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IGCP Capital Partners begleitet Unternehmer und Gesellschafter in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet bei der Suche nach Kapitalgebern – vom Wachstumsfinanzierer für etablierte Familienunternehmen bis zur Mehrheits- oder Nachfolgelösung. Unsere Arbeit findet ohne Öffentlichkeit statt und ohne die Sprache, die man aus Pitch-Dokumenten kennt. Ein erstes Gespräch verpflichtet zu nichts.
Frankfurt ist einer der wenigen deutschen Standorte, an denen eine umfassende Kapitalmarktinfrastruktur an einem Ort steht: Geschäftsbanken, Europäische Zentralbank und Bundesbank, Debt Funds, Private-Equity-Häuser mit deutschem Büro, internationale Investoren, dazu die Kanzleien und Wirtschaftsprüfer, die Transaktionen dieser Größenordnung begleiten. Wirtschaftlich getragen wird die Region daneben von Logistik rund um den Flughafen, von Chemie und Pharma im Industriepark Höchst, von einer der dichtesten Rechenzentrumslandschaften Europas und einer breiten technischen Unternehmenslandschaft im Rhein-Main-Gebiet.
Die Nähe ist ein realer Vorteil bei Fremd- und Mezzaninekapital, bei größeren Ticketgrößen und bei internationalen Prozessen. Sie ist kein Vorteil, wenn Ihr Unternehmen unterhalb der Aufmerksamkeitsschwelle institutioneller Adressen liegt. Ein Familienunternehmen mit acht Millionen Euro Umsatz bekommt in Frankfurt nicht deshalb bessere Konditionen, weil die Fonds ein paar Straßen weiter sitzen – er braucht die gleiche Vorbereitung wie überall sonst, nur mit dem Unterschied, dass hier auch die falschen Adressen schnell erreichbar sind.
Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen ist rechtlich eine unselbstständige Anstalt und Teil der Landesbank Hessen-Thüringen. Das Eigenkapitalgeschäft läuft über die Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen und die MBG H. Deren typisch stille Beteiligungen reichen bis 1.500.000 Euro bei einer Laufzeit von im Regelfall zehn Jahren; das Wachstums- und Innovationsprogramm adressiert mit 100.000 bis 1.500.000 Euro Unternehmen bis zu 75 Millionen Euro Umsatz. Die MBG H beschreibt ihre Beteiligungen als immer ohne Übernahme unternehmerischer Verantwortung im operativen Geschäft – hält zugleich aber fest, dass Geschäfte von besonderer Bedeutung ihrer Zustimmung bedürfen. Dieser Zustimmungskatalog gehört gelesen, bevor unterschrieben wird.
Daneben bestehen die Hessen-Kapital-Fonds. Hessen Kapital I vergibt stille und offene Beteiligungen zwischen 0,2 und 5 Millionen Euro; die stille Variante läuft in der Regel zehn Jahre mit sieben tilgungsfreien Jahren, danach zwanzig Prozent in den Jahren acht und neun und sechzig Prozent im Jahr zehn. Hessen Kapital III sieht stille Beteiligungen von 0,1 bis 1,5 Millionen Euro über zehn Jahre und offene Beteiligungen bis 400.000 Euro vor, bei kleinen und innovativen Unternehmen bis 800.000 Euro, mit fünf bis sieben Jahren Haltedauer. Für technologieorientierte Unternehmen investiert der Technologiefonds Hessen IV zwischen 500.000 und 2.000.000 Euro bei einem Startvolumen von 23 Millionen Euro; der Fonds richtet sich an junge Unternehmen und Start-ups von Seed bis Series A. Bei HessenFonds Beteiligungen sind Vorhaben bis zu 10 Millionen Euro möglich; das Darlehen „HessenFonds GuW (ERP)“ ist auf 100.000 bis 1 Million Euro begrenzt.
Ein Investor kann auf zwei völlig verschiedenen Wegen an Bord kommen, und der Unterschied entscheidet darüber, wer am Ende das Geld hat. Kauft er bestehende Anteile, fließt der Kaufpreis an den abgebenden Gesellschafter; die Gesellschaft selbst ist danach genauso ausgestattet wie vorher. Übernimmt er dagegen im Wege einer Kapitalerhöhung neu geschaffene Anteile, fließt sein Kapital in das Unternehmen. Der Altgesellschafter erhält nichts, wird prozentual verwässert – und besitzt danach einen kleineren Anteil an einem besser finanzierten Unternehmen. Wer Wachstum finanzieren will, braucht den zweiten Weg. Wer Vermögen realisieren will, den ersten. Beides zugleich zu wollen, ist möglich, aber es muss als Kombination gebaut werden.
