kauf — vorbereiten, prüfen, abhaken.

Due-Diligence-Checkliste
Der vollständige Datenraum für Unternehmensverkauf und -kauf — vorbereiten, prüfen, abhaken.
- 80 Prüfpunkte über 11 Bereiche, dem Aufbau eines Datenraums folgend
- Beide Perspektiven: Verkäufer-Vorbereitung und Käufer-Prüfung in einer Liste
- Ausfüllbare Statusfelder — am Bildschirm oder ausgedruckt
- Sofort-Check der zehn häufigsten Stolpersteine
Für wen.
Die Checkliste richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer kleiner und mittlerer Unternehmen, die einen Verkauf, eine Nachfolge oder den Einstieg eines Investors strukturiert vorbereiten möchten. Ebenso angesprochen sind Kaufinteressenten — strategische Erwerber, MBI-Kandidatinnen und Finanzinvestoren —, die ein Zielunternehmen systematisch prüfen wollen.
Steuerberater, Rechtsanwälte und Unternehmensberater, die ihre Mandantinnen und Mandanten durch eine Transaktion begleiten, finden in der Checkliste eine kompakte Arbeitsgrundlage, um Vollständigkeit und Übersicht im Datenraum sicherzustellen.
Was Sie erhalten.
Sie erhalten eine strukturierte Liste mit 80 Prüfpunkten, die in elf Bereiche gegliedert sind und dem typischen Aufbau eines professionellen Datenraums folgen — von Gesellschafts- und Vertragsstruktur über Finanzen, Steuern, Mitarbeitende und Kunden bis zu IT, Liegenschaften und laufenden Verfahren. Jeder Prüfpunkt ist in einer Formulierung gehalten, die für beide Seiten funktioniert: zur Vorbereitung durch den Verkäufer und zur Prüfung durch den Käufer.
Ergänzend enthält das PDF ausfüllbare Statusfelder, die Sie direkt am Bildschirm bearbeiten oder ausdrucken können, sowie einen Sofort-Check der zehn häufigsten Stolpersteine, die in einer Due Diligence regelmäßig auffallen und den Transaktionsablauf verzögern.
Wie eine Due Diligence tatsächlich abläuft
Die Due Diligence ist der Punkt, an dem aus einem indikativen Angebot ein verbindlicher Preis wird — oder eben nicht. Wer die Prüfung erst dann vorbereitet, wenn der Käufer die Unterlagenliste schickt, verliert Zeit und Verhandlungsposition. Die folgenden sechs Phasen beschreiben, was in der Praxis passiert und worauf es aus Verkäufersicht ankommt.
Phase 1 · Vendor Due Diligence — die Prüfung vor der Prüfung
Bevor ein Käufer den Datenraum sieht, prüft der Verkäufer sich selbst. Ziel ist nicht Schönfärberei, sondern Kontrolle: Welche Verträge haben Change-of-Control-Klauseln? Wo fehlen Gesellschafterbeschlüsse? Welche Lizenzen laufen auf eine Privatperson statt auf die Gesellschaft? Jeder dieser Punkte wird in der Käuferprüfung ohnehin gefunden. Der Unterschied ist, ob Sie ihn selbst benennen und eine Lösung mitliefern — oder ob der Käufer ihn entdeckt und daraus einen Preisabschlag ableitet. Eine ehrliche Vendor Due Diligence sechs bis zwölf Monate vor dem Prozess ist der günstigste Werthebel, den es gibt.
Phase 2 · Der Datenraum — Struktur schlägt Vollständigkeit
Ein Datenraum mit 800 unsortierten Dokumenten ist schlechter als einer mit 200 sauber indizierten. Käufer und ihre Berater arbeiten unter Zeitdruck und nach Checklisten; was sie nicht finden, gilt als nicht vorhanden. Bewährt hat sich eine Gliederung nach Prüfbereichen — Gesellschaftsrecht, Finanzen, Steuern, Verträge, Personal, IT, Immobilien, Compliance, Versicherungen, Rechtsstreitigkeiten, Umwelt — mit durchnummeriertem Index und einem Verantwortlichen je Bereich. Zugriffsrechte werden gestaffelt: Erstinteressenten sehen weniger als der Bieter in der finalen Runde.
