5 M&A-Begriffe, die jeder Verkäufer kennen sollte
IGCP Capital Partners · Veröffentlicht am · Aktualisiert am

Due Diligence, LOI, SPA, Earn-out, Multiple: fünf Begriffe, die in jedem Verkaufsprozess fallen — kurz und verständlich erklärt, bevor Sie in Gespräche gehen.
Wer zum ersten Mal über einen Unternehmensverkauf nachdenkt, trifft schnell auf eine Reihe von Fachbegriffen — oft englisch, oft abgekürzt. Sie zu kennen, schafft Augenhöhe in den Gesprächen und schützt vor Missverständnissen. Fünf Begriffe fallen in praktisch jedem Prozess.
Die fünf Begriffe auf einen Blick
Fünf Begriffe fallen in praktisch jedem Verkaufsprozess: Multiple, Due Diligence, Letter of Intent, SPA und Earn-out. Sie strukturieren Bewertung, Prüfung, Absicht, Vertrag und Kaufpreis — wer sie kennt, verhandelt auf Augenhöhe.
| Begriff | Bedeutung in einem Satz |
|---|---|
| Multiple | Vielfaches einer Kennzahl (meist EBITDA), mit dem vergleichbare Unternehmen gehandelt werden |
| Due Diligence (DD) | sorgfältige Prüfung des Unternehmens durch den Käufer |
| Letter of Intent (LOI) | Absichtserklärung mit den Eckpunkten vor der vertieften Prüfung |
| SPA (Share Purchase Agreement) | der eigentliche Kaufvertrag über die Geschäftsanteile |
| Earn-out | erfolgsabhängiger Teil des Kaufpreises, gekoppelt an die künftige Entwicklung |
1. Multiple (Bewertungsmultiplikator)
Ein Multiple ist ein Vielfaches einer Kennzahl — häufig des EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) —, mit dem vergleichbare Unternehmen gehandelt werden. „4× EBITDA" heißt: der Kaufpreis entspricht dem Vierfachen des EBITDA.
Das Multiple ist ein nützlicher Marktabgleich, aber kein Preisschild. Welches Vielfache angemessen ist, hängt von Branche, Größe, Wachstum und Risiko ab. Im DACH-Raum liegen die EBITDA-Multiples nach den KPMG-Multiplikatoren je nach Branche grob zwischen dem Vier- und Achtfachen.
2. Due Diligence (DD)
Die Due Diligence ist die sorgfältige Prüfung des Unternehmens durch den Käufer — Finanzen, Recht, Steuern, Verträge, Personal, manchmal Technik und Markt. Sie findet meist nach der Absichtserklärung statt.
Für Verkäufer gilt: Wer hier saubere, nachvollziehbare Unterlagen vorlegt, schafft Vertrauen und vermeidet nachträgliche Preisabschläge. Mehr dazu in „Was ist eine Due Diligence?".
3. Letter of Intent (LOI)
Der LOI ist eine Absichtserklärung: Käufer und Verkäufer halten die Eckpunkte einer möglichen Transaktion fest — Preisvorstellung, Struktur, Zeitplan und oft eine Exklusivität — bevor die vertiefte Prüfung beginnt. Der LOI ist meist noch nicht bindend, setzt aber den Rahmen. Details in „Letter of Intent".
4. SPA (Share Purchase Agreement)
Das SPA ist der eigentliche Kaufvertrag über die Geschäftsanteile. Es regelt nicht nur den Preis, sondern auch Garantien, Haftung, Bedingungen für den Vollzug und die Struktur der Zahlung. Das SPA ist das zentrale rechtliche Dokument der Transaktion.
5. Earn-out
Beim Earn-out wird ein Teil des Kaufpreises erfolgsabhängig gezahlt — gekoppelt an die künftige Entwicklung des Unternehmens, etwa Umsatz oder Ergebnis in den Jahren nach dem Verkauf. Ein Earn-out überbrückt unterschiedliche Preisvorstellungen, verlangt aber klare, messbare Kriterien — sonst drohen Streit und Enttäuschung. Wie er fair gestaltet wird, zeigt „Was ist ein Earn-out?".
Warum das wichtig ist
Diese Begriffe sind keine Formalität, sondern Stellschrauben, die über Preis, Sicherheit und Verlauf einer Transaktion entscheiden. Wer sie versteht, verhandelt selbstbewusster — und erkennt früh, worauf es ankommt.
Bevor Sie in Verkaufsgespräche gehen: Sprechen Sie vertraulich mit IGCP Capital Partners — unabhängig und diskret. → igcp.at
Häufige Fragen
Welche M&A-Begriffe sollte ein Verkäufer kennen?
Die wichtigsten sind das Bewertungs-Multiple, die Due Diligence, der Letter of Intent, das SPA (Kaufvertrag) und der Earn-out — dazu die Unterscheidung von Asset- und Share-Deal. Wer sie versteht, verhandelt auf Augenhöhe.
Muss ich diese Begriffe selbst beherrschen?
Nicht im Detail — dafür gibt es Berater. Aber ein Grundverständnis hilft, Entscheidungen einzuordnen und die richtigen Fragen zu stellen.
Was bedeutet Due Diligence?
Die sorgfältige Prüfung des Unternehmens durch den Käufer vor dem Kauf. Mehr dazu: „Was ist eine Due Diligence?".
Ist ein Earn-out gut oder schlecht?
Weder noch — es kommt auf die Ausgestaltung an. Klar definierte, beeinflussbare Kennzahlen sind entscheidend. Details in „Was ist ein Earn-out?".
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Beitrag wurde von IGCP Capital Partners auf Basis eigener Transaktionserfahrung erstellt. Bei Recherche und Ausarbeitung kommen auch KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz; alle Inhalte werden vor Veröffentlichung fachlich geprüft.