Die Kapitalerhöhung läuft dabei über zwei getrennte Formstufen, die in der Praxis regelmäßig durcheinandergeraten. Der Erhöhungsbeschluss ist eine Satzungsänderung: Er braucht nach § 53 Abs. 2 Satz 1 GmbHG eine Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen und nach § 53 Abs. 3 GmbHG notarielle Beurkundung. Die Übernahmeerklärung des Investors dagegen verlangt nach § 55 Abs. 1 Satz 1 GmbHG lediglich eine notariell aufgenommene oder beglaubigte Erklärung – die Beglaubigung reicht aus, und seit der Erweiterung in Satz 2 ist sie auch mittels Videokommunikation möglich.
Der wirtschaftlich kritische Punkt steht in § 54 Abs. 3 GmbHG: Die Abänderung hat keine rechtliche Wirkung, bevor sie in das Handelsregister eingetragen ist. Die Eintragung ist konstitutiv. Bis dahin ist der Investor kein Gesellschafter, unabhängig davon, was beschlossen und beurkundet wurde. Diese Schwebephase gehört in jeden Zeitplan, in dem das Kapital zu einem bestimmten Termin gebraucht wird. Wer absehbar mehrere Runden oder ein Mitarbeiterprogramm vor sich hat, sollte genehmigtes Kapital nach § 55a GmbHG prüfen: eine Vorratsermächtigung für höchstens fünf Jahre und höchstens die Hälfte des vorhandenen Stammkapitals.
Was Ihr Unternehmen vor dieser Entscheidung überhaupt wert ist, ordnet der Unternehmenswert-Rechner erstmals ein; die Methodik erläutert Unternehmensbewertung.
Die börsennotierte Deutsche Beteiligungs AG sitzt an der Untermainanlage in Frankfurt, investiert in mittelständische Unternehmen im deutschsprachigen Raum und in Italien und nennt Eigenkapitalinvestitionen von 15 bis 200 Millionen Euro bei Portfoliounternehmen mit 20 bis 500 Millionen Euro Umsatz. Sie verwaltet nach eigenen Angaben 2,8 Milliarden Euro (Stand 30. Mai 2026); zu den früheren und aktuellen Beteiligungen zählen CloudFlight, Hipp Technology und die Oechsler AG (Quelle: Unternehmeredition.de, Stand September 2026).
Die Beyond Capital Partners GmbH, Frankfurt, 2015 gegründet, sucht Mehrheitsbeteiligungen an profitablen Unternehmen der DACH-Region, vorwiegend in asset-light Bereichen wie B2B-Dienstleistungen, IT-Services und Software, mit Tickets von 10 bis 75 Millionen Euro, einem Umsatz zwischen 10 und 75 Millionen Euro und mindestens einer Million Euro EBITDA (Quelle: Unternehmeredition.de, Stand September 2026; die Gesellschaft nennt dort Kriterien, keine Referenzen).
Beide Beispiele zeigen, wo die Untergrenzen liegen: Wer unterhalb dieser Kennzahlen liegt, sollte die Ansprache nicht am Finanzplatz beginnen, sondern bei kleineren Beteiligungsgesellschaften, Family Offices und den hessischen Landesprogrammen. Die Systematik dahinter steht auf Investor finden; einen namentlichen Überblick gibt die Investoren-Datenbank.
Nach der BVK-Marktstatistik 2025 (Datenstand März 2026) verzeichnet Hessen mit 4.443 Millionen Euro das höchste Investitionsvolumen aller Bundesländer, vor Baden-Württemberg mit 3.237, Bayern mit 2.467, Nordrhein-Westfalen mit 2.013 und Berlin mit 1.738 Millionen Euro. Bundesweit waren es 15.689 Millionen Euro in 897 Unternehmen, 68 Prozent des Volumens entfielen auf Buy-outs.
Zwei Einschränkungen gehören dazu: Die Zahl misst Volumen, nicht die Anzahl der Transaktionen, und einzelne Großtransaktionen können ein Landesergebnis stark bewegen. Für ein mittelständisches Unternehmen folgt daraus nur, dass Frankfurt als Kapitalstandort belegt ist, nicht, dass jede Ansprache dort Erfolg hat. Entscheidend bleibt die Passung von Größe, Branche und Zielbild (Quelle: BVK, Der deutsche Beteiligungskapitalmarkt im Jahr 2025, März 2026).
