Bis 2034 stehen in Österreich rund 52.500 Unternehmen zur Übergabe an – fast jeder vierte Arbeitgeberbetrieb. Wer seine Nachfolge früh und strukturiert plant, sichert Arbeitsplätze, Wert und Lebenswerk. Dieser Überblick ordnet die Lage, die Wege und die österreichischen Besonderheiten ein.
Zwischen 2025 und 2034 stehen rund 52.500 Unternehmen (ohne Ein-Personen-Unternehmen) zur Übergabe an – knapp 23 Prozent aller Arbeitgeberbetriebe, mit etwa 705.000 betroffenen Beschäftigten (Quelle: KMU Forschung Austria / WKO). 2024 wurden 7.792 Betriebe erfolgreich übergeben, ein Plus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rund die Hälfte wird innerhalb der Familie übergeben – mit sinkender Tendenz. Die externe Nachfolge wird damit zunehmend zum Regelfall.
Vertiefung: Unternehmensnachfolge Österreich – Daten & Trends.
Für die Übergabe gibt es mehrere Wege, die sich in Kontrolle, Erlös und Zeithorizont unterscheiden:
Welcher Weg passt, hängt von Zielen, Familie und Ertragslage ab. Wenn es keinen familieninternen Nachfolger gibt, lohnt der Blick auf Nachfolge ohne Familie.
Steuerlich macht es einen Unterschied, ob Anteile (Share Deal) oder einzelne Wirtschaftsgüter (Asset Deal) übertragen werden. Verkauft eine natürliche Person GmbH-Anteile, unterliegt der Substanzgewinn dem besonderen Steuersatz von 27,5 Prozent. Bei einer Betriebsveräußerung können unter Voraussetzungen Begünstigungen wie der Hälftesteuersatz oder ein Freibetrag (§§ 24, 37 EStG) greifen.
Das Neugründungs-Förderungsgesetz (NeuFöG) kann bei einer Betriebsübertragung bestimmte Abgaben und Gebühren entfallen lassen. Bei Immobilien fällt Grunderwerbsteuer an. Für steuerliche Bewertungsanlässe ist in Österreich das Wiener Verfahren bzw. das Fachgutachten KFS/BW 1 maßgeblich.
Diese Einordnung ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung – ziehen Sie Steuerberater und Anwalt hinzu.
Nachfolge ist kein Ereignis, sondern ein Prozess über Jahre. Ein realistischer Vorlauf von mehreren Jahren schützt Wert und Verhandlungsposition. Die Phasen reichen von Vorbereitung und Bewertung über die Nachfolgersuche und Verhandlung bis zur Übergabe.
Details zum Ablauf: Unternehmensnachfolge – die fünf Phasen.
Erste Orientierung bieten die Nachfolgebörse und das Gründerservice der Wirtschaftskammer (WKO) sowie die regionalen Bezirksstellen. Datengrundlage zur Übergabewelle liefert die KMU Forschung Austria.
IGCP Capital Partners begleitet Eigentümerinnen und Eigentümer in Österreich unabhängig und diskret durch den gesamten Nachfolgeprozess – von der Bewertung über die Käufersuche bis zum Abschluss.
Zur Leistungsübersicht: Leistung Unternehmensnachfolge.
Wenn Sie über eine Nachfolge in Österreich nachdenken, sprechen Sie unverbindlich und vertraulich mit uns.