Phase 3 · Financial und Tax Due Diligence
Hier wird der Kaufpreis gemacht. Der Käufer normalisiert Ihr Ergebnis: Einmaleffekte, nicht betriebsnotwendige Aufwendungen, Geschäftsführergehälter über oder unter Marktniveau, private Kostenanteile, gestundete Investitionen. Was übrig bleibt, ist das bereinigte EBITDA — die Zahl, auf die der Multiplikator angewendet wird. Steuerlich geht es um offene Betriebsprüfungen, verdeckte Gewinnausschüttungen, Verrechnungspreise bei verbundenen Unternehmen und die Frage, ob Verlustvorträge den Eigentümerwechsel überleben. Jede unklare Position kostet entweder Preis oder wandert in eine Garantie.
Phase 4 · Legal Due Diligence
Geprüft wird die Kette: Ist die Gesellschafterliste lückenlos? Sind alle Kapitalmaßnahmen sauber dokumentiert? Bestehen Vorkaufsrechte, Optionen oder Nebenabreden aus früheren Beteiligungen? Auf Vertragsebene interessieren Kündigungsfristen, Exklusivitäten, Haftungsbegrenzungen und vor allem Change-of-Control-Klauseln — eine einzige davon in einem Schlüsselkundenvertrag kann einen Deal aufhalten, weil der Käufer die Zustimmung des Kunden zur Bedingung macht. Arbeitsrechtlich zählen Betriebsvereinbarungen, Pensionszusagen und die korrekte Einordnung freier Mitarbeiter.
Phase 5 · Commercial und Tech Due Diligence
Die kommerzielle Prüfung fragt, ob Ihr Ergebnis wiederholbar ist: Kundenkonzentration, Vertragslaufzeiten, Churn, Preissetzungsmacht, Abhängigkeit vom Inhaber. Ein Unternehmen, dessen größter Kunde 40 Prozent des Umsatzes trägt, wird anders bewertet als eines mit 200 Kunden. Bei technologiegetriebenen Geschäftsmodellen kommt die Tech Due Diligence dazu: Codequalität, technische Schulden, Open-Source-Lizenzen und ihre Copyleft-Wirkung, Skalierbarkeit der Architektur, Bus-Faktor im Entwicklerteam und der Zustand der Dokumentation.
Phase 6 · Findings, Disclosure und Kaufvertrag
Am Ende steht ein Findings-Report. Jeder Befund führt zu einer von vier Konsequenzen: Preisreduktion, Garantie im Kaufvertrag, Freistellung für ein konkretes Risiko oder Closing-Bedingung. Was Sie im Disclosure Letter offenlegen, kann später nicht mehr als Garantieverletzung geltend gemacht werden — vollständige Offenlegung ist deshalb kein Zugeständnis, sondern Ihr wirksamster Haftungsschutz. Teile des Kaufpreises landen häufig auf einem Escrow-Konto oder werden als Earn-out an künftige Ergebnisse gekoppelt. Die Qualität Ihrer Vorbereitung entscheidet, wie groß diese Anteile ausfallen.
Sie stehen noch vor der Prüfung, nicht mittendrin: Unternehmen verkaufen · Unternehmensbewertung · M&A Datenraum-Manager
Bei einer GmbH prüfen Käufer zusätzlich Gesellschafterliste, Satzung und Gesellschafterbeschlüsse — was davon für GmbH verkaufen gilt, ist gesondert beschrieben.
Häufige Fragen.
In welchem Format erhalte ich die Checkliste?
Sie erhalten die Checkliste als digitales PDF. Der Download startet unmittelbar nach Abschluss der Bezahlung; zusätzlich senden wir Ihnen das PDF und die Rechnung per E-Mail. Sie können die Statusfelder direkt am Bildschirm ausfüllen oder die Datei ausdrucken.
Eignet sich die Checkliste für Verkäufer und für Kaufinteressenten?
Ja. Die 80 Prüfpunkte sind so formuliert, dass sie in beide Richtungen funktionieren: Verkäufer nutzen sie zur strukturierten Vorbereitung des Datenraums, Kaufinteressenten verwenden dieselbe Liste zur systematischen Prüfung im Rahmen der Due Diligence.
Ersetzt die Checkliste eine professionelle Due Diligence?
Nein. Die Checkliste schafft Struktur, Vollständigkeit und Transparenz im Vorfeld einer Transaktion. Eine begleitete kommerzielle, finanzielle, steuerliche und rechtliche Prüfung im Mandat ersetzt sie nicht — wohl aber bereitet sie diese spürbar effizienter vor.
Sie möchten eine konkrete, individuelle Begleitung? Eine Übersicht unserer Leistungen finden Sie unter Unternehmen verkaufen und Unternehmen kaufen.