Die öffentlichen Kapitalgeber für hessische Unternehmen sitzen nicht in Frankfurt selbst. Die BMH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen, eine hundertprozentige Tochter der Helaba, hat ihren Sitz in Wiesbaden, ebenso die Bürgschaftsbank Hessen. Die WIBank hat ihren Hauptstandort in Offenbach. Die BMH genehmigte 2025 Beteiligungen über 32,3 Mio. Euro, nach 27,3 Mio. Euro im Jahr 2024. Gemeinsam mit Co-Investoren mobilisierte sie nach eigenen Angaben 273 Mio. Euro Eigenkapital. Knapp über 51 Prozent des Volumens gingen an Seed- und Start-up-Finanzierungen. Die übrigen 49 Prozent flossen in Wachstums- und Later-Stage-Unternehmen sowie in Nachfolge- und Übernahmesituationen. Für ein etabliertes Unternehmen ist also etwa die Hälfte dieses Geldes überhaupt relevant.
Ein Frankfurter Beispiel aus dem Juli 2026: Die FIB Frankfurt International Bank AG erhielt aus dem Fonds Hessen Kapital I 5 Mio. Euro Wachstumskapital. Die stille Beteiligung wurde bei der Holdinggesellschaft Global Heart Beteiligungsgesellschaft mbH eingegangen. So stärkte sie die regulatorische Eigenmittelbasis der Bank, ohne in die Gesellschafterstruktur einzugreifen. Das zeigt, was stilles Kapital für Gesellschafter bedeutet, die keine Anteile abgeben wollen.
Neu ist seit 2025 die HessenFonds Beteiligungen GmbH. Von einem Gesamtvolumen von einer Milliarde Euro fließen 250 Mio. Euro in Beteiligungen, der Investitionszeitraum reicht bis 2034. Stille Beteiligungen laufen dort in der Regel acht Jahre. Bei Direktbeteiligungen erwirbt der Fonds Anteile und strebt einen Verkauf nach fünf bis sieben Jahren an. Nach Angaben der BMH können auch Unternehmensnachfolgen unterstützt werden.
Das private Frühphasenkapital der Stadt richtet sich an einen anderen Kreis. Der Verein Business Angels FrankfurtRheinMain erhält nach eigenen Angaben jährlich rund 700 Bewerbungen. Der Kapitalbedarf der vorgestellten Unternehmen liegt meist zwischen 100.000 und 500.000 Euro, ein typisches Einzelticket in einem Syndikat bei 50.000 Euro. Das Innovationszentrum TechQuartier nennt mehr als 750 Mitglieder in seiner Community und rund 30 Partner aus Unternehmen und Wissenschaft. Der Frankfurter Gründerfonds vergibt über Partnerbanken Mikrokredite zwischen 2.500 und 100.000 Euro an Frankfurter Unternehmen, die höchstens fünf Jahre am Markt sind. Die Bürgschaftsbank Hessen sichert diese Kredite ab. Für ein inhabergeführtes Unternehmen mit mehreren Millionen Euro Umsatz sind diese Netzwerke selten die passende Adresse, auch wenn sie in Frankfurt sehr sichtbar sind. Für solche Unternehmen kommen eher private Beteiligungsgesellschaften, Family Offices und strategische Partner in Frage. Öffentlich stehen die Wachstums- und Nachfolgeprogramme von Hessen Kapital, MBG H und HessenFonds zur Verfügung.
Unsere Adresse liegt in Wien, in der Postgasse. Ein Büro im Bankenviertel gehört nicht dazu, und wir behaupten es auch nicht. Mandate betreuen wir im gesamten deutschsprachigen Raum und sind persönlich anwesend, wenn Managementgespräche, Verhandlungsrunden oder Beurkundungen anstehen. Sobald Altanteile den Eigentümer wechseln, stellen sich dieselben Struktur-, Bewertungs- und Steuerfragen wie beim vollständigen Ausstieg – ausführlich unter GmbH verkaufen.
Falls sich der Weg zum vollständigen Verkauf entwickelt: Unternehmen verkaufen. Den Gesamtblick auf Transaktionen am Finanzplatz gibt M&A Berater Frankfurt.
Hier geht es um zusätzliches Kapital und einen Partner, der einsteigt, während Sie bleiben. Steht dagegen Ihr eigener Rückzug oder die Übergabe an die nächste Generation im Vordergrund, ist Unternehmensnachfolge Frankfurt der richtige Ausgangspunkt. Suchen Sie jemanden, der eine bereits beschlossene Transaktion steuert, dann M&A Berater Frankfurt.
Sprechen wir über Kapitalerhöhung, Anteilsverkauf und passende Investoren im Rhein-Main-Gebiet – vertraulich.