Unternehmensnachfolge

    Unternehmensnachfolge in Deutschland

    Bis Ende 2029 suchen rund 545.000 inhabergeführte Unternehmen in Deutschland eine Nachfolge – gut 109.000 pro Jahr. Erstmals planen mehr Inhaber die Stilllegung als eine geregelte Übergabe. Wer früh plant, sichert Arbeitsplätze und Wert.

    Die Ausgangslage: Zahlen zur Nachfolge in Deutschland

    Bis Ende 2029 wollen rund 545.000 inhabergeführte Unternehmen eine Nachfolge regeln – gut 109.000 pro Jahr. Zugleich erwägen jährlich etwa 114.000 Inhaber einen Rückzug ganz ohne Nachfolgelösung. Damit planen erstmals mehr Unternehmen eine Stilllegung als eine geregelte Übergabe (Quelle: KfW Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025). Fachkräfte- und Käufermangel verschärfen die Lage.

    Wege der Nachfolge

    Auch in Deutschland führen mehrere Wege zum Ziel:

    • familieninterne Übergabe (rückläufig);
    • Management-Buy-out oder Management-Buy-in – vgl. MBO vs. MBI;
    • externer Verkauf an einen strategischen Käufer oder Finanzinvestor;
    • Teilverkauf;
    • in Einzelfällen die Stiftung.

    Die Wahl hängt von Zielen, Ertragslage und Nachfolgersituation ab. Wenn keine familieninterne Lösung möglich ist, siehe Nachfolge ohne Familie.

    Rechtliche und steuerliche Besonderheiten in Deutschland

    Bei einer entgeltlichen Übergabe ist zwischen Share Deal und Asset Deal zu unterscheiden. Verkauft eine natürliche Person GmbH-Anteile aus dem Privatvermögen (ab 1 Prozent Beteiligung), gilt das Teileinkünfteverfahren: 60 Prozent des Gewinns sind steuerpflichtig, 40 Prozent steuerfrei. Details: GmbH verkaufen – Steuern.

    Bei einer unentgeltlichen Übergabe (Schenkung oder Erbschaft) greift die Erbschaft- und Schenkungsteuer – hier kann die Verschonungsregelung für Betriebsvermögen (§§ 13a, 13b ErbStG) einen großen Teil steuerfrei stellen, sofern Voraussetzungen wie Lohnsummen- und Behaltensfristen erfüllt werden.

    Diese Einordnung ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung; ziehen Sie Steuerberater und Anwalt hinzu.

    Ablauf und Vorlauf

    Nachfolge ist ein Prozess über Jahre. Ein Vorlauf von mehreren Jahren erhöht die Chance auf eine geordnete Übergabe und einen guten Preis. Die Phasen reichen von Vorbereitung und Bewertung über Nachfolgersuche und Verhandlung bis zur Übergabe.

    Ausführlich: Die fünf Phasen einer geordneten Nachfolge.

    Anlaufstellen in Deutschland

    Wichtige Anlaufstellen sind die Nachfolgebörse nexxt-change (getragen von BMWK und KfW), die Industrie- und Handelskammern (IHK) und Handwerkskammern (HWK) sowie die KfW mit ihrem Nachfolge-Monitoring.

    So begleitet IGCP

    IGCP Capital Partners begleitet Eigentümerinnen und Eigentümer in Deutschland unabhängig und diskret durch den gesamten Nachfolgeprozess – von der Bewertung über die Käufersuche bis zum Abschluss.

    Zur Leistungsübersicht: Leistung Unternehmensnachfolge.

    Frequently Asked Questions

    Wie viele Unternehmen suchen in Deutschland eine Nachfolge?
    Bis Ende 2029 rund 545.000 inhabergeführte Unternehmen, gut 109.000 pro Jahr (KfW Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025).
    Was ist die Verschonungsregelung nach §§ 13a, 13b ErbStG?
    Sie kann Betriebsvermögen bei Schenkung oder Erbschaft weitgehend von der Erbschaft-/Schenkungsteuer freistellen, wenn Voraussetzungen wie Lohnsummen- und Behaltensfristen erfüllt sind.
    Fällt bei der Übergabe Erbschaft- oder Schenkungsteuer an?
    Bei unentgeltlicher Übergabe grundsätzlich ja; die Verschonungsregelung kann die Last stark senken. Das ist eine Einordnung, keine Steuerberatung.
    Warum planen so viele Inhaber die Stilllegung?
    Fehlende Nachfolger, Fachkräftemangel und Unsicherheit; erstmals überwiegen geplante Stilllegungen die geregelten Übergaben.
    Wie früh sollte man mit der Nachfolge beginnen?
    Mehrere Jahre vorher, um Werttreiber zu stärken und einen geordneten Prozess zu sichern.

    Wenn Sie über eine Nachfolge in Deutschland nachdenken, sprechen Sie unverbindlich und vertraulich mit uns.